Kombinierer Riiber einsame Spitze, Rießle wird Zweiter

Nordische Kombination - Rießle Zweiter bei Riibers Kristallkugel-Party Sportschau 07.03.2020 00:43 Min. Verfügbar bis 07.03.2021 Das Erste

Weltcupfinale in Oslo

Kombinierer Riiber einsame Spitze, Rießle wird Zweiter

Schon vor dem Lauf stand der Sieger des letzten Wettbewerbs in der Nordischen Kombination quasi fest: Jarl Magnus Riiber dominiert auch beim Weltcup in Oslo und bringt den Vorsprung nach überragendem Springen am Samstagvormittag (07.03.20) in der Loipe ins Ziel.

Hinter Riiber schnappte sich ein starker Fabian Rießle (+54,10 Sekunden) Platz zwei vor Ilkka Herola (Finnland/3./+54,8) und Akito Watabe (Japan/4./+1:08:00 Minuten). Rießle reichte bei einem beherzten Schlussspurt eine halbe Skilänge Vorsprung auf Herola. Riiber war da bereits über eine Minute im Ziel.

Spannendes Rennen hinter Riiber

Der norwegische Überflieger, der auf der Schanze am Holmenkollen 135,5 Meter sprang, baute seinen Vorsprung schon zu Beginn in der Loipe aus. Dahinter kristallisierte sich schnell eine siebenköpfige Verfolgergruppe heraus - mit Rießle und Außenseiter Terence Weber. Für Manuel Faißt und Eric Frenzel ging es schon da nur noch um eine Top-10-Platzierung. Frenzel wurde am Ende 6. (+1:13,4), Faißt 7. (+1:20,5) Weber (+1:37,6) verpasste als 11. knapp die besten Zehn.

Johannes Rydzek konnte auf der Loipe einige Plätze gut machen, musste sich nach Platz 30 im Springen aber mit dem 15. Rang in Oslo begnügen. Er hatte seinen Flug ebenso verpatzt wie der deutsche Top-Kombinierer Vinzenz Geiger, der auf Platz 14 ins Ziel kam. Julian Schmid landete mit über vier Minuten Rückstand auf Rang 36.

Geiger Dritter im Gesamtweltcup

Für Rekordmann Riiber war es der 27. Weltcup-Erfolg seiner Karriere. Er ist jetzt der beste norwegische Kombinierer aller Zeiten.

Landsmann Jorgen Graabak kam als 5. knapp vor Frenzel und Faißt ins Ziel und wird im Gesamtweltcup Zweiter hinter Riiber. Geiger wird Dritter in der Gesamtwertung, Rießle springt durch den Erfolg in Oslo noch auf den fünften Platz. Mit Frenzel (7.) und Faißt (10.) stehen zwei weitere Deutsche in den Top 10. Acht der zehn besten Kombinierer kommen damit aus Deutschland und Norwegen.

Finale passte zur Saison

Das Finale passte zu einer komischen Saison in der Nordischen Kombination. Im Nebel von Oslo verabschiedeten sich die Athleten vor einer Geisterkulisse. Zuschauer waren wegen des Coronavirus nicht erlaubt.

Die Saison endet vorzeitig in Oslo, weil das Saisonfinale am kommenden Wochenende in Schonach abgesagt werden musste. im Schwarzwald fehlt bei frühlingshaftem Wetter der letzten Tage schlichtweg der Schnee.

Thema in: Rundschau. BR Fernsehen, 16.00 Uhr

msc | Stand: 07.03.2020, 15:35

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