Tour de Ski - Ustjugow siegt, Klaebo verliert Zeit, Bögl starker Neunter

Tour de Ski - Ustjugow (Mitte), Yakimuschkin (li.), Bolschunow (re.)

Skilanglauf, 3. Etappe der Tour de Ski

Tour de Ski - Ustjugow siegt, Klaebo verliert Zeit, Bögl starker Neunter

Russischer Dreifachsieg, ein Topfavorit, der viel Zeit verliert und eine deutsche Top-10-Platzierung. Die dritte Etappe der Tour de Ski hatte es am Mittwoch richtig in sich.

Die russischen Skilangläufer haben am Silvestertag einen Dreifachsieg bei der Tour de Ski gefeiert. Den Sieg im 15-Kilometer-Freistilrennen im Intervallstart feierte am Dienstag (31.12.2019) Sergej Ustjugow vor Ivan Jakimuschkin (+ 22,6 Sekunden) und Alexander Bolschunow (+ 29,0 Sekunden). Ustjugow, der bereits den Massenstart zum Auftakt gewonnen hatte, benötigte für die 15 Kilometer 31:02,5 Minuten.

Klaebo verliert 1:11 Minuten

Tour de Ski - Johannes Klaebo (Norwegen) enttäuscht

Johannes Klaebo (Norwegen) enttäuscht

Tour-de-Ski-Topfavorit Johannes Hoesflot Klaebo erwischte dagegen keinen guten Tag. Der Norweger konnte den Rückstand auf Ustjugow nur bis etwa zur Hälfte des Rennens in Grenzen halten. Nach 7,1 Kilometern lag er 21,9 Sekunden hinter dem Russen. Auf den letzten Kilometern verlor er noch einmal richtig Zeit und kam als 17. mit einem Rückstand von 1:11,4 Minuten auf den Tagessieger ins Ziel. Klaebo verlor auch die Gesamtführung an Ustjugow und liegt vor dem 15-Kilometer-Verfolgungsrennen am Donnerstag (1.1.2020) 37 Sekunden hinter Zweifach-Weltmeister Usjugow. Platz zwei belegt Bolschunow mit 27 Sekunden Rückstand auf den Spitzenreiter.

Lucas Bögl starker Neunter - "War ein Traum heute"

Tour de Ski - Lucas Bögl

Lucas Bögl feierte in Toblach den größten Einzel-Erfolg seiner Karriere.

Von den deutschen Startern zeigte Lucas Bögl ein starkes Rennen. Der 29-Jährige vom SC Gaißach wurde mit 42,6 Sekunden Rückstand auf Ustjugow Neunter und feierte das erste Top-10-Einzelergebnis seiner Karriere. Auf Rang drei fehlten Bögl dabei nur 13 Sekunden. Nach dem Rennen sagte er im ZDF: "Ich konnte profitieren von einem Russen, bei dem ich im Windschatten mitgehen konnte" und freute sich: "Es war ein Traum heute. Das waren Traumbedingungen. Und dann so ein Rennen machen, das war ein perfekter Abschluss für 2019. Das Beste kommt im Jahr zum Schluss."

Lob bekam Bögl von Bundestrainer Peter Schlickenrieder: "Das beste Ergebnis seiner Karriere. Darauf lässt sich aufbauen. Die Leistung kommt nicht überraschend. Er ist hat ein gutes Trainingsjahr hinter sich. Wie die Renngestaltung war, wie er den Windschatten genutzt hat. Das war schon sehr gut."

Andere DSV-Starter jenseits der Top 30 - "Macht uns Sorgen"

Weit abgeschlagen dagegen die anderen deutschen Starter: Florian Notz wurde 33., Janosch Brugger, Sebastian Eisenlauer und Jonas Dobler kamen auf die Ränge 37 bis 39 im Feld der 77 Starter. Alle hatten mehr als 1:40 Minuten Rückstand auf die Spitze. Schlickenrieder dsazu kritisch im ZDF: "Das macht uns Sorgen, dass das Gesamtteam nicht ganz so weit nach vorn kam. Florian Notz und Sebastian Eisenlauer sind eigentlich auch Top-10-Läufer. Auch Janosch Brugger hat das Potenzial, weiter nach vorn zu laufen."

dh | Stand: 31.12.2019, 13:38

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