DSV-Langlauf-Team kämpft um Olympia-Plätze

Langlauf-Ski

Weltcup in Engadin

DSV-Langlauf-Team kämpft um Olympia-Plätze

Am Wochenende stehen in Engadin für das deutsche Langlauf-Team die letzten Distanzrennen der Saison auf dem Programm. Dabei gehen elf Deutsche an den Start und versuchen, sich für die schwache WM zu rehabilitieren.

Dabei nahm Bundestrainer Peter Schlickenrieder ausdrücklich Laura Gimmler aus der Kritik aus. Mit zwei zehnten Plätzen sowohl im Sprint als auch erstmalig über die 30 Kilometer habe die Oberstdorferin ihre besten Platzierungen abliefern können. "Das gibt uns Hoffnung", so Schlickenrieder. Gimmler zehrt noch von den starken Ergebnissen bei der WM, hat sich mit jeweils nur einer lockeren Trainingseinheit pro Tag erholt. "Ansonsten standen viel essen und schlafen an. So kann das neue Distanz-Wochenende wieder kommen", so die 27-Jährige.

Dobler will in die Top 15

Auch die als deutsche WM-Hoffnung nach Oberstdorf gefahrene und dort schwer enttäuschte Katharina Hennig brennt auf Wiedergutmachung. Dabei kommt der Sächsin sicher auch entgegen, dass die 30 Kilometer (Verfolgung) diesmal im freien Stil gelaufen werden. Bei den Männern hat sich Jonas Dobler für den 50-Kilometer-Kanten auf der berühmten Engadiner Strecke einen Top-15-Platz vorgenommen. Voraussetzung ist aber ein gutes Ergebnis am Samstag (13.03.2021) über 15 Kilometer im klassischen Stil. "Es wird sehr wichtig sein, den Massenstart mit möglichst wenig Zeitrückstand zu absolvieren. Man nimmt diesen Zeitrückstand ja mit in das 50-Kilometer-Jagdrennen", so Dobler.

Quoten-Plätze für Peking winken

Bundestrainer Schlickenrieder gab für Engadin als Zielstellung aus: "Nochmal alles geben und schauen, was möglich ist. In der Nationenwertung noch um einen Platz von sechs auf fünf zu verbessern. Das würde uns mehr Quotenstartplätze bei den nächsten Olympischen Spielen in Peking garantieren."

Testwirrwarr im Engadin

Unmittelbar vor dem Langlauf-Weltcup in Engadin ist ein Mitglied der US-Delegation positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dies teilte der Ski-Weltverband FIS mit. Obwohl die Person asymptomatisch ist und zwei weitere PCR-Tests ein negatives Ergebnis brachten, musste sich die nicht namentlich genannte Person umgehend in Isolation begeben. Auch eine enge Kontaktperson befindet sich in Quarantäne. Das US-Team bleibe in engem Austausch mit den örtlichen Gesundheitsbehörden, hieß es von der FIS

Zeitplan

  • Samstag, 11.40 Uhr: Männer, 15 km C Massenstart
  • Samstag, 15.30 Uhr: Frauen, 10 km C Massenstart
  • Sonntag, 8.15 Uhr: Frauen, 30 km F Verfolgung
  • Sonntag, 10.35 Uhr: Männer, 50 km F Verfolgung

Das deutsche Aufgebot

Frauen

  • Victoria Carl (SC Motor Zella-Mehlis)
  • Pia Fink (SV Bremelau)
  • Laura Gimmler (SC 1906 Oberstdorf)
  • Katharina Hennig (WSC Erzgebirge Oberwiesenthal)
  • Sofie Krehl (SC 1906 Oberstdorf)
  • Julia Preußger (WSC Erzgebirge Oberwiesenthal)

Herren

  • Lucas Bögl (SC Gaißach)
  • Janosch Brugger (WSG Schluchsee)
  • Jonas Dobler (SC Traunstein e.V.)
  • Sebastian Eisenlauer (SC Sonthofen)
  • Florian Notz (TSV/SZ Böhringen Römerstein)

red/pm | Stand: 12.03.2021, 09:37

Darstellung: