Langläuferin Carl muss vier bis sechs Wochen pausieren

Langläuferin Victoria Karl

Winter Short

Langläuferin Carl muss vier bis sechs Wochen pausieren

Die deutsche Langläuferin Victoria Carl hat sich einen zweifachen Außenbandriss im rechten Fuß zugezogen und wird damit die Tour de Ski verpassen.

Laut des Deutschen Skiverbands (DSV) wird Carl konservativ behandelt. Ins Training kann die 25-Jährige erst in vier bis sechs Wochen wieder einsteigen. Die Tour de Ski beginnt am 1. Januar und dürfte damit deutlich zu früh für Carl kommen.

Die Langläuferin war vergangenes Wochenende in Ruka gestürzt, nachdem ihr eine Athletin über den Ski gefahren war. "Bis zu unserem Saison-Höhepunkt, den Weltmeisterschaften in Oberstdorf, sind es glücklicherweise noch über zwei Monate. Das stimmt mich zuversichtlich", sagte Carl.

Doch keine Fans in Autos: Skiflug-WM in Planica wohl ohne Publikum

Die Skiflug-WM im slowenischen Planica soll coronabedingt doch ohne Zuschauer stattfinden. Dies sagte Fis-Rennleiter Sandro Pertile am Mittwochabend in einer Video-Pressekonferenz im russischen Nischni Tagil. "Momentan ist der Plan ohne Zuschauer im Stadion. Das ist schade, weil ich die Idee der Slowenen sehr schön fand", sagte der Italiener. Die Organisatoren in Planica hatten ursprünglich überlegt, den Fans Zutritt zur riesigen Skiflugschanze zu gewähren, indem sie in ihren Autos im Auslauf parken. Die Situation in dem Land sei noch "schwierig", ergänzte Pertile.

Wettbewerbe in China abgesagt

Die Slowenin Ilka Stuhec im Februar in Garmisch-Partenkirchen.

Die alpinen Skirennfahrer, Skispringer, Nordischen Kombinierer und Langläufer haben im Jahr vor den Olympischen Spielen in Peking coronabedingt ihre Wettbewerbe in China abgesagt. Über diese Entscheidung informierte am Mittwoch der Weltverband Fis. Grund dafür seien die Corona-Vorgaben der chinesischen Behörden, die eine verpflichtende 14-tägige Quarantäne für alle Teilnehmer vorsehen. Mit diesen Bestimmungen könnte die Fis die weiteren Weltcup-Kalender nicht einhalten.

Konkret betroffen sind die Alpin-Rennen in Yanqing (27./28. Februar), der Skisprung-Weltcup (12.-14. Februar), die Wettbewerbe der Kombinierer (13./14. Februar) sowie die Rennen der Langläufer (19. bis 21. März), die allesamt in Peking geplant waren. Im Langlauf hätte die China-Reise nach ursprünglicher Planung sogar das Saisonfinale bedeutet. Ob und wie die Wettbewerbe ersetzt werden, ließ die Fis am Mittwoch offen.

Stärkste Nation fehlt: Langlauf-Weltcup vorerst ohne Norweger

Emil Iversen und Johannes Hoesflot Klaebo aud Norwegen

Der norwegische Skiverband hat angesichts der Corona-Pandemie entschieden, das norwegische Langlaufteam nicht zu den nächsten Weltcup-Rennen nach Davos und Dresden zu schicken. Wie der Verband am Dienstag mitteilte, sei auch die Teilnahme an der Tour de Ski in der Schweiz und Italien im Januar unsicher. "Unser Hauptziel in dieser Skisaison ist die WM in Oberstdorf", sagte Langlaufmanager Espen Bjervig. Norwegen ist die stärkste Nation im Skilanglauf. Am Montag hatten der dreifache Langlauf-Olympiasieger Johannes Kläbo und sein Kollege Emil Iversen angekündigt, bis zum Jahresende nicht an Wettkämpfen im Ausland teilzunehmen. Hintergrund sind schlechte Erfahrungen vom Weltcup am vergangenen Wochenende im finnischen Ruka.

Manager Bjervig sagte laut Mitteilung, dass das Risiko einer Infektion mit Covid-19 bei der Teilnahme an Weltcup-Rennen tatsächlich bestehe. "Zusätzlich zum Risiko des Reisens haben wir festgestellt, dass es schwieriger ist, Abstand zu halten und engen Kontakt in der Weltcup-Arena zu vermeiden, als wir zunächst angenommen hatten. Die Lunge ist das Werkzeug der Ausdauersportler, und wir kennen die Nachwirkungen von Covid-19 nicht. Deshalb müssen wir Vorsichtsmaßnahmen treffen", sagte Bjervig.

Sollte sich die Infektionssituation ändern, sei eine Teilnahme an der Tour de Ski im Bereich des Möglichen. In Ruka hatten die norwegischen Sportlerinnen und Sportler fünf von sechs Wettkämpfen gewonnen.

Snowboard-Parallel-Events in Piancavallo abgesagt

Die FIS hat die Parallel-Events der Snowboarder, die für den 14. und 15. März im italienischen Piancavallo angesetzt waren, abgesagt. Wegen der Corona-Pandemie sei nicht absehbar, wann und ob das Skigebiet überhaupt öffnen könne.

Vierschanzentournee auch in Oberstdorf ohne Zuschauer

Die Oberstdorfer Schanze

Die Oberstdorfer Schanze

Die Vierschanzentournee der Skispringer findet erstmals in ihrer 68-jährigen Geschichte vor leeren Rängen statt. Auch das Organisationskomitee für das Auftaktspringen in Oberstdorf gab bekannt, dass keine Fans zugelassen sein werden. Oberstdorf hatte ursprünglich mit 2.500 Zuschauern pro Veranstaltungstag geplant. Bereits vor Wochen hatten auch Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen ihren Verzicht auf Zuschauer bekannt gegeben.

"Es tut uns in der Seele weh, aber wir müssen jetzt die Reißleine ziehen und schweren Herzens auf Zuschauer verzichten", erklärte Peter Kruijer, der Vorsitzende des Skiclubs Oberstdorf und Präsident des Auftaktspringens. Spätestens nach den jüngsten Lockdown-Verschärfungen für Bayern mit einem generellen Zuschauerverbot für Profisportveranstaltungen bis mindestens 20. Dezember hatte das Organisationskomitee keine Chance mehr. Die Nachfrage nach den Tickets im Vorverkauf war riesig, die 2.500 Karten für den Wettkampftag waren innerhalb einer Stunde vergriffen.

red/sid/dpa | Stand: 02.12.2020, 17:26

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