Russin Stupak mit Achtungszeichen - Hennig wieder stark

Julia Stupak (mi.n) mit Ebba Andersson (li.) und Jessie Diggins

Tour de Ski

Russin Stupak mit Achtungszeichen - Hennig wieder stark

Jessie Diggins bleibt bei der Tour de Ski in der Gesamtwertung vorn. Beim Verfolgungs-Rennen in Toblach musste sich die US-Amerikanerin aber einer jungen Mutter geschlagen geben.

Die Russin Julia Stupak krönte ihre starke Leistung und sicherte sich den Sieg über zehn Kilometer im klassischen Stil. Zweite wurde die Schwedin Ebba Andersson vor Diggins. Die zweite US-Amerikanerin, Rosie Brennan, verlor als Vierte 17 Sekunden. "Es war ein taktisch geprägtes Rennen. Heute vor einem Jahr wurde mein Sohn geboren. Ich bin glücklich, dass ich gewonnen habe, das ist ein kleines Geschenk für ihn", freute sich Stupak.

Ein erneut starkes Rennen lieferte Katharina Hennig ab. Sie landete auf dem achten Platz, ihre dritte Top-Ten-Platzierung bei der Tour. In der Gesamtwertung bleibt die Sächsin Neunte.

Aus einem Duo wird ein Quartett - Hennig bleibt dran

Die Startreihenfolge richtete sich diesmal nach dem Ergebnis vom Dienstag (05.01.2021), nicht nach der Gesamtwertung wie in Val Müstair. Drei Mal musste eine 3,3 Kilometer lange Runde mit einem schweren Anstieg absolviert werden. Und die beiden führenden US-Amerikanerinnen, Jessie Diggins und Rosie Brennan, sahen sich zwei starken Verfolgerinnen ausgesetzt.

Julia Stupak aus Russland und die Schwedin Ebba Andersson holten schon in der ersten Runde die gut 25 Sekunden Rückstand auf, profitierten auch von einem Sturz von Diggins. Als Quartett gingen die vier Langläuferinnen in die zweite Runde. Und die deutsche Hoffnung, Katharina Hennig? Die Deutsche lief in der geliebten Klassik-Technik ein beherztes Rennen, lag nach vier Kilometern schon auf dem siebten Platz.

Diggins greift an - Stupak hält gegen

Julia Stupak (vorn) mit Ebba Andersson (li.) und Jessie Diggins

Die Entscheidung: Julia Stupak (vorn) mit Ebba Andersson (li.) und Jessie Diggins

Auf der letzten Runde musste dann Brennan abreißen lassen, die Tour-Führende Diggins biss sich dagegen weiter fest. Und griff beim letzten Anstieg sogar noch einmal an. Die Schwedin Andersson schien aus dem Rennen, kam dann aber noch als Zweite ins Ziel. Die Russin Stupak erwies sich als die stärkste Sprinterin und sicherte sich ihren zweiten Weltcup-Sieg.

DSV-Trio kompakt ins Ziel

Deutlich nach Hennig kamen auch die anderen drei deutschen Langläuferinnen ins Ziel: Pia Fink, Julia Preußger und Antonia Fräbel landeten auf den Plätzen 32, 33 und 35.

Kurioser Unfall bei Frida Karlsson

Die Schwedin Frida Karlsson, ursprünglich als Favoritin auf den Gesamtsieg in die Tour gestartet, verlor im Massenstartrennen 52 Sekunden auf die Siegerin. Als Grund gab sie an, dass sie vor dem Rennen bei Klimmzügen im Zimmer gestürzt sei und klagte über Nackenschmerzen und einem Bluterguss am Po. Sie sei mit Schmerzmitteln gelaufen, da die Schwedinnen weder Arzt noch Physiotherapeut vor Ort hätten. Trotzdem habe sie die Schmerzen die ganze Zeit bemerkt. Auch beim Verfolgungs-Rennen wurde die 21-Jährige nur Neunte.

Die Etappen der Tour de Ski
Val Müstair (Schweiz)Freitag, 1. JanuarSprint Freistil Frauen
Sprint Freistil Männer
Samstag, 2. JanuarMassenstart Frauen, 10 km klassischer Stl
Massenstart Männer, 15 km klassischer Stil
Sonntag, 3. Januar Verfolgung Männer, 15 km freier Stil
Verfolgung Frauen, 10 km freier Stil
Toblach (Italien)Dienstag, 5. JanuarFrauen, 10 km freier Stil
Männer, 15 km freier Stil
Mittwoch, 6. JanuarVerfolgung Frauen, 10 km klassischer Stil
Verfolgung Männer, 15 km klassischer Sti
Val di Fiemme (Italien)Freitag, 8. Januar13.15 Uhr: Massenstart Männer, 15 km klassischer Stil
15.35 Uhr: Massenstart Frauen, 10 km klassischer Stil
Samstag, 9. Januar10.30 Uhr: Sprint Männer/Frauen, klassischer Stil
Sonntag, 10. Januar12.45 Uhr: Verfolgung Frauen, 10 km freier Stil
13.35 Uhr: Verfolgung Männer, 10 km freier Stil

rei | Stand: 03.01.2021, 16:40

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