Nico Ihle wird Fünfter bei der Sprint-EM

Nico Ihle beim Weltcup in Tomaszow Mazowiecki (Dezember 2018)

Eisschnelllauf

Nico Ihle wird Fünfter bei der Sprint-EM

Nico Ihle hat bei der Sprint-EM der Eisschnellläufer seine dritte Medaille knapp verpasst. Der Bronzemedaillengewinner der vergangenen beiden Jahre wurde im italienischen Klobenstein diesmal Fünfter. Zu Edelmetall fehlten dem Chemnitzer mit 141,155 Zählern nur 0,36 Punkte.

Auf der Freiluftbahn hatte Ihle einen deutlich besseren zweiten Tag erwischt, blieb über 500 Meter in 35,47 Sekunden mehr als eine halbe Sekunde schneller als am Vortag. "Nach vorn geht da noch was", sagte der Sachse, der dann über 1.000 Meter die drittschnellste Zeit schaffte und damit für die erste Podestplatzierung deutscher Eisschnellläufer in diesem Winter sorgte.

Joel Dufter (Inzell) belegte über die 1.000 Meter Rang vier und in der Endabrechnung den siebten Platz. Den Titel sicherte sich zum zweiten Mal nach 2017 der Niederländer Kai Verbij. Die Plätze zwei und drei gingen an die Norweger Havard Lorentzen und Landsmann Henrik Rukke.

Roxanne Dufter Achte bei den Allrounderinnen

Bei der Mehrkampf-Entscheidung der Frauen hat Roxanne Dufter den achten Platz belegt. Die Inzellerin war durch den Startverzicht der Russin Jelisaweta Kazelina und ihres eigenen guten Resultats über 3.000 Meter noch ins Finale der besten Acht über 5.000 Meter gerutscht. "Natürlich war ich glücklich, dass ich noch mal laufen durfte. Das gibt mir Rückenwind für die WM in Inzell", meinte Dufter, die auf der Freiluftbahn in 7:30,96 Minuten ihre Bestzeit auf der langen Strecke nur ganz knapp verfehlte. Zuvor war sie über 1.500 Meter Elfte geworden und lag nach drei Strecken auch noch auf Platz elf der Gesamtwertung. Die Berlinerin Michelle Uhrig, die für die an einer Rückenverletzung laborierende Claudia Pechstein nachnominiert worden war, belegte in der Endabrechnung Rang 15.

Erstmals in die Siegerliste der Mehrkampf-EM schrieb sich Antoinette de Jong ein. Nach drei Streckenerfolgen über 500, 1500 und 3.000 Meter reichte der Niederländerin zum Abschluss über 5.000 Meter ein zweiter Platz. Den Streckensieg holte sich Martina Sablikova aus Tschechien, die damit in der Gesamtwertung noch zur Silbermedaille lief. Dritte wurde die Italienerin Francesca Lollobridgida vor Titelverteidigerin Ireen Wüst (Niederlande).

Halbzeit bei Frauen-Sprint und Männer-Mehrkampf

Im Sprint-Vierkampf der Damen fällt am Sonntag die Entscheidung. Gabi Hirschbichler aus Inzell ist nach den ersten 500 und 1.000 Metern Neunte im 13 Läuferinnen umfassenden EM-Feld. In Führung liegt die Österreicherin Vanessa Herzog.

Im Mehhrkampf der Männer belegen Lukas Mann und Felix Maly nach den Rennen über 500 Meter und 5.000 Meter die Plätze 12 und 13. Damit haben die beiden praktisch keine Chance mehr auf den Einzug ins Finale. Am Sonntag laufen zunächst noch einmal alle 1.500 Meter, ehe die besten Acht noch ein Rennen über 10.000 Meter bestreiten. In Führung bei Halbzeit liegt der Niederländer Patrick Roest, hauchdünn vor seinem Landsmann Sven Kramer und dem Norweger Sverre Lund Pedersen.

Thema in: B5 Sport, 12.01.2019, 15.54 Uhr

dpa/sid | Stand: 12.01.2019, 12:29

Darstellung: