Erster Sieg für Österreicher Seidl - Rydzek auf dem Podest

Mario Seidl in Ruka in der Loipe

Weltcup-Auftakt im hohen Norden Finnlands

Erster Sieg für Österreicher Seidl - Rydzek auf dem Podest

Überraschung zum Weltcup-Auftakt der Nordischen Kombinierer: Keiner der erfolgsverwöhnten Deutschen hat in Ruka gewonnen - sondern der Österreicher Mario Seidl. Nach einem schwierigen Springen schaffte es immerhin Johannes Rydzek noch aufs Podest.

Mario Seidl hat beim Weltcup-Auftakt der Nordischen Kombinierer den größten Erfolg seiner Karriere gefeiert. Der 25-jährige Salzburger lag beim Wettkampf am Samstag (24.11.2018) im finnischen Ruka/Kuusamo bereits nach dem Springen in Führung und rettete seinen Vorsprung auch im 10-Kilometer-Langlauf-Rennen knapp ins Ziel. Platz zwei ging an den Norweger Jarl Magnus Riiber, der um 16,5 Sekunden den zweiten Sieg seiner Karriere verpasste

Rydzek von acht auf drei

Siegerpodest in Ruka: Jarl Magnus Riiber, Mario Seidl, Johannes Rydzek (v.l.n.r.).

Siegerpodest in Ruka: Jarl Magnus Riiber, Mario Seidl, Johannes Rydzek (v.l.n.r.).

Auf Rang drei kam Johannes Rydzek. Der Weltmeister und Olympiasieger ging nach einem mäßigen Sprung mit fast zwei Minuten Rückstand auf Seidl als Achter ins Rennen. Mit einem taktisch klugen Rennen lief er aber noch auf das Podest. So hatte Rydzek bereits nach 2,5 Kilometern Anschluss an eine siebenköpfige Verfolgergruppe gefunden. In dieser hielt sich Rydzek bis zum letzten Anstieg auf, dann zog er an und sicherte sich mit 15 Sekunden Vorsprung auf die Konkurrenz den dritten Rang. Im Ziel hatte er noch 1:08 Minuten Rückstand auf Seidl und 52 Sekunden auf Riiber.

Weinbuch: "Taktisch sehr gut"

"Er hat alles richtig gemacht", lobte Bundestrainer Hermann Weinbuch seinen Vorzeigeathleten Rydzek nach dem Rennen im ZDF. "Er hätte noch einiges schneller laufen können. Aber mehr als ein dritter Platz wäre ohnehin nicht drin gewesen. Er hat seine Gruppe im Griff gehabt und im richtigen Moment angegriffen. Das hat er taktisch sehr gut gemacht."

Vier Deutsche in den Top 15

Mit Manuel Faißt auf Rang fünf, Vinzenz Geiger auf Rang acht und Terence Weber auf Platz 13 schafften es vier Deutsche in die Top 15. Weinbuch zeigte sich zufrieden: "Letztes Jahr war 'Kirche' (Björn Kircheisen, d. Red.) als Achter unser Bester. Jetzt haben wir den dritten, den fünften und den achten Platz. Es läuft gut. Ich bin zufrieden", sagte der Bundestrainer und fügte hinzu: "Am Anfang des Winters kann nicht jeder gleich die Leistung bringen. Aber speziell im Laufen haben wir sehr gut ausgeschaut."

Rießle und Frenzel abgeschlagen

Bereits nach dem Springen, das am Morgen wegen schwieriger Windbedingungen immer wieder unterbrochen werden musste, hatten Fabian Rießle und Eric Frenzel kaum noch Chancen auf vordere Plätze. Der deutsche Meister Rießle hatte nach einem Sprung auf 111,5 Meter als 28. +3:54 Minuten Rückstand auf die Spitze. Frenzel ging nach 110,5 Metern und Rang 31 +4:06 Minuten hinter der Spitze ins Rennen. "Ich hatte einen kleinen Fehler oben und bin nicht richtig ins Fliegen gekommen", so Frenzel nach dem Springen. Rießle und Frenzel kamen letztlich als 18 und 19. ins Ziel.

Thema in: B5 Sport, 24.11.2018, 17.55 Uhr

dh | Stand: 24.11.2018, 15:32

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