Deutsche Kombinierer knapp geschlagen

Fabian Rießle, Joergen Graabak und Vinzenz Geiger (v.l.)

Weltcup in Val di Fiemme

Deutsche Kombinierer knapp geschlagen

Die deutschen Kombinierer haben beim ersten Teamsprint im italienischen Val di Fiemme den Sieg knapp verpasst. Das Duo Vinzenz Geiger und Johannes Rydzek aus Oberstdorf landete hinter Norwegen I auf dem zweiten Platz. Fabian Rießle (Breitnau) und Eric Frenzel (Geyer) wurden Dritte.

Im Schlussspurt hatte Norwegens Jörgen Graback die schnelleren Beine und verwies Geiger und Rießle auf die Plätze. "Wir haben taktisch alles richtig gemacht. Wir sind rangekommen, haben toll zusammengearbeitet. Am Ende war Graabak noch ein bisschen cleverer. Vinzenz hätte eine Chance gehabt, aber da macht sich Graabak breit. Das ist immer am Rande der Legalität", sagte Bundestrainer Hermann Weinbuch im ZDF.

Deutsche Teams saugen sich langsam ran

Das Langlaufrennen über insgesamt 15 Kilometer (beide Läufer mussten jeweils fünf Runden über 1,505 Kilometer laufen) entwickelte sich zu einer deutsch-deutschen Aufholjagd. Die Duos Rydzek/Geiger und Rießle/Frenzel holten Runde für Runde etwas mehr Zeit auf die führenden Schmid/Graabak auf. Waren es am Start noch 30 bzw. 38 Sekunden, betrug der Rückstand des deutschen Duos nach der Hälfte des Rennens nur noch fünf Sekunden. Und nach hinten drohte keine Gefahr: Italien I und Österreich I lagen eine gute halbe Minute hinter den beiden DSV-Teams.

Graabak macht es im Schlussspurt

Das Katz-und-Maus-Spiel ging weiter. Nach 10,5 Kilometern schafften Rydzek und Frenzel den Anschluss an Norwegerns Schmid. Danach belauerten sich die drei Kontrahenten, niemand konnte sich absetzen. Die Entscheidung musste in der letzten Runde fallen. Rießle zog zuerst an, Graabak konterte und hatte auf der Zielgeraden die besseren Kräfte. So holte sich Norwegen den Sieg vor Deutschland I und Deutschland II. "Es war eine fordernde Aufholjagd, aber es ist leider nicht ganz gut ausgegangen. Wir können trotzdem super happy sein", erklärte Rydzek,

Rießle mit starkem Sprung - Frenzel schwächer

Eric Frenzel

Kein gelungener Sprung für Eric Frenzel

Im Springen hatten sich die beiden deutschen Teams mit Rang zwei und drei bereits beste Ausgangspositionen verschafft. Rydzek und Geiger hatten nach Sprüngen auf 118 und 124,5 Metern 31 Sekunden hinter den Norwegern Schmid und Graabak auf Rang zwei gelegen. Frenzel und Rießle lagen sieben Sekunden dahinter auf Rang drei. Olympiasieger Frenzel zeigte dabei mit 114 Metern einen schwächeren, Rießle mit 128 Metern einen richtig starken Sprung. 

Thema in: B5 aktuell, 12.01.2019, 15.54 Uhr

rei/sid/dpa | Stand: 12.01.2019, 15:38

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