FIS-Präsident Kasper kündigt Rückzug für 2020 an

Gian Franco Kasper, Präsident des Internationalen Skiverbands

FIS-Kongress

FIS-Präsident Kasper kündigt Rückzug für 2020 an

Nach 45 Jahren in Diensten des Internationalen Ski-Verbandes FIS ist 2020 für Gian Franco Kasper Schluss. Das kündigte der FIS-Präsident beim "Council Meeting" in Konstanz an.

Der 75-jährige Schweizer, der seit 1998 als FIS-Präsident im Amt ist, erklärte, er werde sich beim kommenden FIS-Weltkongress am 22. Mai 2020 in Royal Cliff/Thailand nicht mehr zur Wiederwahl stellen. Mit der Ankündigung zum jetzigen Zeitpunkt wolle er dafür Sorge tragen, dass die nationalen Verbände genügend Zeit hätten, Nachfolgekandidaten in Stellung zu bringen.

Kaspers Ankündigung wurde nach Auskunft der FIS von den Ratsmitgliedern mit Standing Ovations bedacht.

23 Jahre Generalsekretär - seit 1998 Präsident

Der im Nobel-Skiort St. Moritz geborene Kasper hatte zunächst in Zürich Psychologie, Philosophie und Journalismus studiert und anschließend als Redakteur gearbeitet. 1975 wechselte er dann zum Internationalen Ski-Verband, wo er zunächst den Posten des Generalsekretärs übernahm. Nach 23 Jahren in diesem Job löste er 1998 Marc Hodler als FIS-Präsident ab.

Kasper-Kritiker wurden lauter

In den letzten Jahren gab es immer häufiger offene Kritik an Kasper, der sich in Interviews schon mal in Widersprüche verstrickte und in das eine oder andere Fettnäpfchen tappte. Kritiker wie der Chef des Schweizer Skiverbandes Swiss-Ski, Urs Lehmann, machen Kasper und seinen noch in althergebrachten Strukturen organisierten Verband für einen Reformstau im Skisport verantwortlich. Kasper selbst sagte einmal auf die Frage, wie er in Erinnerung bleiben werde: "Ich habe vielleicht mehr verwaltet als sonst etwas, aber eines ist sicher: Ich habe diesen Sauhaufen zusammengehalten."

red | Stand: 23.11.2019, 18:08

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