Dreifachsieg im Männersprint für Norwegen - Verwirrung um Eisenlauer

Nordische Ski-WM - die klassischen Sprints in der Zusammenfassung Sportschau 25.02.2021 29:32 Min. Verfügbar bis 25.02.2022 Das Erste

Sprint-Finals

Dreifachsieg im Männersprint für Norwegen - Verwirrung um Eisenlauer

Norwegen, wer sonst?! Die Skandinavier haben bei der ersten Langlauf-Entscheidung der Männer in Oberstdorf den kompletten Medaillensatz abgeräumt.

Johannes Hoesflot Kläbo verteidigte als erster Langläufer überhaupt seinen Weltmeistertitel im Sprint erfolgreich. Der überragende Norweger gewann das 1,5 Kilometer lange WM-Rennen in der klassischen Technik am Donnerstag (25.02.2021) vor seinen Teamkollegen Erik Valnes und Haavard Solaas Taugboel.

Kläbo spielte in allen Läufen förmlich mit der Konkurrenz, gewann den Prolog, das Viertelfinale und auch das Halbfinale. Im Finale hielt er sich bis zum letzten Anstieg zurück, danach ließ er der Konkurrenz mit gewaltigen Doppelstock-Schüben keinerlei Chance. Für den 24 Jahre alten Olympiasieger, der vor zwei Jahren in Seefeld im freien Stil gesiegt hatte, war es der insgesamt vierte WM-Titel.

Brugger im Viertelfinale chancenlos

Janosch Brugger aus Deutschland in Aktion in der Qualifikation

Janosch Brugger musste im Viertelfinale die Segel streichen.

Aus dem deutschen Team hatte es nur Janosch Brugger (Titisee-Neustadt) in die Finals der besten 30. geschafft. Dort war für ihn aber schon im Viertelfinale Schluss. Am Ende stand Platz 29 zu Buche. "Mir hat es an der Fahrt in der Abfahrt gefehlt. Das ist sehr bitter", sagte Brugger, blickte aber sofort nach vorn: "Im Teamsprint werde ich gemeinsam mit Sebastian Eisenlauer zeigen, was wir wirklich im Köcher haben."

Janosch Brugger: "Das schmerzt schon ein bisschen" Sportschau 25.02.2021 01:54 Min. Verfügbar bis 25.02.2022 Das Erste

Qualifikation: Verwirrung um Zeit von Eisenlauer

Jener Eisenlauer (Sonthofen) schaffte es nicht ins Feld der besten 30, wird den Tag aber dennoch nicht vergessen. Der Allgäuer ging durch ein Wechselbad der Gefühle. Als der Lokalmatdor im Prolog nach 1,5 Kilometern ins Ziel dampfte, tauchte plötzlich Platz zwei auf auf der Anzeigetafel auf. Nur knapp drei Sekunden langsamer als der überragende Klaebo. Was für eine Sensation!

Nordische Ski-WM - die Analyse der Klassik-Sprints Sportschau 25.02.2021 03:47 Min. Verfügbar bis 25.02.2022 Das Erste

Eisenlauer: "Es wäre zu schön, um wahr zu sein".

Der deutsche Langläufer Sebastian Eisenlauer

Sebastian Eisenlauer war im Prolog Opfer der Messtechnik.

Eisenlauer ahnte schnell, dass da etwas nicht stimmen konnte: "Ich war sicher, dass ein Fehler drin sein muss. Es wäre zu schön, um wahr zu sein." Er hätte sich gefreut, wenn er nur um vier Sekunden weniger nach hinten korrigiert worden wäre, nahm es aber sportlich: "Es geht ein bisschen das Vertrauen verloren in das Endergebnis, das sie hier veröffentlichen, aber die Verantwortlichen wissen schon, was sie machen".

Er hoffe, die Zeit sei nicht gewürfelt, sondern "hergerechnet" worden. Die Zeit sei aber in einem Umfeld, in dem er sich im Sprint in diesem Jahr öfter bewegt habe. "Somit ist dieses Ergebnis deutlich glaubwürdiger als die erste Zeit." Eisenlauer war als 37. mit 15,57 Sekunden Rückstand aus den Qualifikationsplätzen herausgefallen.

Peter Schlickenrieder: "Wir haben noch keine Favoriten im Team" Sportschau 25.02.2021 02:53 Min. Verfügbar bis 25.02.2022 Das Erste

Auch Anian Sossau (38.) und Thomas Bing (49.) scheiterten in der Qualifikation.

sst | Stand: 25.02.2021, 13:20

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