Heimsiege, Stürze, Dramen - das war das Wintersport-Wochenende

Viktoria Rebensburg

Wintersport im Überblick

Heimsiege, Stürze, Dramen - das war das Wintersport-Wochenende

Erst der Heimsieg in Garmisch-Partenkirchen, dann ein Sturz und das Saison-Aus: Viktoria Rebensburg erlebte ein Wochenende in der Achterbahn. Auch Stephan Leyhe feierte beim Skispringen in Willingen einen Heimsieg - das Wintersport-Wochenende im Überblick.

Ski alpin: Viktoria Rebensburg zwischen Heimsieg und Saison-Aus

Garmisch-Partenkirchen feierte erst "Dreßensburg" und erlebte dann ein Drama. Eine Woche nach dem Abfahrtssieg von Thomas Dreßen auf der "Kandahar" gewann auch Viktoria Rebensburg das Heimrennen. Für die Kreutherin war es der erste Abfahrtssieg der Karriere.

Ski Alpin der Damen - die Abfahrt von Viktoria Rebensburg Sportschau 08.02.2020 02:26 Min. Verfügbar bis 08.02.2021 Das Erste

Umso bitterer aber dann der Super-G am Tag darauf: Rebensburg, erneut schnell unterwegs, stürzte schwer. Am ARD-Mikrofon präsentierte sie sich zunächst noch optimistisch. Nach einer MRT-Untersuchung im Klinikum Garmisch-Partenkirchen diagnostizierte Mannschaftsarzt Dr. Manuel Köhne aber eine Tibiakopfimpressionfraktur im linken Knie und eine Innenbandüberdehnung. Rebensburg muss zwar nicht operiert werden, fällt aber mindestens sechs bis acht Wochen aus - damit ist die Saison für Deutschlands beste Alpinskifahrerin beendet.

Ski alpin: Alexander Schmid erstmals auf dem Podest

Bei den Männern sorgte Alexander Schmid für den deutschen Höhepunkt des Wochenendes: Der Allgäuer fuhr beim Parallel-Riesenslalom in Chamonix auf Platz drei und damit zum ersten Mal in seiner Karriere auf ein Einzel-Podest.

Für die schönste Meldung des Wochenendes abseits des Sports sorgte ARD-Experte Felix Neureuther: Neureuther und seine Frau Miriam wurden zum zweiten Mal Eltern, am Freitag (07.02.2020) verkündete das Paar die Geburt von Sohn Leo.

Skispringen: Erster Weltcupsieg für Leyhe - und das auf der Heimschanze

Der Knoten ist endlich geplatzt: Skispringer Stephan Leyhe, seit Wochen in bestechender Form, gewann das Weltcupspringen in Willingen, in seiner Heimat, auf der Schanze, die er seit der Jugend bestens kennt. "Ich war so relaxed wie nie", sagte Leyhe bei der Siegerehrung: "Ich konnte alles genießen."

Skispringen - die Siegerehrung in Willingen Sportschau 08.02.2020 03:49 Min. Verfügbar bis 08.02.2021 Das Erste

Leyhe lieferte einen Beleg, dass im deutschen Team jeder an einem guten Tag nach ganz vorne springen kann. Schwächelt der eine, springt eben ein andere in die Bresche. Der formschwache Weltmeister Markus Eisenbichler, in Willingen nur 26., brachte es auf den Punkt: "Für uns ist es ganz wichtig, dass ein Deutscher oben steht. Am besten ganz oben." Wer, das ist bei den deutschen Adlern ganz egal.

Skeleton: Felix Keisinger erneut Junioren-Weltmeister

Felix Keisinger sorgte mit Podestplätzen schon im Skeleton-Weltcup für Furore. Dabei wird vergessen, dass der Senkrechtstarter aus Berchtesgaden ja sogar noch bei den Junioren starten darf, am Wochenende bei der WM. Und Keisinger tat das, was er in seinen jungen Jahren schon fast perfekt beherrscht: Er raste schnell den Eiskanal hinunter. So schnell, dass er am Ende ganz oben auf dem Podest stand: Keisinger gewann zum zweiten Mal nach 2019 den Weltmeistertitel.

Der Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) feierte in Winterberg sogar einen Dreifachtriumph: Hinter Keisinger komplettierten Felix Seibel (Hallenberg) und Fabian Küchler (Suhl) das Podest. Eine rosige Zukunft bei den deutschen Skeletoni? Nicht alle Junioren-Weltmeister starteten später bei den Senioren auch richtig durch. Wir schauen gespannt auf die weitere Entwicklung des Trios.

Skeleton - Felix Keisinger, die neue deutsche Hoffnung Morgenmagazin 06.02.2020 01:47 Min. Verfügbar bis 06.02.2021 Das Erste

red | Stand: 10.02.2020, 07:05

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