Deutsche Eisschnellläufer in Calgary trotz persönlicher Bestzeiten abgeschlagen

Claudia Pechstein

Weltcup in Calgary

Deutsche Eisschnellläufer in Calgary trotz persönlicher Bestzeiten abgeschlagen

Vier persönliche Bestzeiten - aber nur hintere Plätze. Das ist die ernüchternde Bilanz der deutschen Eisschnellläufer am ersten Tag des Weltcups in Calgary.

Bei der Generalprobe für die Einzelstrecken-WM in einer Woche in Salt Lake City sind die deutschen Eisschnellläufer am Freitagabend (08.02.2020) in Calgary ohne vordere Platzierungen geblieben. Im einzigen A-Gruppen-Wettkampf mit deutscher Beteiligung wurde Claudia Pechstein über 3.000 Meter (4:05.054 Minuten) Zwölfte von 16 Starterinnen. Roxanne Dufter stürzte eine Runde vor dem Ziel und kam auf Rang 15 ein. "Es war auffällig, dass sich heute alle auf den letzten Runden extrem schwer getan haben", sagte Teamchef Helge Jasch zum auffälligen Abfall der Leistungen vor allem auf der Schlussrunde.

Der Sieg ging an Martina Sablikova (3:54.936 Minuten), die über zehn Sekunden schneller war als Pechstein. Die Tschechin gilt nun als Top-Favortin für die langen WM-Distanzen.

Eisschnelllauf - die 3.000 und 500 Meter aus Calgary Sportschau 08.02.2020 24:23 Min. Verfügbar bis 08.02.2021 Das Erste

Dufter und Marx unter 35 Sekunden

In den B-Gruppen konnten sich vier deutsche Männer aber zumindest über eine neue persönliche Bestzeit freuen. Joel Dufter und Jeremias Marx sind über 500 Meter erstmals unter 35 Sekunden gelaufen und wurden damit in ihrem Rennen Siebter und Achter. Der 24-jährige Dufter verbesserte seine Bestmarke auf 34,851 Sekunden. Der 22-jährige Marx drückte seine Bestzeit um fast eine Sekunde auf 34,879 Sekunden. Hendrik Dombek wurde in ebenfalls neuer Bestzeit (35,063 Sekunden) Elfter, der deutsche Rekordhalter Nico Ihle enttäuschte auf Platz zwölf (35,063 Sekunden). In der A-Gruppe gab es einen russischen Dreifacherfolg. Der Sieger Ruslan Muraschow lief 34,04 Sekunden.

Joel Dufter in Minsk

Drückt seine Bestzeit unter 35 Sekunden: Joel Dufter

Über 1.500 Meter stellte Stefan Emele, Umsteiger vom Inline Skating, ebenfalls eine neue Bestmarke auf. Nachdem der Erfurter zuletzt bei der EM seine Zeit bereits auf 1:47,91 Minuten deutlich verbessert hatte, war er in Calgary in B-Gruppe erneut mehr als eine Sekunde schneller. Seine neue Bestmarke liegt nun bei 1:46,31 Minuten. Den Sieg in der A-Gruppe sicherte sich der Russe Denis Juskow in 1:43,23 Minuten.

Reihenweise neue Bestmarken

Auf dem sehr schnellen Eis in Calgary sind noch weitere gute Zeiten drin. Allein im B-Gruppen-Rennen der Männer über 500 Meter stellten 15 der 31 Starter eine neue persönliche Bestmarke auf. Am gesamten ersten Wettkampftag (08.02.2020) purzelten 78 Bestzeiten.

dh | Stand: 08.02.2020, 00:52

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