Deutsche Kombinierer haben Podest im Blick

Einzelwettbewerb Nordische Kombination Ski-WM Lahti

Weltcup-Auftakt in Ruka/Kuusamo

Deutsche Kombinierer haben Podest im Blick

Gleich im ersten Staffelrennen des Winters in der Nordischen Kombination hat das deutsche Quartett beste Chancen auf den ersten Sieg. Das liegt auch an der Disqualifikation von gleich zwei Mitfavoriten.

Die deutschen Nordischen Kombinierer gehen als Zweite in den ersten Team-Wettkampf des Winters. Nach dem Springen in Ruka/Kuusamo hat das Quartett mit Vinzenz Geiger, Fabian Rießle, Eric Frenzel und Johannes Rydzek einen Rückstand von 1:05 Minuten auf Spitzenreiter Japan.

Rydzek: "Wir sind heiß"

Nach den guten Sprüngen von Geiger (127 Meter), Rießle (128 Meter) und Frenzel (134,5 Meter) erwischte ausgerechnet Weltmeister und Olympiasieger Rydzek den schlechtesten Sprung des deutschen Teams. Der Oberstdorfer kam schlecht von der Schanze und landete schon bei 123 Metern. "Ich war ein bisschen spät, dann war es hier bei dem Aufwind schwer. Ich bin froh, dass ich den Sporung noch gut landen konnte. Sorry an meine Kollegen", sagte Rydzek nach seinem Sprung im ZDF. Für den 4 x 5-Kilometer-Langlauf (15 Uhr, im Live-Ticker) kündigte Rydzek an: "Wir sind heiß und gehen auf Angriff."

Watabe: "Müssen 150 Prozent geben"

In Führung liegen die Japaner mit Hideaki Nagai (127,5 Meter), Go Yamamoto (119,5 Meter), Akito Watabe (139 Meter) und Yoshito Watabe, der mit 140 Metern den weitesten Sprung der gesamten Konkurrenz landete. Mit Blick auf die starke Konkurrenz sagte Watabe mit einem Augenzwinkern: "Wir müssen jetzt alle 150 Prozent geben. Dann können wir vielleicht gewinnen."

Österreich und Norwegen nach Disqualifikation abgeschlagen

Mario Seidl in Ruka in der Loipe

Mario Seidl in Ruka in der Loipe

Das starke österreichische Team um Mario Seidl, der den Wettkampf am Samstag gewonnen hatte, und auch die Norweger werden nicht um die Podestplätze mitkämpfen können. Seidl flog zwar auf starke 134 Meter, doch sein Teamkollege Lukas Greiderer wurde wegen zu geringer Luftdurchlässigkeit seines Anzuges disqualifiziert. So gehen seine 135,5 Meter nicht in die Wertung ein, die Österreicher haben vor dem Langlauf einen Rückstand von 2:51 Minuten - ohne Disqualifikation wären sie Zweite mit nur 3 Sekunden Rückstand auf Japan gewesen.

Direkt nach dem Wettkampf hatte auch Norwegen das Podest im Blick und wurde auf Rang zwei geführt. Doch auch Norwegens Schlussspringer Jarl Magnus Riibert wurde später wegen seines Anzuges disqualifiziert. So gingen bei den Norwegern nur drei Sprünge in die Wertung ein. Auf Rang sechs hat Norwegen vor dem Langlauf nun 3:22 Minuten Rückstand auf Japan.

Weinbuch entscheidet sich für erfahrenes Team

Bundestrainer Hermann Weinbuch hatte sich im Teamwettbewerb am Sonntag für sein erfahrenstes Quartett entschieden. Nach den Leistungen des Einzelwettkampfs von Samstag (24.11.2018) hätte Weinbuch neben dem Einzel-Dritten Johannes Rydzek auch Manuel Faißt und Terence Weber aufstellen müssen. Faißt als Fünfter und Weber als 13. erzielten bessere Ergebnisse als Rießle und Frenzel, die 18. und 19. wurden. Zur Nominierung von Frenzel sagte Sprungtrainer Ronny Ackermann im ZDF: "Es gab für uns überhaupt keine Frage, ihn aufzustellen. Er war die letzten Wochen sehr stabil und hat heute bewiesen, was er für ein exzellenter Springer ist."

dh | Stand: 25.11.2018, 10:25

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