Niederländer Roest wird überraschend Weltmeister

Patrick Roest

Mehrkampf-WM im Eisschnelllauf

Niederländer Roest wird überraschend Weltmeister

Patrick Roest hat sich bei der Mehrkampf-WM in Amsterdam überraschend den Titel gesichert. Lange sah es nach einem Triumph für Norwegen aus, doch dann passierte dem Führenden ein Missgeschick.

Der Olympia-Zweite und 1.500-Meter-Spezialist Roest setzte sich am Sonntag mit 154,547 Punkten beim Freiluft-Championat im Olympiastadion vor 20.000 Zuschauern durch, nachdem er zum Abschluss über 10.000 Meter Zweiter geworden war.

Missgeschick bringt Roest den Titel

Nach einem Titel für Roest sah es zunächst aber nicht aus. Nach drei von vier Strecken lag der Norweger Sverre Lunde Pedersen (154,941) noch vorn, stürzte aber auf den abschließenden 10.000 Metern. Mit Silber verpasste er den ersten WM-Titel für Norwegen seit 24 Jahren.

Sverre Lunde Pedersen

Sverre Lunde Pedersen bei seinem folgenschweren Sturz

Eisschnelllauf-Star Kramer enttäuscht

Enttäuschend war der Auftritt des neunmaligen Mehrkampf-Weltmeisters Sven Kramer aus den Niederlanden, der auf den 10.000 Metern mit einem mäßigen sechsten Platz noch auf den vierten Rang im Gesamt-Klassement zurückfiel. Er musste damit seinem Landsmann Marcel Bosker (155,953) WM-Bronze überlassen.

Beckert fehlt, Geisreiter ohne Power

Dem Inzeller Moritz Geisreiter fehlte zum Saisonende jegliche Power, sodass er sich mit Platz 22 im Feld der 24 Läufer begnügen musste. Der Erfurter Patrick Beckert hatte die WM-Teilnahme wegen eines Infekts abgesagt, will aber beim letzten Saison-Wettkampf mit dem Weltcup-Finale in Minsk wieder dabei sein.

Pechstein verpasst Finale

Bei den Frauen hat Claudia Pechstein ihre 22. Mehrkampf-Weltmeisterschaften mit Platz 13 beendet. Wie erwartet reichte es für die 46 Jahre alte Berlinerin nicht zum Einzug in das Finale der besten Acht auf ihrer Paradestrecke über 5.000 Meter. Dort setzte sich am späten Samstagabend in Team-Olympiasiegerin Miho Takagi erstmals in der Geschichte der Mehrkampf-WM eine Japanerin durch.

Thema in: Deutschlandfunk, 11.03.2018, 22.50 Uhr

red/dpa | Stand: 11.03.2018, 17:30

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