Wüst wird Eisschnelllauf-Rekord-Weltmeisterin - Pechstein verpasst Top 10

Ireen Wüst

WM in Inzell

Wüst wird Eisschnelllauf-Rekord-Weltmeisterin - Pechstein verpasst Top 10

Die erfolgreichste niederländische Olympionikin Ireen Wüst ist nun auch Rekord-Weltmeisterin im Eisschnelllauf. Die 32-Jährige gewann bei den Weltmeisterschaften in Inzell in Bahnrekordzeit von 1:52,81 Minuten die 1.500 Meter und holte damit ihren insgesamt 19. WM-Titel. Bei den abschließenden Massentarts gab es aus deutscher Sicht nur eine Top-10-Platzierung.

Die Ausnahmesportlerin aus Goirle schließt damit zur Deutschen Gunda Niemann-Stirnemann aus Erfurt und zur Tschechin Martina Sablikova auf, die am Samstag (09.02.) über 5.000 Meter ihr 19. WM-Gold erkämpft hatte. Alle drei Eisschnellläuferinnen führen nun gemeinsam diese Rangliste an.

Für eine Überraschung sorgte die Inzellerin Roxanne Dufter, die Elfte wurde und in 1:56,37 Minuten rund eineinhalb Sekunden schneller war, als jemals zuvor auf einer europäischen Bahn. "Das war genial, ein perfekter Lauf vor heimischem Publikum - was will man mehr", sagte sie zu ihrer besten internationalen Platzierung auf dieser Strecke. Ihre Teamgefährtin Gabi Hirschbichler belegte in 1:58,62 den 23. Platz.

Eisschnelllauf - die 1.5000 Meter aus Inzell Sportschau 10.02.2019 15:17 Min. Verfügbar bis 10.02.2020 Das Erste

Massenstart: Maly Zehnte, Pechstein Zwölfte

In den abschließenden Massenstarts wurde Felx Maly als Zehnter bester Deutscher. Den Sieg sicherte sich der US-Amerikaner Joey Mantia, der bei seiner Fahrt zu Gold davon profiztierte, dass Top-Favorit Bart Swings aus Belgien in der Schlussrunde stürzte, und, dass sich die beiden Südkoreaner Cheonho Um und Jeawon Chung auf der Zielgeraden behinderten.

Bei den Frauen verpasste Claudia Pechstein als Zwölfte die angestrebte Top-10-Platzierung. Die Berlinerin, die in knapp zwei Wochen ihren 47 Geburtstag feiert, erkämpfte einen Punkt bei einer Zwischenwertung, hatte aber im Schlusssprint mit der Vergabe der Medaillen nichts zu tun. Bei Olympia 2018 hatte Pechstein Platz 13 belegt. Ihre Teamgefährtin Roxanne Dufter, die zuvor mit Rang elf über 1500 Meter überzeugt hatte, kam im Endklassement auf Rang 19. Den Sieg in der vierten Massenstart-Entscheidung der WM-Geschichte ging an Irene Schouten, die damit das achte WM-Gold bei diesen Titelkämpfen für die Niederlande sicherte.

Eisschnelllauf-WM - die Massenstarts aus Inzell Sportschau 10.02.2019 08:09 Min. Verfügbar bis 10.02.2020 Das Erste

dpa/red | Stand: 10.02.2019, 15:37

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