Besetzung für erste Biathlon-Staffel steht

Denise Hermann und Maren Hammerschmidt in der Weltcup-Saison 2019/20 in Oberhof.

Kurzmeldungen

Besetzung für erste Biathlon-Staffel steht

Die deutschen Biathletinnen starten in Bestbesetzung in das erste Staffelrennen des Jahres. Außerdem wird der Ruf nach einem Boykott der Olympischen Spiele in China laut - und im Rodeln steht der Ort des Weltcupfinales fest.

Mit Denise Herrmann als Schlussläuferin starten die deutschen Biathletinnen in den ersten Staffel-Weltcup der Saison. Vanessa Hinz wird das DSV-Quartett beim Rennen über 4x6 km am Samstag (15.15 Uhr im Stream bei sportschau.de und im Ticker) in Kontiolahti anführen. Zudem sind wie erwartet Franziska Preuß und Maren Hammerschmidt nominiert.

Den letzten deutschen Staffel-Erfolg bei den Frauen hatte es am 8. Februar 2019 in Canmore gegeben. Im vergangenen Winter war das DSV-Team bei der WM in Antholz zu Silber gelaufen. Zudem gab es einen dritten Platz in Nove Mesto. Überragende Staffel der Saison 2019/2020 war Norwegen: Die Mannschaft um Tiril Eckhoff und Marte Olsbu Röiseland triumphierte in allen sechs Rennen. Norwegen gehört auch am Samstag zu den Favoritinnen. Die besten Siegchancen dürften aber die aktuell überragenden Schwedinnen um Hanna Öberg haben.

Politiker bringen Boykott der Winterspiele ins Spiel

Thomas Bach präsentiert eine Karte mit der Aufschrift "Beijing 2022".

Einflussreiche Europa-Politiker haben eine Debatte über einen Boykott der Olympischen Winterspiele 2022 in Peking gefordert. "Ein Olympia-Boykott muss jetzt als mögliche Sanktion auf den Tisch", sagte Nicola Beer, stellvertretende Vorsitzende des Europaparlaments, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Die Erfahrungen der Sommerspiele 2008 in Chinas Hauptstadt machten keine Hoffnung, dass sich die Menschenrechtslage in China durch oder nach Olympia bessere, erklärte die FDP-Politikerin. Beer fordert einen "Sonderbeauftragten für China", wie ihn die EU auch für den Brexit eingesetzt hat.

Allerdings warnen Politiker auch vor einem Boykott, weil er eine Gegenreaktion Pekings erzeugen und den umfangreichen Außenhandel der EU-Staaten mit China stören könne. Ein Boykott wäre "fatal", sagte Jörg Wuttke, Präsident der EU-Handelskammer, der FAZ, denn die westliche Wirtschaft sei heute mit China sehr viel enger verwoben als 1980 mit der damals boykottierten Sowjetunion.

IOC-Präsident Thomas Bach erklärte zuletzt im Sommer, ein Boykott Olympischer Spiele würde lediglich die Athletinnen und Athleten der boykottierenden Nation bestrafen.

Rodeln - Weltcup-Finale in St. Moritz

St. Moritz springt mit seiner Kunsteisbahn für das Finale im Rodel-Weltcup ein. Vom 4. bis 6. Februar 2021 werde im Schweizer Wintersportort gefahren, teilte der Rodel-Weltverband FIL am Freitag mit. Ursprünglich sollte das Weltcup-Finale vom 19. bis 21. Februar auf der neuen Olympiabahn im Yanqing National Sliding Center in China ausgetragen werden. Die Trainingswoche und der Testwettkampf mussten jedoch aufgrund der pandemiebedingten Reisebeschränkungen verschoben werden.

dpa/sid | Stand: 04.12.2020, 19:45

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