Ihle und Hirschbichler laufen über 500 Meter hinterher

WM in Inzell

Ihle und Hirschbichler laufen über 500 Meter hinterher

Nico Ihle hat eine vordere Platzierung über 500 Meter bei der Heim-WM in Inzell deutlich verpasst. Auch bei den Frauen gab es aus deutscher Sicht keinen Grund zum Jubeln.

Ihle zeigte in der Max Aicher Arena über die Sprint-Distanz einen ordentlichen Lauf und landete am Ende auf den elften Rang. Der Chemnitzer hatte 0,47 Sekunden Rückstand auf den Sieger Ruslan Murashov aus Russland. Der neue Weltmeister lief in 34,225 Sekunden nicht nur einen neuen Bahnrekord, sondern die schnellste 500-m-Zeit, die jemals in Europa gelaufen wurde. Damit verwies er den norwegischen Olympiasieger Håvard Holmefjord Lorentzen mit 0,13 Sekunden auf den Silberrang. Bronze ging an Murashovs Landsmann Viktor Mushtakov (+0,20). Der eigentlich als Favorit gehandelte Russe Pavel Kulizhnikov konnte nicht an seine bisherigen Saisonleistungen anknüpfen und kam nur auf Rang sieben (+0,30 s).

"Der elfte Platz täuscht leider über eine Super-Leistung hinweg", erklärte Ihle im Anschluss. "Ich konnte einen Super-Angang hinlegen und habe über die Außenkurve eine hohe Geschwindigkeit aufbauen können. Ich bin meine schnellste Zeit der Saison gelaufen und muss mir deswegen nichts vorwerfen." Nun freut er sich auf die 1.000 Meter am Samstag.

Österreicherin Herzog erstmals Weltmeisterin

Bei den 500 Metern der Frauen hat sich die Österreicherin Vanessa Herzog zur neuen Weltmeisterin gekürt. Die 25-Jährige siegte in persönlicher Bestzeit von 37,124 Sekunden (zugleich Bahnrekord) vor den Japanerinnen Nao Kodaira (+0,07 s) und Konami Soga (+0,48 s). Für Herzog, die bisher sechs Siege im Weltcup erzielt hat, war es die erste WM-Medialle in ihrer Karriere. "Es ist genial. Ich hab die Nao das erste Mal geschlagen in meiner Karriere. Ich bin einfach nur happy", sagte die glückliche Siegerin am ARD-Mikrofon. Die einzige deutsche Starterin Gabriele Hirschbichler landete auf dem 24. und letzten Platz (+1,76 s).

Vanessa Herzog

Vanessa Herzog bejubelt ihre Goldmedaille bei dem WM in Inzell

Team-Verfolgungen ohne deutsche Beteiligung

Nach den Sprints ging es am zweiten Wettkampftag noch um Medaillen in der Team-Verfolgung. Deutsche Mannschaften waren dabei nicht am Start. Das Frauen-Team musste nach der kurzfristigen Absage von Claudia Pechstein auf eine Teilnahme verzichten. Die Goldmedaille sicherte sich das japanische Team (2:55,785 min) vor den Niederlanden (+0,42 s) und den Kanadierinnen (+1,94). Bei den Männern ging der Verfolgungs-Titel an das Trio aus den Niederlanden (3:38,432 min). Platz zwei holte mit deutlichem Rückstand Norwegen (+2,37 s), gefolgt von Russland (+2,88 s) auf Rang drei.

Das Thema im Programm: Sportschau, Das Erste, 08.02.2019, 16.05 Uhr

Stand: 08.02.2019, 18:42

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