Tour-de-Ski-Favorit Klaebo weist Glückwünsche zurück

Johannes Hoesflot Klaebo

Norweger Klaebo und Johaug laufen Tour-Gesamtsieg entgegen

Tour-de-Ski-Favorit Klaebo weist Glückwünsche zurück

Ist Johannes Hoesflot Klaebo in den restlichen fünf Tour-de-Ski-Etappen noch zu schlagen? Das wird schwer. Bei den Frauen geht es knapper zu. Und die Deutschen? Die hoffen auf Achtungserfolge.

Bei der Tour de Ski droht im Männer-Wettbewerb auf den restlichen fünf Etappen Langeweile – zumindest, was den Gesamtsieg anbelangt. Seit Sonntag (29.12.2019) führt Johannes Hoesflot Klaebo. Und es ist eher unwahrscheinlich, dass sich der Norweger seinen zweiten Tour-Sieg in Serie noch nehmen lässt: Der dreifache Weltmeister und dreifache Olympiasieger stand bei 60 Weltcupstarts 41 Mal auf dem Podest, gewann davon 31. Und er geht als Top-Favorit in das 15-Kilometer-Intervallstartrennen am Dienstag (31.12.219) im italienischen Toblach.

Favorit Klaebo: "Es ist noch zu früh"

Vorzeitige Glückwünsche weist der Sprint-Spezialist aber noch zurück. "Es ist zu früh", sagte Klaebo dem norwegischen TV-Sender NRK. "Für mich wird es wichtig, mich auf diesen Dienstag zu konzentrieren und nicht noch ein paar Sekunden zu verlieren." Klaebo führt das Klassement mit 32 Sekunden Vorsprung auf den Russen Alexander Bolschunow an.

Favoritin Johaug: "Es sind noch viele Rennen"

Theres Johaug

Therese Johaug: "Viele gute Athletinnen"

Bei den Frauen musste sich Topfavoritin Therese Johaug am Sonntag (29.12.2019) in Lenzerheide im ungeliebten Sprint bereits in den Viertelfinals geschlagen geben. Sie hat im Gesamtklassement fünf Sekunden Rückstand auf Spitzenreiterin Natalia Neprjajewa aus Russland. Die Top 5 bei den Frauen liegen innerhalb von 16 Sekunden, weshalb Johaug auch einen engen Kampf um den Gesamtsieg prophezeit: "Es sind noch viele Rennen und viele gute Athletinnen. Ich denke, Heidi Weng, Ingvild Flugstad Östberg oder Jessica Diggins können gewinnen", sagte Johaug am Sonntag (29.12.2019) in der ARD.

Bundestrainer Schlickenrieder: "Fehlt an Grundsätzlichem"

Die deutschen Skilangläufer zählen nicht dazu. Nach dem schwachen Abschneiden von Lenzerheide mit nur zwei Viertelfinal-Teilnahmen im Sprint kritisierte Bundestrainer Peter Schlickenrieder: "Da fehlt es an Selbstsicherheit. Da fehlt es an grundsätzlichen Dingen. Das Krafttraining hat deutlich an Stellenwert zugenommen. Da hat man in Deutschland den Trend verschlafen. Wir haben letztes Jahr begonnen, das zu ändern. Es braucht aber zwei, drei Jahre, bis man das umsetzen kann." Vielleicht gelingt den Deutschen am Dienstag in Toblach aber zumindest ein Achtungserfolg. So, wie Mitte Dezember in Davos, als Jonas Dobler als Zehnter und Victoria Carl als 14. überzeugen konnten.

Tour de Ski - die Stimmen zum Langlauf-Sprint der Frauen Sportschau 29.12.2019 03:37 Min. Verfügbar bis 29.12.2020 Das Erste

Dirk Hofmeister (mit dpa) | Stand: 30.12.2019, 16:47

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Langlauf | Weltcupstand Damen

NameP
1.Therese Johaug2508
2.Heidi Weng1697
3.Natalia Neprjajewa1356
4.Astrid Jacobsen1289
5.Ingvild Flugstad Östberg1110

Langlauf | Weltcupstand Herren

NameP
1.Alexander Bolschunow2221
2.Johannes Hoesflot Klaebo1726
3.Paal Golberg1311
4.Simen Hegstad Krüger1260
5.Sjur Röthe1257
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