Dopingsünder Max Hauke in Innsbruck vor Gericht

Max Hauke

Operation Aderlass

Dopingsünder Max Hauke in Innsbruck vor Gericht

Der bei der "Operation Aderlass" auf frischer Tat ertappte ehemalige Ski-Langläufer Max Hauke muss sich ab Mittwoch in Innsbruck vor Gericht verantworten. Dem Österreicher droht bei einer Verurteilung eine Freiheitsstrafe.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 27-Jährigen gewerbsmäßigen schweren Betrug vor, weil er zwischen der Saison 2015/2016 und Februar 2019 die Anti-Doping-Richtlinien nicht eingehalten haben soll. In dieser Zeit soll er unrechtmäßig Preis- und Sponsorengelder von mehr als 50.000 Euro erhalten haben.

Eigenblutspritze im Arm

Hauke, dem bei einer Verurteilung eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren droht, war bei der Nordischen Ski-WM in Seefeld Ende Februar gemeinsam mit seinem Kollegen Dominic Baldauf wegen Dopingverdachts kurzfristig festgenommen worden. Der 27-Jährige soll von dem Erfurter Sportmediziner Mark S. und dessen Helfern beim Blutdoping unterstützt worden sein. Hauke wurde bei der Razzia in Seefeld auf frischer Tat bei der Rückführung von Eigenblut ertappt.

Geständnis umfasst Zeitraum von drei Jahren

Hauke und Baldauf hatten in den Tagen nach der Festnahme sowohl bei der Staatsanwaltschaft als auch in Interviews Geständnisse abgelegt. Die Österreichische Anti-Doping Rechtskommission (ÖADR) hat beide inzwischen für vier Jahre gesperrt. Laut ÖADR hat Hauke von April 2016 bis Februar 2019 in unregelmäßigen Abständen Eigenblutdoping betrieben.

Johannes Dürr: „Sportfans erleben eine Illusion“ Sportschau 17.01.2019 15:48 Min. Verfügbar bis 17.01.2020 Das Erste

dpa | Stand: 24.10.2019, 10:12

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