Jasch Eisschnelllauf-Bundestrainer bis 2022 - noch kein Sprinttrainer

Eisschnelllaufverband setzt kommissarischen Bundestrainer ein - noch kein Sprinttrainer Sportschau 29.01.2021 01:51 Min. Verfügbar bis 29.01.2022 Das Erste

Eisschnelllauf

Jasch Eisschnelllauf-Bundestrainer bis 2022 - noch kein Sprinttrainer

Referenten, Betreuer, Trainer - die Liste der neuen Positionen im Eisschnelllaufverband (DESG), die Nadine Seidenglanz als Generalbevollmächtigte des Präsidenten Große vorlas, war lang. Zentrale Posten aber bleiben unbesetzt.

Der bisherige Teamchef Helge Jasch besetzt kommissarisch den Posten als Bundestrainer der deutschen Eisschnellläufer bis zu den Olympischen Winterspielen in Peking 2022 im Mehrkampf. Das verkündeten DESG-Präsident Matthias Große und Nadine Seidenglanz am Freitag (29.01.2021) auf einer Video-Pressekonferenz. Die bisherige Trainerin Jenny Wolf hatte den Job nach nur elf Wochen im Amt aufgegeben. Die Stelle des Sprint-Bundestrainers dagegen bleibt vorerst unbesetzt.

Die Nicht-Verlängerung des Vertrages von Danny Leger in dieser Funktion hatte zuletzt für Unruhe im Verband gesorgt, die in einem offenen Brief von vier Sportlern - unter anderen des EM-Dritten Joel Dufter - mit harter Kritik an der DESG-Führung mündete.

Große: Kein "Klima der Angst"

Große erklärte auf der Pressekonferenz, er habe zu Beginn seiner Amtszeit als Präsident der DESG eine Situation vorgefunden, die ganz nah am Abgrund war. Und heute wolle er die Chance nutzen, mit Unwahrheiten, die in der Öffentlichkeit zu hören waren, aufzuräumen.

"Kein Verständnis" zeigte der Verbandschef dafür, dass von bestimmten Seiten kolportiert werde, im Verband herrsche ein "Klima der Angst" und die Athleten dürften sich nicht offen äußern. "Ich kann das nicht nachvollziehen. Ich stehe den Sportlern jederzeit für Gespräche zur Verfügung", sagte Große.

"Es gab Vorkommnisse, die wir in der Öffentlichkeit nicht preisgeben dürfen", sagte Große zum Auslaufen des Vertrages von Leger. Erneut unterstrich er, dass der Brief der Athleten Konsequenzen haben werde. "Wir können verstehen, dass Sportler sauer sind, wenn sie ihren Trainer verlieren. Wir werden mit ihnen nach der Saison reden, ihnen unseren Weg klarmachen - aber jeder muss auch die Konsequenzen für sein eigenes Handeln tragen", sagte Große.

Aart van der Wulp wir Bundestrainer Nachwuchs

Carlijn Achtereekte (l.) und ihr Trainer Aart van der Wulp

Carlijn Achtereekte

Zugleich gaben Große und seine Generalbevollmächtigte Nadine Seidenglanz weitere Neubesetzungen im Verband bekannt. So wird der frühere Sprint-Weltcupsieger Samuel Schwarz (Berlin) künftig als "Advisor" für den Sprint zuständig sein, der einstige Langstreckler Frank Dittrich (Chemnitz) wird Leistungssport-Koordinator, der Niederländer Aart van der Wulp Bundestrainer für den Nachwuchs. Alle Verträge laufen bis 2022.

dpa/red | Stand: 29.01.2021, 12:20

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