Langlauf: Nach Norwegen verlassen auch Schweden und Finnland den Weltcup

Langlaufstadion in Ruka

Angst vor Corona

Langlauf: Nach Norwegen verlassen auch Schweden und Finnland den Weltcup

Nach Norwegen ziehen auch Schweden und Finnland ihre Teilnahme an den Weltcup-Rennen im Skilanglauf in Davos und Dresden zurück. Die Sportler fürchten, mit dem Coronavirus infiziert zu werden.

Damit bleiben drei der erfolgreichsten Skinationen den Wettbewerben fern. Der Arzt der schwedischen Mannschaft sagte am Mittwoch laut einer Mitteilung des Schwedischen Skiverbandes, man könne zurzeit keine sichere Hin- und Rückreise von und nach Dresden und Davos garantieren. "Wenn etwas schief geht, kann die Krankheit möglicherweise schwerwiegende Folgen für die infizierte Person haben. Keiner von uns ist bereit, dieses Risiko einzugehen", so Per Andersson.

"Unterschiedliche Einstellungen zum Coronavirus"

Die Ärztin für das finnische Olympische Komittee bedauerte, dass der Infektionsschutz beim Rennen in Ruka am vergangenen Wochenende nicht optimal gelaufen sei. "Leider haben wir in Ruka festgestellt, dass die Menschen eine sehr unterschiedliche Einstellung zum Coronavirus haben", sagte Maarit Valtonen laut einer Mitteilung. Die Organisatoren hätten versucht, die Sportler in einer Blase zu halten. Das sei aber wegen des unterschiedlichen Verständnisses und Engagements der Teilnehmer nicht geglückt. 

Teilnahme an Tour de Ski bleibt offen

Valtonen betonte, dass die Zusammenarbeit zwischen dem Internationalen Skiverband (FIS) und den verschiedenen Ländern wichtig sei, damit trotz der Pandemiesituation internationale Wettbewerbe organisiert werden können. Weder der finnische noch der schwedische oder der norwegische Skiverband haben bisher entschieden, ob ihre Teams im Januar 2021 bei der Tour de Ski in der Schweiz und Italien antreten werden.

Anders als die skandinavischen Top-Nationen wird das deutsche Langlauf-Team den Weltcup in Davos in Angriff nehmen. "Vollgas! Wer weiß, wie viele Weltcups es gibt", sagte Teamchef Peter Schlickenrieder. "Wir werden alle Startplätze besetzen. Wir haben ein gutes Konzept und sind gut aufgestellt."

Der Deutsche Skiverband (DSV) habe bereits im Sommer zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um die spezielle Corona-Lage teamintern zu meistern. "Es ist ein riesiger Aufwand. Es ist aber unsere Mentalität, das gut zu organisieren", sagte der Coach.

wp/dpa | Stand: 02.12.2020, 14:03

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