Skicrosser gehen bei der WM leer aus

Skicross-WM - die Einzel-Wettkämpfe aus Solitude Sportschau 03.02.2019 02:05:22 Std. Verfügbar bis 03.02.2020 Das Erste

WM in Park City

Skicrosser gehen bei der WM leer aus

Die deutschen Skicrosser sind bei der WM im Solitude Mountain Resort bei Park City (USA) deutlich an einer Medaille vorbeigefahren. Nur Daniela Maier und Florian Wilmsmann schafften es ins Viertelfinale. Die anderen vier Deutschen schieden bereits im Achtelfinale aus. Die Titel gingen nach Kanada und Frankreich.

Gold bei den Frauen holte sich die Kanadierin Marielle Thompson. Die Olympiasiegerin von 2014 setzte sich in einem packenden Finale gegen die viermalige Weltcupsiegerin der Saison, Fanny Smith aus der Schweiz, und die Französin Alizee Baron durch. Bei den Männern sicherte sich der Franzose Francois Place vor Olympiasieger Brady Leman und Kevin Drury aus Kanada die Goldmedaille.

Patzer kostet Maier das Halbfinale

Skicross-WM: Francois Place (vorn)

Francois Place (vorn) holt sich bei den Männern Gold.

Lange Gesichter dagegen bei den Deutschen. Schon die Semifinals gingen ohne DSV-Starter über die Bühne. Daniela Maier verpasste nach einem Patzer kurz vor dem Ziel den sicher geglaubten Einzug ins WM-Halbfinale. Wie schon in der Runde zuvor zeigte sie dabei ein äußerst couragiertes Rennen, lag auf Position zwei, als sie die Balance verlor. Zuvor hatte sich Maier im Achtelfinale noch in der letzten Kurve in einem spektakulären Zweikampf gegen Whitney Gardner aus den USA durchgesetzt.

Auch Wilmsmann im Viertelfinale raus

Auch Florian Wilmsmann musste im Viertelfinale die Stärke der Konkurrenz anerkennen. Der 23-jährige frühere Junioren-Weltmeister hatte in seinem Lauf keine Chance, nachdem er zuvor in einem starken Rennen als Zweiter die erste K.o.-Runde überstanden hatte.

Zacher und Männer-Trio im Achtelfinale raus

Der Abend hatte zuvor gleich mit einer bösen Überraschung begonnen. Heidi Zacher schied bereits im Achtelfinale aus. Nach dem Sieg in Idre und zuletzt Platz fünf in Blue Mountain hatte sich 30-Jährige schon etwas ausgerechnet. Doch in ihrem Lauf musste sich Zacher mit dem dritten und letzten Platz begnügen.

Bei den Männern mussten drei der vier gestarteten Deutschen bereits im Achtelfinale die Segel streichen. Daniel Bohnacker  lag sogar zeitweise in Front, kam dann aber im Duell mit Filip Flisar aus Slowenien aus dem Tritt. Ein Protest wurde abgelehnt. Paul Eckert leistete sich zu viele Fehler, verlor bei einem großen Sprung zudem viel Geschwindigkeit. Tim Hornek schied schmerzhaft aus. Vor dem letzten großen Sprung kam er mit dem Schweden David Mobaerg ins Gehege und landete hart auf dem Rücken. Zum Glück blieb er unverletzt, schimpfte im Anschluss aber heftig.

Stand: 02.02.2019, 23:03

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