Achter Weltcup, siebter Sieg: Kombinierer Riiber gewinnt, Geiger Zweiter

Nordische Kombination - der Kombinationslanglauf aus Val di Fiemme am Freitag in der Zusammenfassung Sportschau 10.01.2020 09:14 Min. Verfügbar bis 10.01.2021 Das Erste

Weltcup in Val di Fiemme

Achter Weltcup, siebter Sieg: Kombinierer Riiber gewinnt, Geiger Zweiter

Jarl Magnus Riiber dominiert die Nordische Kombination auch im neuen Jahr nach Belieben. Der Norweger gewann den ersten Weltcup 2020 in Val di Fiemme überlegen. Bester Deutscher war Vinzenz Geiger auf Platz zwei - trotz durchwachsener Leistung beim Skispringen.

Den Grundstein zu seinem siebten Saisonsieg im achten Weltcup des Winters hatte Jarl Magnus Riiber schon im Skispringen am Vormittag gelegt. Mit einem Sprung auf 104,5 Meter distanzierte er seinen zweitplatzierten Landsmann Espen Björnstad (102 Meter) um 23 Sekunden. Dritter war nach dem Springen der Österreicher Franz-Josef Rehrl (104 Meter) mit 24 Sekunden Rückstand.

Vinzenz Geiger kommt in Val di Fiemme als Zweiter ins Ziel

Vinzenz Geiger kommt in Val di Fiemme als Zweiter ins Ziel

Im 10-Kilometer-Langlaufrennen legte Riiber dann ein furioses Tempo vor und baute seinen Vorsprung zunächst sogar auf über eine halbe Minute aus. Allerdings kam dann ab Kilometer 3,8 eine elfköpfige Verfolgergruppe - die Riiber-Jäger konnten sich also in der Aufholjagd abwechseln. Dabei auch die beiden Deutschen Fabian Rießle und Vinzenz Geiger.

14 Verfolger, vier Deutsche für zwei Podestplätze

Doch Riiber, einsam an der Spitze, gönnte sich keine Schwäche: Mehr als 45 Sekunden Vorsprung hatte der Norweger bei der Zwischenzeit nach fünf Kilometern, mehr als 50 nach 6,3 Kilometern - er hielt die Verfolger auf Distanz. Positiv aus deutscher Sicht: Johannes Rydzek und Eric Frenzel hatten nun ebenfalls aufgeschlossen, insgesamt 14 Kombinierer waren jetzt im Pulk auf der Riiber-Jagd.

Packende Schlusskilometer - Geiger setzt sich im Zielsprint durch

Der baute den Vorsprung trotzdem unermüdlich aus, fast eine Minute lag Riiber 2,5 Kilometer vor dem Ziel in Führung - doch auf der den Schlusskilometern attackierten die Verfolger. Der Oberstdorfer Geiger forcierte rund eineinhalb Kilometer vor dem Ziel das Tempo, folgen konnte zunächst nur der Norweger Jörgen Graabak. Der Rückstand auf Riiber war bei Kilometer 8,8 auf nur noch 33 Sekunden geschrumpft.

Riiber fuhr trotzdem entspannt zum Sieg, aber dahinter? Die Verfolger kamen noch einmal ran, doch Vinzens Geigers Kraft reicht: Er sicherte sich im Zielsprint Platz mit 26,6 Sekunden Rückstand auf Riiber und 1,1 Sekunden vor Graabak. Rießle wurde Vierter vor Rydzek auf Platz fünf, Frenzel kam als Neunter an, Terence Weber wurde 18.

Deutsche Kombinierer schwach auf der Schanze

Wie schon oft in diesem Winter hatten die deutschen Kombinierer die Chance auf noch bessere Platzierungen schon beim Springen verspielt. Geiger und Rießle lagen nach dem Skispringen auf den Plätzen zehn und elf bereits 1:11 bzw. 1:12 Minuten hinter dem führenden Riiber. Geiger ist bisher der einzige Kombinierer, der in diesem Winter einen Riiber-Sieg verhindern konnte: Der Oberstdorfer durchbrach beim Weltcup in der Ramsau die Siegesserie des Norwegers.

Der vermeintlich beste Deutsche in Val di Fiemme, Manuel Faißt auf Platz fünf, wurde noch während des Springens wegen eines nicht regelkonformen Anzugs disqualifiziert.

Die Olympiasieger Rydzek und Frenzel hatten nach dem Springen auf der "Trampolino dal Ben"-Schanze in Predazzo im Fleimstal schon Rückstände von 1:34 bzw. 1:42 Minuten. Terence Weber war mit 1:30 Minuten Rückstand gestartet, Junioren-Weltmeister Julian Schmid sammelte 2:36 Minuten Rückstand und trat im Langlaufrennen nicht mehr an.

beb | Stand: 10.01.2020, 14:18

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