Olympiasieger und Weltmeister auf Formsuche

Andreas Wellinger

In der Krise

Olympiasieger und Weltmeister auf Formsuche

Erst Biathlet Simon Schempp, dann Skispringer Andreas Wellinger: Zwei deutsche Top-Wintersportler laufen im bisherigen Winter ihrer Form hinterher - und wollen mit Weltcup-Pausen erst einmal den Kopf freibekommen.

Olympiasieger Andreas Wellinger zieht die Reißleine: Der Ruhpoldinger verzihctet verzichtet auf den Weltcup im polnischen Zakopane am Wochenende. "Das haben wir zusammen entschieden, nachdem seine wechselhaften Leistungen auch in Predazzo nicht deutlich konstanter geworden sind", sagte Bundestrainer Werner Schuster. Der 23-jährige Wellinger wird mit seinem Heimtrainer Christian Winkler Sprungeinheiten absolvieren. Wellinger soll erst in Sapporo Ende Januar in den Weltcup zurückkehren.

Eine ähnliche Krise durchlebt gerade der vierfache Biathlon-Weltmeister Simon Schempp. Beim Weltcup in Ruhpolding sollte er pausieren, jetzt verkündete Bundestrainer Mark Kirchner, dass Schempp wohl auch in Antholz Ende Januar noch fehlen wird. "Das ist zu 95 Prozent fix, dass er da auch nicht an den Start geht", sagte Bundestrainer Kirchner am Rande des Heim-Weltcups in Ruhpolding.

Schempp-Comeback bei Überseerennen

Schempp war nach zuletzt schwachen Leistungen nicht für Ruhpolding berücksichtigt worden. Die Leistung von Oberhof habe gezeigt, "dass es in seiner Verfassung absolut keinen Sinn macht, noch weitere Wettkämpfe zu laufen", so Kirchner. Schempp soll nun gezielt mit Fokus auf die Biathlon-Weltmeisterschaft im März im schwedischen Östersund hintrainieren. Im Weltcup soll Schempp bei den Übersee-Rennen in Canmore und Salt Lake City wieder eine Chance bekommen.

Die beste Platzierung von Schempp in diesem Winter war ein fünfter Platz im Einzel zum Saisonauftakt in Pokljuka gewesen, danach gab es eigentlich nur noch Enttäuschungen. Auch Wellinger springt seit seinem Olympiasieg seiner Bestform hinterher. Der Goldmedaillengewinner von Pyeongchang war in Italien zuletzt zweimal nur 26., bei der Vierschanzentournee hatte er zweimal den zweiten Durchgang verpasst. In diesem Winter war Wellinger erst zwei Mal in die Top Ten gesprungen.

Thema in: B5 Sport, 16.01.2019, 15.55 Uhr

dpa/sid | Stand: 16.01.2019, 16:27

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