"Klassentreffen" im Wintersport-Mekka Lahti

Die Schanzen in Lahti

Skiadler, Kombinierer und Langläufer in Aktion

"Klassentreffen" im Wintersport-Mekka Lahti

Die Skispringer, Kombinierer und Langläufer freuen sich auf das Weltcup-Wochenende in Lahti. In der finnischen Wintersportstadt, die derzeit auch über nur wenig Naturschnee verfügt, finden gleich drei Wettkämpfe von der Großschanze, zwei Weltcups der Kombinier und je ein Einzel und Staffel-Rennen der Langläuferinnen und Langläufer statt.

Die Ski-Adler haben sehr gute Erinnerungen an die alte Schanze in Lahti. Bei der WM 2017 holten die Deutschen drei Einzelmedaillen, Andreas Wellinger zwei Mal Silber und Markus Eisenbichler Bronze.

Wellinger wird von zu Hause aus die Daumen drücken, Eisenbichler ist in Lahti dabei. "Die Athleten haben in der Woche zwei Krafttrainings absolviert, wir sind mit der gleichen Mannschaft am Start", sagte Bundestrainer Stefan Horngacher, dessen Athleten zuletzt in Rasnov vier Podestplätze belegt hatten.

Stefan Kraft und Karl Geiger

Das große Duell: Stefan Kraft und Karl Geiger

Heißt, Karl Geiger, Stephan Leyhe, Markus Eisenbichler, Severin Freund, Pius Paschke und Constantin Schmid gehen über den Bakken. Karl Geiger, der in Rumänien Erster und Zweiter war, kennt die Tücken der Schanze in Lahti genau. "Sie ist ein bisschen eigen: Sie hat einen scharfen Radius und doch einen ziemlich langen Tisch - irgendwie hat die was", erklärte Geiger, der 118 Punkte hinter dem Österreicher Stefan Kraft auf zweiten Platz im Gesamtweltcup liegt.

Kombinierer brauchen gute Sprünge

Die Kombinierer hoffen diesmal auf das Treppchen zu kommen. Zuletzt in Trondheim waren die übermächtigen Norweger einfach nicht zu schlagen. Dafür muss es auf der Großschanze von Lahti einfach besser klappen. Bundestrainer  Hermann Weinbuch sah zuletzt wieder eine leichte Steigerung: "Wir sind am zweiten Tag wesentlich besser gesprungen als zuletzt, und ich hoffe, dass wir das in Lahti fortsetzen können."

Eric Frenzel

Eric Frenzel hofft auf den Top-Sprung

Weinbuch erwartet wegen der Schnee-Armut in Lahti eine extrem schwere Langlaufstrecke, mit dem extrem langen Anstieg links der Schanze. Ziel bleibt ein Podestplatz. Leicht aufwärts ging es zuletzt in Trondheim auch für Eric Frenzel, der nach dreiwöchiger Wettkampfpause mit den Plätzen fünf und neun durchaus auf sich aufmerksam machte. Sein Ziel: Bis zum Saisonende von Sprung zu Sprung steigern, um noch einmal auf das Podest zu kommen. Ob es in Lahti bereits klappt, hängt sicher von seiner Leistung auf der Schanze ab.

 Langläufer mit allen Topleuten dabei

Die Skliangläufer schicken ihr aktuell bestes Team nach Lahti und Drammen. "Nominiert sind alle, die eine volle oder Teil-Qualifikation für eine WM hätten, sowie die ein oder andere modifizierte Entscheidung für die Absicherung der Staffel-Bewerbe", sagte Bundestrainer Peter Schlickenrieder. Einzig Thomas Wick fokussiert sich auf den Weltcup in Oslo, auf die lange Strecke. Ein Höhepunkt von Lahti werden sicher die Staffelrennen sein, wo sich die deutschen Teams zumindest eine kleine Chance auf das Podest ausrechnen. In Drammen gibt es am kommenden Mittwoch (04.03.2020) noch Sprintrennen.

Ein Thema in Sportschau, 28.02.2020, 17:45 Uhr

Stand: 27.02.2020, 12:42

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