Kombinierer Riiber in Klingenthal mit doppeltem Grund zur Freude

Nordische Kombination in Klingenthal - der Langlauf in voller Länge Sportschau 20.03.2021 29:47 Min. Verfügbar bis 20.03.2022 Das Erste

Weltcup in Klingenthal

Kombinierer Riiber in Klingenthal mit doppeltem Grund zur Freude

Jarl Magnus Riiber hat beim Saisonfinale der Nordischen Kombinierer in Klingenthal den nächsten Sieg geholt. Damit hat er zugleich auch sein persönliches Triple vollzogen.

Jarl Magnus Riiber hat sich durch seinen Sieg beim Wettkampf in Klingenthal zum dritten Mal in Folge den Gesamtweltcup der Nordischen Kombinierer gesichert. Nach einem Sprung auf 143 Meter und dem Zehn-Kilometer-Lauf setzte er sich mit 0,7 Sekunden Vorsprung gegen den Japaner Akito Watabe durch. Dritter beim Weltcupfinale in der Vogtlandarena wurde Johannes Lamparter aus Österreich (+1,05,3 Minuten), der sich auf den letzten Metern knapp vor Manuel Faißt halten konnte, der bester DSV-Kombinierer wurde.

Riiber startet von ganz vorne

Riiber hatte sich im Springen auch von schwierigen äußeren Bedingungen und den langen Wartezeiten mal wieder nicht irritieren lassen und seine Ausnahmestellung untermauert. Nach 143 Metern lag er vor dem Lauf knapp vor Watabe (+6 Sekunden) und dessen Landsmann Ryota Yamamoto (+12 sek), der im Springen einen neuen Schanzenrekord aufstellte, im Laufen aber Position um Position zurückfiel und Siebter wurde.

Jarl Magnus Riiber in Klingenthal

Jarl Magnus Riiber in Klingenthal

Damit landete er einen Rang hinter Johannes Rydzek. Der Olympiasieger von der Großschanze zeigte nach starken 129,5 Metern auch eine ordentliche Laufleistung und kam noch von Position 13 nach vorne (+1:10,7 min). Auch Fabian Rießle (+1:22,6 min) und Eric Frenzel (+1:23,8 min) schafften es unter die besten zehn. Der Weltcup-Zweite Vinzenz Geiger wurde 15. (+2:09,2 min).

Am Freitag keine Sprünge möglich

Der Wind ist das große Thema beim Saisonfinale in Klingenthal: Am Freitag waren wegen einer Sturmfront über Sachsen weder das Training noch der Provisorische Wettkampfsprung (PCR) möglich. So wurde am Samstag um 9 Uhr das Training nachgeholt, der für 10.15 Uhr angesetzte PCR musste aber nach 29 Startern wegen wechselhafter Winde abgebrochen werden.

Über 50 Meter Weitenunterschied

Und auch der Wettkampfsprung war von den äußeren Bedingungen beeinflusst und musste immer wieder unterbrochen werden, da der Wind außerhalb des vorgegebenen Korridors war. Das ergab letztlich im Klassement teils drastische Weitenunterschiede. Während die schwächeren Athleten zu Beginn des Wettkampfes bei schlechtem Wind teilweise nicht mal über die 100-Meter-Marke kamen, hatten die Kombinierer mit den niedrigen 30er-Startnummern richtiges Windglück.

Mario Seidl sprang 143 Meter, kurz danach kam Espen Andersen mit seinen 146 Metern bis auf 2,5 Meter an den Schanzenrekord heran. Daraufhin verkürzte die Jury erstmals. Sechs Springer später ging es eine weitere Luke nach unten. Der Grund waren die 149 Meter des Japaners Ryota Yamamoto - die einen neuen Bestwert für die Vogtlandarena bedeuten.

Nordische Kombination in Klingenthal - das Springen in voller Länge Sportschau 20.03.2021 01:06:48 Std. Verfügbar bis 20.03.2022 Das Erste

Deutsche Topspringer ohne Windglück

Ausgerechnet bei den besten deutschen Kombinieren in diesem Winter schlief der Wind ein, sodass diese keine Chancen auf eine Topweite hatten. Eric Frenzel landete bereits bei 123 Metern, Fabian Rießle bei 122 Metern. Frenzel sprach danach von einer "Lotterie" Damit war auch klar, dass die Chancen im Kampf um den dritten Gesamtrang noch geringer geworden sind. Die 1:45 Minuten Rückstand auf Watabe sollten sich schließlich als zu große Hypothek herausstellen.

Auch Vinzenz Geiger musste bereits bei 123,5 Meter runter und lag weitere 16 Sekunden hinter seinen Teamkollegen. Er schaffte es aber nicht, den Rückstand zuzulaufen.

Faißt schon nach dem Springen bester DSV-Kombinierer

Die beste Ausgangslage aus dem DSV-Kader hatte sich Faißt verschafft. Er sprang 136,5 Meter und ging als Sechster 40 Sekunden nach Riiber auf die Strecke. Terence Webers 130 Meter reichten für Rang zehn bei 1:24 Minuten Rückstand auf die Spitze. Doch auf dem 1,6 Kilometer langen Rundkurs verlor er viel Boden und kam mit 3:08,9 Minuten Rückstand als 20. ins Ziel.

Aus der nationalen Gruppe überzeugte besonders David Mach mit Platz 24 (+3:18,9 min/125,5 m), der einen Rang hinter Julian Schmid ins Ziel kam. Martin Hahn (111,5 m) und Wendelin Thannheimer (108,5 m) landeten nach den zehn Kilometern auf den Positionen 35 (+4:46,1 min) und 36 (+4:57,7 min).

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rho | Stand: 20.03.2021, 15:20

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