Kombination - Deutsches Team feiert erfolgreichen Abschluss

Nordische Kombination in Klingenthal - der Langlauf der Männer in voller Länge Sportschau 21.03.2021 28:45 Min. Verfügbar bis 21.03.2022 Das Erste

Weltcup in Klingenthal

Kombination - Deutsches Team feiert erfolgreichen Abschluss

Der Überflieger Jarl Magnus Riiber war auch im letzten Weltcup-Rennen nicht zu schlagen. Jubeln durfte aber auch Vinzenz Geiger - und Fabian Rießle kochte sogar Weltmeister Johannes Lamparter ab.

Fabian Rießle ist im letzten Rennen in der Nordischen Kombination in dieser Saison auf das Podest gelaufen. Als Fünfter nach dem Springen in Klingenthal gestartet, holte er im anschließenden 10-km-Langlauf noch einmal alles heraus und krönte die Aufholjagd mit Platz drei. Im Endspurt war Rießle schneller als der frischgebackene 19-jährige Weltmeister Johannes Lamparter aus Österreich.

Zudem verteidigte Vinzenz Geiger als Sechster seinen zweiten Platz in der Gesamtwertung erfolgreich vor dem Japaner Akito Watabe (9.) und sorgte damit für einen gelungenen Abschluss aus deutscher Sicht. Die deutschen Kombinierer gewannen auch die Nationenwertung vor Norwegen. "Es ist in diesem Jahr nicht alles aufgegangen und trotzdem haben wir einiges erreicht. Ich bin zuversichtlich für das nächste Jahr, dass wir uns weiterhin entwickeln und wieder ganz vorn landen werden", sagte Bundestrainer Hermann Weinbuch.

Nächster Streich von Titan Riiber

Den Sieg sicherte sich einmal mehr Jarl Magnus Riiber. Der Weltcup-Gesamtsieger aus Norwegen war vom ersten bis letzten Weltcuprennen in diesem Jahr im Gelben Trikot unterwegs und zeigte auch im letzten Rennen, wer der Herr im (Kombinations)-Haus ist.

Riiber, als Zweiter nur sieben Sekunden nach Sprungsieger Ryota Yamamota gestartet, übernahm schon nach wenigen Metern die Führung und hielt das Tempo hoch, sein Teamkollege Espen Björnstad konnte folgen, war aber im Endspurt machtlos und musste dem Überflieger zum 28. Weltcupsieg gratulieren.

Rießle: "Norweger haben Super-Job gemacht"

Rießle, 28 Sekunden nach Riiber am Start, hatte noch ganz nach vorn geschielt, musste aber nach dem Lauf eingestehen, dass die "beiden Norweger einen Super-Job gemacht haben". Mit Platz drei zum Abschluss war er aber zufrieden, sagte er im Ersten.

Rießle zieht positives Saisonfazit: "Gutes Gefühl" Sportschau 21.03.2021 01:10 Min. Verfügbar bis 21.03.2022 Das Erste

Geiger in starker Laufform

Ausgepumpt, aber glücklich erreichte Vinzenz Geiger das Ziel. Nach zuletzt unglücklichen Auftritten lief er vom elften auf den sechsten Platz vor und entschied das Duell um den zweiten Platz in der Gesamtwertung hinter Riiber am Ende deutlich gegen Akito Watabe für sich.

Faißt und Frenzel verlieren Plätze

Manuel Faißt (4. nach dem Springen) konnte mit dem hohen Tempo in der Spitzengruppe nicht mitgehen und landete auf Rang zehn. Eric Frenzel verlor in der Loipe einen Platz und beendete die Saison als 13.

Rydzek holt auf

Johannes Rydzek musste nach einem Sprung auf 122 Metern ordentlich aufholen, gab sich aber kämpferisch - "Ich versuch alles auf der Loipe. Ich glaube, da sind noch einige Positionen drin" - und hielt Wort: Er überquerte als 17. die Ziellinie. Julian Schmid wurde 21., Terence Weber kam auf Platz 25.

Aus der nationalen Gruppe sammelte David Mach als 27. die nächsten Weltcuppunkte. Wendelin Thannheimer landete auf Platz 33.

Yamamoto dominiert Springen

Das Springen am Morgen hatte der Japaner Ryota Yamamota gewonnen. Allerdings war sein Vorsprung auf die beiden Norweger Riiber und Björnstad gering. Auch die Deutschen wussten zu überzeugen. Sprungbester aus dem DSV-Team war erneut Faißt, der auf 136 Meter flog. Dicht gefolgt von Rießle (135 Meter).

Geiger landete bei Top-Bedingungen bei 134,5 Meter, Frenzel kam auf 130 Meter. Rydzek musste im letzten Wettkampfsprung wieder einen Rückschlag verkraften und brachte nur 122 Meter ins Ziel. Im Probedurchgang war es für den Oberstdorfer noch deutlich besser gelaufen. Auch Weber (129,0 Meter) und Schmid (126,0 Meter) überzeugten. Thannheimer aus der nationalen Gruppe kam auf 115,5 Meter.

Nordische Kombination in Klingenthal - das Springen in voller Länge Sportschau 21.03.2021 45:52 Min. Verfügbar bis 21.03.2022 Das Erste

"Goldschmied" Weinbuch macht weiter

Die wohl schönste Nachricht gab es schon vor dem letzten Wettkampf in Klingenthal: Der deutsche Chef-Trainer der Nordischen Kombinierer, Hermann Weinbuch hängt mindestens noch ein Jahr dran. Seit 1996 ist er als Bundestrainer im Amt und noch nicht fertig. "Ich mache meinen Vertrag voll und der geht bis Peking 2022, danach sehen wir weiter", sagte "der Goldschmied", der am Montag seinen 61. Geburtstag feiert, in der Sportschau.

"Auf der Schanze enorm gesteigert"

Letztes Jahr habe es Spannungen gegeben, da seien auch Rücktrittsgedanken in ihm gereift. Man habe ihn aber "von allen Seiten bekniet" und momentan läuft es sportlich und menschlich aus Sicht von Weinbuch gut. Mit dem neuen Sprungtrainer Heinz Kuttin habe er ein ausgezeichnetes Verhältnis. "Die Mannschaft hat sich auf der Schanze enorm gesteigert", lobt Weinbuch.

Kombinierer-Bundestrainer Weinbuch: "Haben einen großen Schritt gemacht" Sportschau 21.03.2021 02:29 Min. Verfügbar bis 21.03.2022 Das Erste

sst | Stand: 21.03.2021, 14:16

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