Zwei DSV-Kombinierer unter den besten drei

Jens Luuras Oftebro gewinnt vor Fabian Rießle

Weltcup in Ruka

Zwei DSV-Kombinierer unter den besten drei

Ein Norweger gewinnt eben immer. Auch ohne Jarl Magnus Riiber feierten die Skandinavier einen Sieg beim letzten Weltcuprennen in Ruka. Die Deutschen beeindruckten mit einer starken Teamleistung.

Der junge Norweger Jens Luuras Oftebro hat die Gunst der Stunde genutzt und in Abwesenheit des Weltcupspitzenreiters Jarl Magnus Riiber das dritte und letzte Weltcuprennen in Ruka (Finnland) gewonnen. Fabian Rießle und Manuel Faißt liefen am Sonntag (29.11.2020) beim 10-km-Lauf auf die Plätze zwei und drei.

"Ich bin sehr zufrieden. Vier Läufer unter den besten sieben kann sich sehen lassen", freute sich Bundestrainer Hermann Weinbuch über die starke Mannschaftsleistung. Neben Rießle und Faißt landeten Vinzenz Geiger (6.) und Eric Frenzel (7.) in den Top Ten.

Rießle mit starker Aufholjagd

Rießle, aktuell bester deutscher Läufer, lag lange auf Siegkurs. Er war als Fünfter mit 42 Sekunden Rückstand auf Sprungsieger Faißt (Baiersbronn) ins Rennen gegangen und untermauerte sofort seine Ambitionen. Schon nach vier Kilometern hatte Rießle zu den Führenden aufgeschlossen und damit sogar Weinbuch überrascht: "Wir hatten gedacht, dass es sehr schwer werden wird, überhaupt heranzulaufen." Neben der tollen Laufform passte auch das Material. Rießle lief in der Spitzengruppe gemeinsam mit dem jungen Österreicher Johannes Lamparter, Ofterbro und Teamkollege Faißt.

Das Taktieren begann schon drei Kilometer vor dem Ziel. Keiner wollte die Führungsarbeit übernehmen, es wurde gebummelt und gewartet. Das Spielchen dauerte bis gut 1.000 Meter vor dem Ziel. Dann zogen Ofterbro und Rießle das Tempo an, Faißt konnte nicht mitgehen. Auf der Schlussgeraden hatte der Norweger die größeren Kraftreserven. "Das war zu erwarten. Fabi hat bei seiner Aufholjagd viel Kraft gelassen", analysierte Weinbuch. Terence Weber beendete das Rennen als 15., Johannes Rydzek wurde 17. Mit Ausnahme von Weber verbesserten sich alle DSV-Kombinierer in der Loipe.

Siegerpodest Ruka: Jens Luuras Oftebro, Fabian Rießle und Manuel Faißt.

Siegerpodest Ruka: Jens Luuras Oftebro, Fabian Rießle und Manuel Faißt.

Weltcupspitzenreiter Riiber disqualifiziert

Superstar Riiber, der die ersten beiden Wettbewerbe gewonnen hatte, durfte nicht starten, weil sein Anzug beim provisorischen Durchgang am Donnerstag zu winddurchlässig war und die Disqualifikation nach sich zog. Das Malheur wurde Riiber zum Verhängnis, weil am Sonntag wegen starken Windes nicht von der Rukatunturi-Schanze gesprungen werden konnte. In diesem Fall wird der obligatorische provisorische Sprung gewertet - und da hatte der Norweger keine Wertung. Riibers Pech war das Glück seiner Widersacher. "Es tut mir leid für ihn, aber so sind die Regeln", sagte Bundestrainer Weinbuch im ZDF. Riiber hat die beiden ersten Weltcups gewonnen.

Jarl-Magnus Riiber

Jarl-Magnus Riiber schaut nach dem Probesprung verdutzt.

sst | Stand: 29.11.2020, 15:23

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