Pechstein verpasst Finale, Sieg für Takagi

Claudia Pechstein in Amsterdam

Mehrkampf-WM im Eisschnelllauf

Pechstein verpasst Finale, Sieg für Takagi

Eisschnellläuferin Claudia Pechstein hat bei der Mehrkampf-WM in Amsterdam das Finale klar verpasst. Der Sieg vor 25.000 begeisterten Fans ging erstmals an eine Japanerin.

Claudia Pechstein hat ihre 22. Mehrkampf-Weltmeisterschaften der Eisschnellläufer mit Platz 13 beendet. Wie erwartet reichte es für die 46 Jahre alte Berlinerin in Amsterdam nicht zum Einzug in das Finale der besten Acht auf ihrer Paradestrecke über 5.000 Meter. Dort setzte sich am späten Samstagabend in Team-Olympiasiegerin Miho Takagi erstmals in der Geschichte der Mehrkampf-WM eine Japanerin durch.

Sieg im Duell mit Wüst

Sie kam auf 166,905 Punkte, nachdem sie mit einem Vorsprung von mehr als elf Sekunden auf die Schlussstrecke gegangen und diesen auch im direkten Duell gegen Top-Favoritin Ireen Wüst (167,758 Punkte) verteidigte. Die fünffache Olympiasiegerin aus den Niederlanden verfehlte auf Rang zwei ihr Ziel, den siebten Mehrkampf-WM-Titel einzufahren.

Pechstein konnte mit ihrer Platzierung gut leben. "Ich bin Realistin. Es war klar, dass es ganz schwer werden würde, das Finale zu erreichen", sagte die fünfmalige Olympiasiegerin. Beeindruckt zeigte sie sich von der Kulisse der 25.000 Fans, die im strömenden Regen im Olympiastadion von 1928 ausharrten und alle Sportler anfeuerten.

Hirschbichler auf Rang 18

Über 1.500 Meter kam Pechstein am Samstag in 2:03,66 Minuten auf den elften Platz und war damit wieder beste Deutsche. Auch Gabi Hirschbichler aus Inzell hatte auf Platz 18 nach drei Strecken den Sprung ins Finale verpasst.

Sichert sich Kramer den zehnten Titel?

Eine überraschende Konstellation gibt es bei Halbzeit der Herren-Konkurrenz. Der 1.500-Meter-Olympia-Zweite Patrick Roest geht als Führender in den entscheidenden Tag. Bei äußerst widrigen Bedingungen verbuchte er nach zwei Strecken einen Vorsprung von 0,38 Sekunden auf den Norweger Sverre Lunde Pedersen für die 1500 Meter am Sonntag. Mit 0,51 Sekunden Rückstand folgt Top-Favorit Sven Kramer aus den Niederlanden nur auf Rang drei.

Roest hatte die 500 Meter in 36,97 Sekunden gewonnen und blieb auf den 5.000 Metern bei widrigen Bedingungen nur knapp drei Sekunden hinter dem neumaligen Mehrkampf-Champion Kramer. Schnellster auf der Langstrecke aber war Pedersen in 6:33,81 Minuten. Moritz Geisreiter aus Inzell belegt nach dem ersten Tag nur den 22. Platz und hat keine Chancen mehr auf das Erreichen des Finals über 10.000 Meter. Über 5.000 Meter reichte es für ihn nur zu Rang 16 in 6:53,38 Minuten.

Thema in: Deutschlandfunk, 10.03.2018, 22.50 Uhr

ten/sid | Stand: 11.03.2018, 09:54

Darstellung: