Nordische Kombination: Riiber-Dominanz auch im neuen Jahr

Jarl Magnus Riiber in Otepää

Weltcup in Otepää

Nordische Kombination: Riiber-Dominanz auch im neuen Jahr

Zu starker Wind hat beim Weltcup in Otepää in Estland zur Absage des Springens geführt. Gelaufen wurde dann auf Basis des Probesprungs. Favorit Jarl Magnus Riiber war einmal mehr nicht zu stoppen.

Es ist bislang die Saison des Norwegers Riiber. Er hatte im Probedurchgang am Freitag (04.01.2019) einen guten Sprung erwischt und ging mit nur drei Sekunden Rückstand auf den führenden Franz-Josef Rehrl aus Österreich in den 10-Kilometer-Langlauf. Auf der letzten Runde setzte er sich aus einer Fünfergruppe ab und sicherte sich souverän den Sieg vor dem Japaner Akito Watabe. Um Platz drei kämpften drei Österreicher - am Ende setzte sich Martin Fritz durch.

Geiger und Faißt in Podestnähe

Bester Deutscher wurde Vinzenz Geiger. Der 21-Jährige lief nach starker Aufholjagd von Rang zwölf auf sechs nach vorn (+22,3 Sekunden). Direkt hinter ihm landete Manuel Faißt (+26,5 Sekunden), der als Achter gestartet war. In der Loipe passte es also für die DSV-Athleten. Das fand auch Sprungtrainer Ronny Ackermann: "Sie sind sehr gut gelaufen heute. Hätte Vinzenz auf der Strecke etwas mehr Unterstützung gehabt, hätte er sicher auch in den Kampf um die Podestplätze eingreifen können."

Olympiasieger Johannes Rydzek war mit einem Rückstand von 1:30 Minuten als 22. in den Langlauf gegangen und kam als Zehnter ins Ziel (+59,9 Sekunden ). Ackermann sieht auch bei ihm eine positive Entwicklung: "Johannes ist in einer sehr stabilen Form. Am Sonntag hoffen wir auf reguläre Bedingungen beim Springen, damit wir uns dort eine etwas bessere Ausgangsposition schaffen können."

Terence Weber (+1:36,3 Minuten ), als bester Deutscher auf Position sieben gestartet, musste stärkeren Läufern den Vortritt lassen und wurde 23. Weltcup-Neuling Julian Schmid und Olympiasieger Fabian Rießle holten als 26. und 27. ebenfalls noch Weltcuppunkte. Team-Olympiasieger Eric Frenzel hatte auf die Rennen in Estland verzichtet. Der 30-Jährige trainiert zusammen mit Bundestrainer Weinbuch in Seefeld.

Springen fällt dem Wind zum Opfer

Wegen zu starker Winde war das Springen am Morgen abgesagt worden. Die Nordischen Kombinierer scheinen in diesem Winter zu jeder Weltcup-Station vom Wind verfolgt zu werden. Diesmal erklärte Renndirektor Lasse Ottesen, als die Absage des Springens in Otepää feststand: "Der Wind ist leider zu stark. Er kommt zwar aus einer Richtung, aber wir können die Sicherheit der Athleten nicht gewährleisten." So wurde der provisorische Sprungdurchgang vom Freitag (04.01.2019) als Ausgangposition für den Langlauf gewertet.

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Thema in: B5 Sport, 05.01.2019, 15.55 Uhr

red | Stand: 05.01.2019, 13:35

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