Eiskunstlauf-WM in Montreal findet nicht statt

Minerva Fabienne Hase und Nolan Seegert

Eiskunstlauf-WM in Montreal findet nicht statt

Der Saisonhöhepunkt der Eiskunstläufer fällt aus. Die in Montreal geplante Weltmeisterschaft wurde am Mittwochabend abgesagt. Damit findet zum zweiten Mal seit 1961 keine Eiskunstlauf-WM statt.

Die Eiskunstlauf-WM in Montreal/Kanada (16. bis 22. März) ist wegen des Coronavirus abgesagt worden. Dies entschied am Mittwoch (11.03.2020) die Regierung der Provinz Quebec, in der die Austragungsstadt Montreal liegt.

"Die WM findet nicht statt", sagte Danielle McCann, Gesundheitsministerin Quebecs, und gab als Grund das "Übertragungsrisiko" an. Die Weltmeisterschaft werde möglicherweise noch in diesem Jahr nachgeholt, keinesfalls aber vor Oktober, teilte die ISU mit.

Zuletzt war 1961 eine Eiskunstlauf-WM abgesagt worden. Damals war das Flugzeug mit dem US-Team auf dem Weg nach Prag abgestürzt. Insgesamt starben damals 73 Menschen. 2011 war nach der Tsunami- und Reaktorkatastrophe in Japan die WM von Tokio nach Moskau verlegt worden.

Acht Deutsche sollten starten

Aus deutscher Sicht hätten die EM-Fünften Minerva-Fabienne Hase und Nolan Seegert, ihre Berliner Paarlauf-Kollegen Annika Hocke und Robert Kunkel, die deutschen Eistanz-Meister Katharina Müller und Tim Dieck aus Dortmund sowie in den Einzel-Konkurrenzen Paul Fentz (Berlin) und Nicole Schott (Essen) bei der WM starten sollen.

sid/dpa | Stand: 11.03.2020, 21:03

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