Deutsche Kombinierer triumphieren doppelt

Erster Weltcupsieg für Vinzenz Geiger

Weltcup in Val di Fiemme

Deutsche Kombinierer triumphieren doppelt

Beim Weltcup in Val di Fiemme haben die deutschen Kombinierer einen souveränen Doppelsieg gefeiert. Zum ersten Mal durfte Vinzenz Geiger ganz nach oben aufs Podest steigen.

Geiger und Johannes Rydzek waren nach dem Springen als Vierter (+37 Sekunden) und Sechster (+42 Sekunden) ins 10-Kilometer-Rennen gegangen. Auf der Strecke arbeiteten die beiden DSV-Athleten perfekt zusammen und machten am Ende den Sieg unter sich aus. Dabei hatte sich Geiger das Rennen einen Tick besser eingeteilt und holte den Sieg vor seinem Teamkameraden. Rang drei ging in Abwesenheit des im Gesamtweltcup führenden Norwegers Jarl Magnus Riiber an den Japaner Akito Watabe.

Alles auf Angriff

Das Duo Geiger/Rydzek aus Oberstdorf hatte schnell zur Spitze aufgeschlossen und war zunächst in einer Vierergruppe mit Watabe und dem Führenden nach dem Springen, Franz-Josef Rehrl (Österreich), unterwegs. Nach etwa sechs Kilometern attackierten Rydzek und Geiger und rissen sofort eine Lücke. Bei der Zwischenzeit nach 7,5 km hatten sie bereits einen Vorsprung von knapp 15 Sekunden.

Kombinierer Vinzenz Geiger

Vinzenz Geiger beim Springen in Val di Fiemme

Am letzten Anstieg zündete Geiger dann den entscheidenden Turbo und ließ Rydzek keine Chance. "Erster Sieg - besser geht es nicht", freute sich Geiger im Ziel. "Heute war einfach ein perfekter Tag. Am Schluss konnte ich noch einmal alles rauskitzeln, am letzten Anstieg habe ich alles gegeben". Am Ende hatte der 21-Jährige gut sieben Sekunden Vorsprung auf Rydzek. Der hatte nur Lob übrig für seinen jungen Mannschaftskollegen: "Vinz und ich haben toll zusammengearbeitet. Der letzte Stieg von ihm war unglaublich." Am Freitag (11.01.2019) hatte Rydzek den Wettbewerb gewonnen und damit für den ersten deutschen Einzelsieg in diesem Winter gesorgt.

Sehr gute Mannschaftsbilanz

Auch das übrige deutsche Team zeigte sich gut in Form. Eric Frenzel, der 2013 an gleicher Stelle Weltmeister geworden war, lief von Rang 15 auf fünf nach vorn. Zudem schafften es Terence Weber als Neunter und Team-Olympiasieger Fabian Rießle als Zehnter in die Top 10. Manuel Faißt verlor über die zehn Kilometer noch drei Plätze und wurde am Ende 15. Grundlage für das gute Ergebnis war eine stark verbesserte Vorstellung auf der Schanze. Fünf DSV-Starter landeten am Vormittag unter den besten 15. Nur Fabian Rießle sprang als 22. etwas hinterher. Co-Trainer Ronny Ackermann resümierte: "Das war ein sehr gutes Springen von uns. Wir gehen weiter den Weg nach oben."

Thema in: B5 aktuell, 13.01.2019, 15.15 Uhr

wp/ake | Stand: 13.01.2019, 15:27

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