Nächster Topstar sagt für Eiskunstlauf-WM ab

Jewgenija Medwedewa

Eiskunstlauf-WM in Mailand

Nächster Topstar sagt für Eiskunstlauf-WM ab

Immer schwieriger, immer mehr Risikio: Die Belastung beim Eiskunstlauf nimmt stetig zu. Die Folge sind viele Verletzungen. Jetzt musste auch Doppelweltmeisertin Jewgenija Medwedewa für die WM absagen. Die frisch gebackenen Olympiasieger, Aljona Savchenko und Bruno Massot sind fit und wollen es noch einmal wissen.

Nächste hochkarätige Absage für die Eiskunstlauf-WM: Titelverteidigerin Jewgenija Medwedewa aus Russland hat für die kommende Woche beginnenden Titelkämpfe in Mailand abgesagt. Die Olympia-Zweite von Pyeongchang muss eine mehrwöchige Pause einlegen, um eine Operation zu vermeiden. Erst im Dezember vergangenen Jahres hatte sich die 18-Jährige einen Ermüdungsbruch im rechten Fuß zugezogen.

Nächster Ermüdungsbruch drohte

"Aus Zeitmangel konnte Jewgenija keine vollständige Rehabilitation durchlaufen und hatte infolgedessen mit Schmerzen bei den Olympischen Spielen zu kämpfen. Nach der Rückkehr aus Korea verschlimmerten sich die Schmerzen im Fuß", heißt es in der Pressemitteilung des Verbandes. Damit dürfte der Weg für die amtierende Olympiasiegerin Alina Sagitowa aus Russland frei sein. Den Startplatz von Medwedewa wird die Vierte der Junioren-WM, Stanislawa Konstantinowa, einnehmen.

Daniel Weiss: Beängstigende Entwicklung

Die Winnie-Puuh-Taschentuchbox wurde zum Markenzeichen des japanischen Eiskunstläufers Yuzuru Hanyu. Seine Fans bejubeln ihr Idol, indem sie regelmäßig Stofftiere des berühmten Bären auf die Eisfläche werfen

Sprunggelenksverletzung bremst Yuzuru Hanyu.

Bereits zuvor hatten Olympiasieger Yuzuru Hanyu (Japan), die Olympia-Zweiten im Paarlauf, Sui Wenjing/Han Cong (China), sowie der Olympia-Dritte Javier Fernandez (Spanien) auf die WM-Teilnahme verzichtet. Gerade die chinesischen Paarläufer galten als härteste Konkurrenten für Aljona Savchenko und Bruno Massot. Sui Wenjing zog sich einen Ermüdungsbruch im Fuß zu, ein immer wieder auftauchendes Phänomen.

Das beobachtet auch ARD-Eiskunstlauf-Experte Daniel Weiss. "Es gibt immer mehr waghalsige Elemente, das Risiko wird immer höher. Dadurch ist auch die Belastung sehr groß. Diese Entwicklung ist beängstigend", sagte Weiss.  Und ein Ende der Spirale ist nicht in Sicht. Erst zuletzt bei der Junioren-WM hatte die erst 13-jährige Russin Alexandra Trusowa in ihrer Kür zwei Vierfachsprünge gezeigt.

Savchenko und Massot vor letzter WM?

Aljona Savchenko und Bruno Massot

Aljona Savchenko und Bruno Massot

Definitiv starten bei der WM in Mailand werden unsere frisch gebackenen Paarlauf-Olympiasieger Aljona Savchenko und Bruno Massot. Seit Montag (12.03.2018) befinden sich beide in Oberstdorf wieder auf dem Eis und bereiten sich voller Vorfreude auf die Titelkämpfe vor. Allerdings verdichten sich die Gerüchte, dass es die letzte Weltmeisterschaft für das deutsche Traumpaar auf dem Eis sein könnte. Noch sei aber nichts endgültig entschieden. Nach dem emotionalen Höhepunkt in Pyeongchang hatten Savchenko und Massot bei sechs Eisshows in der Schweiz geglänzt und wurden dort begeistert empfangen. Nun heißt es, wieder den Rhythmus zu finden und in Mailand noch einmal ganz groß auftrumpfen.

Thema in: MDR aktuell das Radio, 13.03.2018, 18:40 Uhr

rei/dpa | Stand: 13.03.2018, 12:38

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