Fragen und Antworten zum Auftakt im alpinen Ski-Weltcup

Rennstrecke Ski-Weltcup in Sölden

Saisonstart in Sölden

Fragen und Antworten zum Auftakt im alpinen Ski-Weltcup

Im österreichischen Sölden treten die alpinen Wintersportler erstmals in der neuen Saison wieder gegeneinander an. Wie geht es den DSV-Athleten, wie sind die Aussichten für den deutschen Skiverband und was macht die Konkurrenz? Fragen und Antworten zum alpinen Saisonstart.

Was steht an?

Am kommenden Wochenende finden im österreichischen Sölden die beiden Auftaktrennen der alpinen Weltcup-Saison statt. Frauen (Samstag) und Männer (Sonntag, jeweils 10.00/13.00 Uhr) fahren je einen Riesenslalom. Es folgen 78 weitere Einzel-Wettbewerbe (Frauen 38/Männer 40) sowie die WM im schwedischen Are (3. bis 17. Februar 2019) mit insgesamt elf Wettbewerben.

Wie geht es Felix Neureuther?

Könnte besser sein. Er werde "alles daran setzen", in Sölden zu starten, sagt der 34-Jährige, aber "die Entscheidung, ob es Sinn macht, kann ich erst kurz vorher treffen". Grund: Nachdem der Kreuzbandriss im linken Knie vom November 2017 ausgeheilt ist, macht sich nun wieder der Rücken bemerkbar.

Wie geht es Neureuthers Mannschaftskollegen?

Stefan Luitz (Bolsterlang) erlitt nach großartigem Start in die vergangene Saison ebenfalls einen Kreuzbandriss, ist aber wieder fit. Ein Start von Fritz Dopfer (Garmisch) in Sölden ist ebenfalls unklar: Er hat nach einer Sehnenverletzung im Adduktorenbereich Trainingsrückstand.

Wie sind die Aussichten für den DSV?

Neureuther muss erst fit werden, Luitz wieder die Form von vor einem Jahr erreichen. Viktoria Rebensburg (Kreuth) gewann im vergangenen Jahr nach den Enttäuschungen bei Olympia noch den Riesenslalom-Weltcup: Sie plant die Titelverteidigung. Große Hoffnungsträger sind die Abfahrer um Senkrechtstarter Thomas Dreßen (Mittenwald), ihre ersten Rennen finden aber erst Ende November statt.

Was sagt der Chef?

Wolfgang Maier ist neuerdings auch Sportvorstand. Ihm hängen noch immer ein wenig die medaillenlosen Olympischen Spiele in Pyeongchang nach. "Wir wollen bei der WM dieses Thema besser machen", sagt er. Und sonst? "Wir wollen mitsprechen und dabei sein, so oft und so gut es geht." Im vergangenen Winter gab es sieben Weltcupsiege (drei Rebensburg, zwei Dreßen, je einer Josef Ferstl und Neureuther).

Was machen die Stars?

Lindsey Vonn (USA) hat wenig überraschend angekündigt, dass die kommende Saison ihre letzte sein werde - unabhängig davon, ob sie noch den Rekord des legendären Schweden Ingemar Stenmark (86 Siege im Weltcup) erreicht - Vonn hat 82. Rekord-Gesamtweltcupsieger Marcel Hirscher (Österreich/sieben Titel nacheinander) ist gerade Vater geworden und wird, behauptet Neureuther, "jetzt noch schneller sein".

Wer gewinnt den Gesamtweltcup?

Bei den Frauen Mikaela Shiffrin (USA). Sie hat die "große Kugel" zweimal nacheinander geholt, es gibt für sie keine ernsthafte Konkurrenz. Gleiches gilt für Hirscher bei den Männern.

Wann macht der Weltcup in Deutschland Station?

Die Frauen fahren am 26./27. Januar eine Abfahrt und einen Super-G auf der Kandahar in Garmisch-Partenkirchen. Nur eine Woche später machen dort die Männer Halt - für die letzten Rennen vor der WM: Gefahren werden eine Abfahrt (Samstag, 2. Februar) und ein Riesenslalom (Sonntag, 3. Februar).

Und sonst?

Die WM 2019 in Are könnte für Neureuther und Rebensburg die letzte Großveranstaltung sein. Womöglich auch für Hirscher oder Aksel Lund Svindal (Norwegen). Für Vonn ist am Saisonende auf jeden Fall Schluss.

Thema in: Rundschau, BR, Donnerstag, 25.10.18, ab 18.45 Uhr

sid | Stand: 25.10.2018, 13:46

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