Julia Taubitz "testet" Olympia-Bahn, Skispringen ohne Fans

Wintersport kompakt

Julia Taubitz "testet" Olympia-Bahn, Skispringen ohne Fans

+++ Rodlerin Julia Taubitz prüft in Peking die Olympia-Bahn +++ Geisterkulisse beim Skispringen in Titisee-Neustadt +++ Langlauf-Star Klaebo "zwingt" Freundin in Quarantäne +++

Rodlerin Julia Taubitz homologiert in Peking die Olympia-Bahn

Als einzige Deutsche testet die Rodel-Gesamtweltcupsiegerin Julia Taubitz in diesen Tagen die neue Olympiabahn in Peking auf Herz und Nieren. Fünf internationale Top-Athleten und Trainer sind vom Weltverband eingeladen und geben danach ihr Urteil ab, damit die Bahn entsprechend nachjustiert werden kann. Das ist ein übliches Prozedere vor Olympischen Spielen und quasi das TÜV-Zertifikat, erklärt Bundestrainer Norbert Loch auf Anfrage von sportschau.de.

"Julia ist sehr zufrieden", berichtet Loch, der auf die Reise verzichtete, weil er "den Laden hier am Laufen halten möchte". Stattdessen ist Lochs Co-Trainer Torsten Görlitzer mit nach China gereist. In Peking sollen vom 4. bis 20. Februar 2022 die Olympischen Spiele stattfinden.

Keine Zuschauer beim Skispringen in Titisee-Neustadt

Leere Schanze in Titisee-Neustadt

Es dürfte sich ein bisschen wie Training anfühlen, wenn die Skispringer Anfang Januar ins leere Tal segeln.

Bei den Skisprung-Weltcups der Damen und Herren in Titisee-Neustadt bleiben die Tore für die Zuschauer geschlossen. "Die momentane Corona-Situation lässt leider keine andere Vorgehensweise zu", teilten die Veranstalter am Freitag mit. Die Männer sind vom 8. bis zum 10. Januar 2021 an der Hochfirstschanze gefordert. Für Karl Geiger, Markus Eisenbichler und ihre Teamkollegen ist es der erste Weltcup nach der Vierschanzentournee. Der Weltcup der Frauen soll vom 29. bis zum 31. Januar stattfinden.

Langlauf-Star Klaebo "zwingt" Freundin in Quarantäne

Langlauf-Olympiasieger Johannes Klaebo "nötigt" seine Freundin aus Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus in Quarantäne. "Es ist traurig, das so zu sagen, aber sie ist gezwungen so zu leben wie ich", sagte der 24-Jährige der norwegischen Tageszeitung Verdens Gang.

Seine Freundin gehe nicht mehr zur Uni und absolviere ihre Kurse ausnahmslos digital, um ihn nicht zu gefährden. Falls sie doch einmal Freunde treffe, müsse sie für ein paar "Sicherungstage" zu ihrer Familie, um zu beobachten, ob sie Symptome entwickelt. "Dieses Risiko kann ich nicht eingehen", sagte Klaebo. Es tue ihm weh, Pernille in diese Lage zu bringen: "Aber ich glaube, dass ich das so machen muss."

Klaebo hat aktuell keinen physischer Kontakt zu Freunden und keine Behandlungen durch Physiotherapeuten. Die kommende Weltcup-Saison mit dem Start im finnischen Ruka Ende November werde "anstrengend", sagte Klaebo: "Für mich, für den Verband, für die Familien zu Hause. Denn wir werden in einer ewigen Quarantäne leben."

Johannes Hoesflot Klabo

Johannes Hoesflot Klaebo lebt völlig isoliert.

Taubitz testet

red/sid/dpa | Stand: 30.10.2020, 13:30

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