IOC verliert vor Schweizer Gericht - 28 russische Sportler freigesprochen

Eine Hinweistafel auf eine Dopingkontrollstation

Nach russischem Staatsdoping in Sotschi 2014

IOC verliert vor Schweizer Gericht - 28 russische Sportler freigesprochen

Empfindliche Niederlage des Internationale Olympische Komitees vor einem Schweizer Gericht. Das IOC hatte Einspruch gegen den Freispruch von 28 Russen eingelegt. Dieser wurde nun abgewiesen.

Einspruch zurückgewiesen: Im Skandal um russisches Staatsdoping hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) eine Niederlage einstecken müssen. Ein Schweizer Bundesgericht wies jetzt einen Einspruch des IOC gegen eine Entscheidung des Internationalen Sportgerichts CAS ab, das den russischen Langläufer Alexander Legkow und 27 weitere russische Sportler freigesprochen hatte.

IOC-Sperren nach russischem Staatsdoping

Durch die Entscheidung des Schweizer Gerichtes von Freitag (18.01.2019) gehen die 28 russischen Sportler jetzt endgültig straffrei aus. Das IOC hatte Legkow wegen seiner Verstrickung in das russische Staatsdoping um die Winterspiele 2014 zunächst seine 50-Kilometer-Goldmedaille von Sotschi aberkannt und ihn lebenslang gesperrt. Neben Legkow wurden 38 weitere russische Sotschi-Teilnehmer gesperrt. Der CAS gab wenig später allerdings den Einsprüchen von 28 Athleten - Legkow war darunter der prominenteste - gegen die verhängten Maßnahmen statt.

CAS: Mangel an Beweisen

Die Sportjuristen des CAS begründeten die Entscheidung von Februar 2018 damit, das IOC hätte nicht ausreichend Beweise für die Verstrickung der Sportler in das Staatsdoping vorgelegt.

IOC: Keine weiteren Rechtsmittel

Die Gründe für die Entscheidung des Schweizer Bundesgerichts von Freitag (18.01.2019), den IOC-Einspruch zurückzuweisen,wurden noch nicht bekannt gegeben. Da die Fälle ähnlich sind, will das IOC in den verbleibenden 27 Fällen zunächst keine Rechtsmittel einlegen. "Das IOC behält sich jedoch das Recht vor, diese Fälle erneut zu eröffnen, falls neue Beweise vorliegen", hieß es in der Mitteilung.

dh/dpa/sid | Stand: 19.01.2019, 09:07

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