Deutsche Kombinierer bleiben ohne Medaille

WM-Kombinationsrennen - Jarl Magnus Riiber krönt sich nach cleverem Rennen Sportschau 26.02.2021 01:28 Min. Verfügbar bis 26.02.2022 Das Erste

Nordische Ski-WM

Deutsche Kombinierer bleiben ohne Medaille

Die Nordischen Kombinierer haben bei der ersten Entscheidung der Heim-WM in Oberstdorf nicht das erhoffte Edelmetall für den Deutschen Skiverband geholt. Dabei war Rekordweltmeister Eric Frenzel dicht dran.

Jarl Magnus Riiber hat den ersten WM-Wettbewerb der Nordischen Kombinierer in Oberstdorf gewonnen. Nach einem Sprung von der Normalschanze und einem Zehn-Kilometer-Lauf verwies der Titelverteidiger den Finnen Ilkka Herola (+0,4 Sekunden) und Jens Luraas Oftebro (+0,9 Sekunden) aus Norwegen auf die Plätze. Bester Deutscher war Eric Frenzel auf Platz vier (+5,9 Sekunden). Fabian Rießle wurde Sechster (+16,8 Sekunden), Vinzenz Geiger 14. (+1:34,6 Minuten) und Johannes Rydzek 28. (+2:49,1 Minuten).

Irre Aufholjagd auf den ersten Kilometern

Nach dem Springen waren Frenzel und Rießle von den Rängen acht und neun mit 40 bzw. 41 Sekunden auf die Spitze ins Rennen gegangen. Schon bei der ersten Zwischenzeit bei 1,6 Kilometern hatten die beiden ihren Rückstand nach vorn halbiert.

Eric Frenzel und Fabian Rießle

Nordischen Ski-WM in Oberstdorf

Auch das zweite deutsche Duo, Rydzek und Geiger, machte auf den ersten Kilometern mächtig Druck. Auf der wegen der hohen Temperaturen noch einmal gesalzenen Loipe machten sie auf der ersten Runde fast 40 Sekunden nach vorn gut.

Achter-Gruppe macht Entscheidung unter sich aus

Ganz vorn hatten Riiber, Akito Watabe und Johannes Lamparter ihrerseits den Sprungsieger Ryota Yamamoto überholt und versuchten nun, ihren Abstand zu den Verfolgern zu halten. Kurz nach der Hälfte des Rennens hatten Rießle und Frenzel jedoch den Anschluss nach vorn geschafft, mit ihnen im Schlepptau auch der starke Finne Herola, der Österreicher Lukas Greiderer und der Norweger Oftebro.

Zu diesem Zeitpunkt war bereits klar, dass die Entscheidung unter diesen acht fallen wird. Geiger und Rydzek hingegen hatten ihrem hohen Anfangstempo Tribut zollen und abreißen lassen müssen.

Frenzel und Rießle müssen bei entscheidendem Antritt passen

Die letzten Kilometer bis zum Ziel waren von Taktik geprägt. Herola, der als schwacher Sprinter gilt, machte das Tempo. Gemeinsam mit Riiber und Oftebro schaffte er es, am vorletzten großen Anstieg ein Loch zu reißen. Frenzel bemühte sich, die Lücke wieder zu schließen. Am Ende blieb aber nur der undankbare vierte Platz.

"Es war ein hartes Rennen, am Ende hat die letzte Kraft gefehlt", sagte ein sichtlich enttäuschter Frenzel in der Sportschau. "Das war ein bisschen schade." Und Rießle meinte: "Wir haben uns nichts vorzuwerfen. Wir haben alles versucht. Wir waren an der Spitzengruppe dran. Am Ende hatten die Körner gefehlt."

Yamamoto gewinnt Springen

Das Springen am Vormittag hatte Ryota Yamamoto gewonnen. Der Japaner zeigte mit 106 Metern den weitesten Satz und verwies seinen Landsmann Akito Watabe (104 Meter/+20 Sekunden) und Titelverteidiger Jarl Magnus Riiber aus Nowegen (103 Meter/+22 Sekunden) auf die Plätze.

Die Deutschen schlugen sich achtbar, auch wenn manch einer nach guten Trainingsleistungen mehr erhofft haben mochte. Eric Frenzel (101 Meter) wurde Achter, Fabian Rießle (102 Meter) landete einen Rang dahinter. Nicht ganz so gut lief es für Johannes Rydzek und Vinzenz Geiger. Die beiden Oberstdorfer sprangen auf ihrer Hausschanze 99 bzw. 98 Meter und landeten punktgleich auf Platz 15.

Das WM-Kombinationsrennen über 10 Kilometer - die Analyse und Stimmen Sportschau 26.02.2021 10:32 Min. Verfügbar bis 26.02.2022 Das Erste

red/dpa/sid | Stand: 26.02.2021, 16:49

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