Nach offenem Brief der Eissprinter: Keine Sanktionen durch Verband

Joel Dufter stützt die Hände auf die Knie nach einem Lauf

Nach offenem Brief der Eissprinter: Keine Sanktionen durch Verband

Joel Dufter hatte sich mit weiteren Eisschnellläufern öffentlich über die Ausbootung von Sprint-Bundestrainer Danny Leger beschwert. Der Verband kündigte zunächst Sanktionen gegen die Eissprinter an, will nun aber davon absehen.

Joel Dufter, Stefan Emele, Hendrik Dombek und Jeremias Marx übten in einem offenen Brief heftige Kritik an dem Kommunikationsverhalten der Verbandsspitze und beschwerten sich über die Ausbootung des Sprint-Bundestrainers Danny Leger. DESG-Präsident Matthias Groß hatte ursprünglich Konsequenzen für die Eissprinter angekündigt. Nun sieht die Verbandsspitze von Sanktionen ab.

"Wir freuen uns über die deutlich formulierte inhaltliche Einsicht aller Athleten. Daher brauchen wir natürlich auch keine Sanktionen auszusprechen", sagte DESG-Präsident Matthias Große.

"Strategischer und inhaltlicher Erfolg"

Bei einem offenen Gespräch wurden die Meinungsverschiedenheiten beigelegt. Wie die DESG am Montag (22.02.21) mitteilte, wurde am 17. Februar in einem Gespräch des Präsidiums mit den Athleten über den zukünftigen Weg ein "strategischer und inhaltlicher Erfolg" erzielt.

Ihre Kernfragen seien ausreichend beantwortet, und sie seien nun "auf einem Kenntnisstand, wie wir mit dem Verband und seiner neuen Führung zu kommunizieren haben", sagten die Eissprinter laut DESG-Mitteilung nach dem Gespräch via Zoom-Konferenz.

"Fetzen dürfen auch mal fliegen"

Es sei nicht ihre Absicht gewesen, dem Verband durch die Art und Weise der Kritik zu schaden, erklärten die Athleten. Große bezeichnete den Austausch als "konstruktive Gesprächsrunde", in der "alles angesprochen wurde, was die Sportler bewegt. Die bestehenden Unklarheiten konnten aus dem Weg geräumt werden."

Eisschnelllauf – Probleme im Verband - Probleme auf dem Eis Sportschau 14.02.2021 05:01 Min. Verfügbar bis 14.02.2022 Das Erste

Zukünftig würden Verbandsinterna auch immer als solche behandelt. "Bei unterschiedlichen Meinungen dürfen und werden dann auch mal die Fetzen fliegen. Wichtig aber ist, dass wir immer fair und ehrlich miteinander umgehen und stets unser gemeinsames Ziel verfolgen: den maximalen sportlichen Erfolg", sagte der DESG-Präsident.

Stand: 22.02.2021, 10:15

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