Eisschnelllauf-Weltcup-Team steht - Athletensprecher lehnt Pechstein-Partner ab

Nico Ihle, Joel Dufter, Hendrik Dombek

Nach den Eisschnelllauf-Meisterschaften und vor dem Weltcup-Auftakt

Eisschnelllauf-Weltcup-Team steht - Athletensprecher lehnt Pechstein-Partner ab

Insgesamt 19 deutsche Eisschnellläufer und -läuferinnen hatten bei den Deutschen Meisterschaften die Weltcup-Norm geknackt. Zwölf dürfen nun zum Auftakt. Unterdessen geht die Diskussion um die Neu-Besetzung der DESG-Spitze weiter.

Die deutschen Eisschnellläufer gehen mit einem Zwölfer-Teams in den ersten Weltcup der Saison 2019/2020. Einen Tag nach dem Ende der internationalen deutschen Meisterschaften in Inzell nominierten die Bundestrainer Erik Bouwman und Danny Leger ihr Team.

Weltcup-Neulinge Petzold und Emele nominiert

Mit dabei sind die drei deutschen Top-Athletinnen und –Athleten Claudia Pechstein, Nico Ihle und Patrick Beckert sowie die weltcuperfahrenen Roxanne und Joel Dufter sowie Michelle Uhrig, außerdem Felix Maly, Hendrik Dombek und Jeremias Marx, die bisher hauptsächlich in Weltcup-B-Rennen zum Einsatz kamen. Zudem können sich zwei Weltcup-Neulinge auf die Reise nach Weißrussland freuen: der überraschende 1.500-Meter-Meister Fridtjof Petzold aus dem sächsischen Crimmitschau sowie Massenstart-Sieger Stefan Emele aus Erfurt schnuppern erstmals Weltcup-Luft. Wie die Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft am Montag (11.11.2019) mitteilte, soll über die exakten Streckeneinsätze erst vor Ort entschieden werden.

Nachwuchs-Hoffnungen bleiben zu Hause

Insgesamt hatten bei den Meisterschaften am Wochenende 19 deutsche Eisschnellläuferinnen und Eisschnellläufer die Weltcup-Norm geknackt, darunter Nachwuchs-Hoffnungen Victoria Stirnemann und Lukas Mann oder Inlinerin Josie Hofmann.

DESG-Präsident? Geisreiter gegen Pechstein-Partner Große

Claudia Pechstein

Claudia Pechstein mit Lebenspartner Matthias Große bei der 14. Verleihung der Victress Awards 2019 in der Universität der Künste

Unterdessen geht der Streit um die Führung in der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) nach dem Rücktritt von Präsidentin Stefanie Teeuwen weiter. Aktivensprecher Moritz Geisreiter hat sich dabei gegen eine Kandidatur von Matthias Große, dem Lebensgefährten von Claudia Pechstein, stark gemacht. "Aus meiner Sicht wäre Große nicht der Richtige", sagte der frühere deutsche Meister der "Süddeutschen Zeitung" (Montagausgabe, 11.11.2019). "Ein Präsident muss in dieser Situation den ganzen Verband einigen können, und diese Voraussetzung sehe ich bei ihm nicht", sagte Geisreiter, Präsidiumsmitglied des Vereins "Athleten Deutschland".

Teeuwen hatte einen Tag vor den Deutschen Meisterschaften hingeworfen. Große wurde von Pechstein persönlich ins Spiel gebracht – er ist bisher der Einzige, der eine Kandidatur angekündigt hatte.

dh/dpa | Stand: 11.11.2019, 11:13

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