Biathlon-EM: Deigentesch und Hildebrand können nicht überzeugen

Franziska Hildebrand

Winter Shorts

Biathlon-EM: Deigentesch und Hildebrand können nicht überzeugen

+++ Deigentesch und Hildebrand enttäuschen +++ Kombinations-Olympiasieger Bernhard Gruber nach Herz-OP in Reha +++ Langlauf-Saison endet in Lillehammer +++ Schwedens Trainer verpasst WM nach Treppensturz +++ Lizeroux beendet Karriere +++ Thomas Dreßen fährt mit zur WM +++

Für Marion Deigentesch und Franziska Hildebrand verlief der Auftakt der Biathlon-Europameisterschaften im polnischen Duszniki Zdroj enttäuschend. Die zweimalige Staffel-Weltmeisterin Hildebrand belegte im Einzel über 15 km mit zwei Schießfehlern nur Rang 16. Deigentesch, die zuletzt im Weltcup in Antholz als Elfte im Einzel überzeugt hatte, musste sich nach drei Fehlern mit dem 20. Platz begnügen. Beste Athletin des Deutschen Skiverbandes (DSV) war Stefanie Scherer (1), die 24-Jährige kam auf Platz sieben.

Europameisterin wurde die Polin Monika Hojnisz-Starega, die in ihrer Karriere bereits zweimal im Weltcup auf dem Podium stand. Am Freitag geht es bei der EM mit den Sprintrennen weiter. Die Verfolger am Samstag und die Staffeln am Sonntag schließen den Wettbewerb ab. Die deutschen Biathletinnen und Biathleten haben in Duszniki Zdroj die Chance, sich über gute Leistungen noch für die WM in Pokljuka (10. bis 21. Februar) zu empfehlen. Der DSV will sein WM-Aufgebot nach Abschluss der EM verkünden.

Kombinations-Olympiasieger Gruber nach Herz-OP in Reha

Der österreichische Kombinations-Olympiasieger Bernhard Gruber (38) befindet sich nach einer erneuten Herz-Operation auf dem Weg der Besserung. Der Heilungsverlauf sei "durchweg zufriedenstellend", sagte die Teamärztin Dr. Ines Berger-Uckermann: "Er ist soweit stabil und guter Dinge. Die Herz-Kreislauf-Parameter haben sich stabilisiert und die Regeneration schreitet voran."

Der österreichische nordische Kombinierer Bernhard Gruber im Dezember 2019.

Gruber hatte am Samstag nach dem Weltcup in Lahti über Brustschmerzen geklagt. Daraufhin wurde eine erneute Herzkranzgefäßverengung festgestellt. Dem Salzburger wurden zwei weitere Stents eingesetzt. Bereits vor zehn Monaten hatte Gruber sich einer Herz-OP unterzogen, in Lahti gab er sein Comeback. 2010 in Vancouver hatte er Olympiagold mit der Mannschaft gewonnen, fünf Jahre später wurde er Einzel-Weltmeister in Falun. Noch am Mittwoch soll Gruber laut Verbandsmitteilung "mit einem Ambulanzjet nach Salzburg überstellt und von dort weiter ins Krankenhaus nach Schwarzach gebracht werden, wo er voraussichtlich einige Tage zur Beobachtung bleiben muss".

Langlauf-Saison endet in Lillehammer

Das Saisonfinale im Langlauf-Weltcup findet in Lillehammer statt. Der Olympia-Ort von 1994 in Südnorwegen wurde am Mittwoch vom Internationalen Skiverband (FIS) als Ausrichter für die Rennen vom 19. bis 21. März bestätigt. Das genaue Programm steht noch nicht fest. Ursprünglich sollte der Weltcup in Peking beschlossen werden, wo 2022 auch die Winterspiele stattfinden.

Dies war aufgrund der Corona-Pandemie allerdings nicht möglich. Lillehammer war Anfang Dezember als zweite Weltcup-Station geplant gewesen, gab die Rennen aber aus demselben Grund zurück. Damit kommt es beim Saisonfinale zu einer norwegischen Woche. Vor Lillehammer ist bereits die Hauptstadt Oslo (12. bis 14. März) Weltcup-Gastgeber.

Schwedens Trainer verpasst WM nach Treppensturz

Kontiolahti: Johannes Lukas

Schwedens Biathleten müssen bei der WM in Pokljuka auf ihren deutschen Cheftrainer Johannes Lukas verzichten. Wie der schwedische Verband am Dienstag mitteilte, muss der 27-Jährige nach einem Treppensturz beim Weltcup zuletzt in Antholz an der Schulter operiert werden. Der Eingriff soll am Mittwoch in seiner Heimatstadt München erfolgen. "Es ist natürlich traurig, den Höhepunkt der Saison zu verpassen", sagte Lukas. Der Bayer wird danach zudem für den Rest der bis Ende März dauernden Biathlon-Saison ausfallen und soll sich auch nach der Weltmeisterschaft in Slowenien (10. bis 21. Februar) voll auf seine Genesung konzentrieren.

Skifahrer Lizeroux beendet Karriere

Der französische Skirennfahrer Julien Lizeroux beendet mit dem Nachtslalom in Schladming seine Karriere. Der 41-Jährige Technikspezialist macht nach 172 Weltcup-Rennen endgültig Schluss. Seit dem Jahr 2000 war Lizeroux im Weltcup aktiv und konnte drei Slaloms gewinnen. Zudem schaffte er es noch sechs weitere Male auf das Podium. Bei der WM 2009 in Val-d’Isère holte er zwei WM-Silbermedaillen im Slalom und der Super Kombination. 2017 in St. Moritz bekam er als Ersatzläufer im Mannschaftswettbewerb zudem eine Goldmedaille zugesprochen.

Dieses Element beinhaltet Daten von Instagram. Sie können die Einbettung auf unserer Datenschutzseite deaktivieren.

Thomas Dreßen fährt mit zur WM

Ski-Rennläufer Thomas Dreßen wird nach seiner Hüftoperation auf jeden Fall zu den Alpinen Ski-Weltmeisterschaften nach Cortina d'Ampezzo fahren. Ob er dort auch startet, lässt der DSV noch offen. "Wir nehmen ihn mit zur WM", sagte der deutsche Alpinchef Wolfgang Maier am Montag (25.01.2021). "Vor Ort entscheiden wir dann, ob ein Start Sinn macht", so Maier weiter.

Dreßen war am 27. November an der Hüfte operiert worden. Am vergangenen Donnerstag stand er erstmals wieder auf Skiern. Die Wettkämpfe in Cortina beginnen am 8. Februar, am 11. Februar ist das erste Training für die Abfahrt am 14. Februar angesetzt. "Er wird beim Training mitfahren, und dann werden wir sehen, was er daraus macht", erklärte Maier.

dpa | Stand: 27.01.2021, 13:41

Darstellung: