Eisschnelllauf-Teamsprinter bei WM-Auftakt knapp Vierte

Eisschnelllauf-WM in Inzell

Eisschnelllauf-Teamsprinter bei WM-Auftakt knapp Vierte

Platz vier zum Auftakt der Heim-WM in Inzell. Die deutschen Eisschnellläufer haben am Donnerstag einen guten Start erwischt. In den Einzelrennen lief Patrick Beckert in die Top 10. Der erste WM-Tag war aber auch von einer prominenten Absage überschattet.

Die deutschen Eisschnellläufer sind mit einem deutschen Rekord in die Heim-Weltmeisterschaft in Inzell gestartet - eine Medaille verpassten die deutschen Männer im Teamsprint als Vierte aber trotzdem knapp.

Oranje-Trio feiert Sieg

Am Auftakttag der Titelkämpfe am Donnerstag (06.02.2019) fehlte dem deutschen Trio Nico und Denny Ihle sowie Joel Dufter in 1:20,598 Minuten nur 0,5 Sekunden zum Platz auf dem Siegerpodest. Der Sieg ging an die favorisierten Niederländer, die in der Max-Aicher-Arena in 1:19,053 Minuten sogar einen Bahnrekord auf das Eis brachten. Platz zwei und drei gingen an Südkorea und Russland.

Brüder-Rennen entscheidet sich kurzfristig

Teamsprint: Nico Ihle und Denny Ihle und Joel Dufter (v.r.n.l.) bei der Eisschnelllauf-WM in Inzell

Teamsprint: Nico Ihle und Denny Ihle und Joel Dufter (v.r.n.l.) bei der Eisschnelllauf-WM in Inzell

Im deutschen Team entschied sich erst kurzfristig, dass die Brüder Nico und Denny Ihle gemeinsam starten, weil der Münchener Hendrik Dombek wegen gesundheitlicher Problem nicht in Bestform war. Der 34 Jahre alte Denny Ihle hatte seinen ein Jahr jüngeren Bruder stets bei den Trainingseinheiten auf der Freiluftbahn in Chemnitz begleitet, im gesamten Winter aber noch kein Weltcup-Rennen bestritten.

5.000 Meter der Männer: Kramer entthront, Beckert Sechster

Im ersten WM-Einzelrennen der Männer ist Patrick Beckert auf einen guten sechsten Platz gelaufen. Der 28 Jahre alte Erfurter beendete den stark besetzten 5.000-Meter-Wettkampf in 6:15,76 Minuten und erreichte als Sechster die erhoffte Top-10-Platzierung. Der Sieg ging an den Norweger Sverre Lunde Pedersen, der in Bahnrekord von 6:07,16 Minuten Patrick Roest (6:11,70) aus den Niederlanden und dessen Landsmann, Serienweltmeister Sven Kramer (6:12,53), auf die Plätze verwies. Eine weitere Chance auf eine Top-Platzierung bietet sich Beckert am Samstag (9.2.2019), wenn der "lange Kanten" über 10.000 Meter auf dem Programm steht.

3.000 Meter der Frauen: Sablikova siegt - Pechstein fehlt

Martina Sablikova Eisschnelllauf-WM in Inzell

Martina Sablikova Eisschnelllauf-WM in Inzell

Im anschließenden 3.000-Meter-Rennen der Frauen wurde Roxane Dufter als einzige deutscher Starterin 15. Claudia Pechstein, die ursprünglich ebenfalls in dem Wettkampf an den Start gehen wollte, hatte kurzfristig auf eine Teilnahme verzichtet. Den Sieg sicherte sich dafür eine andere Eisschnelllauf-Altmeisterin. Die Tschechin Martina Sablikova feierte ihren fünften Titel über 3.000 Meter. In der Bahnrekordzeit von 3:58,91 Minuten setzte sie sich in Inzell vor Europameisterin Antoinette de Jong aus den Niederlanden und Natalja Woronina aus Russland durch.

Erste Medaillen der WM nach Holland

Die ersten Medaillen der WM gingen am frühen Nachmittag in die Niederlande. Im Teamsprint der Frauen siegte wie bei den Männern das Oranje-Trio. In Bahnrekord von 1:26,28 Minuten gewannen Janine Smit, Letitia De Jong, Sanneke de Neeling und Jutta Leerdam vor Kanada (1:27,21 Minuten) und Russland (1:27,26 Minuten). Eine deutsche Mannschaft war nicht gemeldet.

dh/dpa/sid | Stand: 07.02.2019, 19:25

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