Kombinierer Rießle mit einem perfektem Rennen

Der Moment der Entscheidung: Joergen Graabak und Fabian Rießle gleichauf.

Weltcup in Ramsau

Kombinierer Rießle mit einem perfektem Rennen

Mit einer taktischen Meisterleistung hat Fabian Rießle den Weltcup der Nordischen Kombinierer in Ramsau gewonnen. Johannes Rydzek preschte von weit hinten fast noch auf das Podium. Eric Frenzel war zum Zuschauen verdammt.

500 Meter vor dem Ziel schlüpfte Rießle in eine Lücke, setzte sich an die Spitze einer Vierergruppe und entschied den Zielspurt gegen Alessandro Pettin (Italien) für sich. Der Finne Eero Hirvonen lief auf den dritten Platz. "Das Ziel war heute die volle Olympia-Quali. Das ist mir mit dem Sieg gelungen", freute sich Rießle, der tags zuvor noch gegen Eric Frenzel den Kürzeren gezogen hatte. Frenzel konnte ihm diesmal nicht in die Quere kommen. Er lag mit Fieber im Bett.

Norweger spielen Schneepflug

Dafür gingen die Norwegen als Favoriten ins Rennen. Joergen Graabak und Magnus Riiber waren die besten im provisorischen Sprung-Wettbewerb am Freitag (15.12.2017) und mussten am Sonntag Schneepflug spielen. Das kostete Kraft. Der Vorsprung schmolz dahin und nach fünf Kilometern war aus einem Spitzenduo eine Spitzengruppe geworden, zu der auch Fabian Rießle und Vinzenz Geiger gehörten. Rießle lief dabei mehr als 18 Sekunden vor und sollte sich danach "im Windschatten halten und auf der letzten Runde vorbeigehen" (Bundestrainer Hermann Weinbuch). Der Plan ging perfekt auf.

Rießle siegt in Ramsau

Sportschau | 17.12.2017 | 00:59 Min.

Für Johannes Rydzek reichte es nicht ganz mit dem Podium. Der Bayer, der mit 42 Sekunden Rückstand als 14. ins Rennen gegangen war, lief sensationell noch auf den fünften Platz vor. Vinzenz Geiger (Oberstdorf) verlor einen Platz und wurde am Ende starker Siebter. Björn Kircheisen lief von Rang 38 auf 17 vor, Terence Weber fiel von Rang 12 auf den 23. Platz zurück.

Der 17-jährige Luis Lehnert vom WSV Oberaudorf, der nach einem fulminanten Sprung als Zweiter ins Rennen gegangen war, konnte das Tempo nicht mitgehen und landete am Ende auf dem 40. Platz.

Springen vom Winde verweht

Weil der Wertungsdurchgang am Sonntag nach 24 Athleten abgebrochen werden musste, ging der provisorische Sprung vom Freitag in die Wertung ein.

Thema in: B5 aktuell, Sonntag, 18.15 Uhr

sst | Stand: 17.12.2017, 14:53

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