Paarläufer Savchenko und Massot beenden Karriere

Eiskunstlauf-Olympiasieger

Paarläufer Savchenko und Massot beenden Karriere

Die Eiskunstlauf-Olympiasieger Aljona Savchenko und Bruno Massot beenden ihre Karriere, teilte die 37 Jahre alte gebürtige Ukrainerin in den sozialen Netzwerken mit.

Savchenko hatte zusammen mit Massot 2018 in Pyeongchang Olympia-Gold im Paarlauf gewonnen und mit ihrer "Jahrhundertkür" begeistert.

"Bruno und ich haben beschlossen, nicht in den Wettkampf zurückzukehren", schrieb Savchenko, die zuletzt noch über ein mögliches Comeback bei den Winterspielen 2022 in Peking gesprochen hatte. Sie sprach von einer "extrem schwierigen Entscheidung" und kämpfe immer noch mit sich selbst. "Ich liebe wirklich das Adrenalin von Wettkämpfen, mich selbst über das Limit zu pushen und das tägliche Training. Ich hatte gehofft, unsere Karriere fortsetzen zu können, aber leider fehlen einige Teile des Teams!", schrieb sie.

Savchenko über mögliches Comeback: "Bräuchten Unterstützung" Sportschau 25.03.2021 07:03 Min. Verfügbar bis 25.03.2022 Das Erste

Savchenko bescherte der Deutschen Eislauf-Union mit Robin Szolkowy und danach mit Massot von 2006 an 23 Medaillen bei Olympia, WM und EM - darunter elf aus Gold. Aktuell habe auch die Coronavirus-Pandemie "alles noch ein bisschen härter gemacht", schrieb Savchenko.

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Massot hat neue Aufgabe beim französischen Eislaufverband

Der 32-jährige Massot kündigte an, mit seiner Familie aus der Schweiz in seine Geburtsstadt Caen in der Normandie zurückzukehren. Dort soll er für den französischen Eislaufverband als Coach ein Paarlauf-Trainingszentrum aufbauen. Der gebürtige Franzose, der im November 2017 und damit rechtzeitig vor Pyeongchang in Deutschland eingebürgert worden war, hatte andere Pläne als seine Partnerin.

Geahnt hatte Savchenko das Ende ihrer Träume von der sechsten Olympia-Teilnahme schon länger. Erst im vergangenen März erklärte die sechsmalige Weltmeisterin fast schon verzweifelt: "Allein laufen kann ich ja nicht, und mit einem anderen Partner wäre es Quatsch." Ein etwaiger Massot-Ersatz hätte im Hinblick auf Peking nicht nur auf dessen Level laufen, sondern auch einen deutschen Pass besitzen müssen. Savchenko, die im Allgäu lebt, kann sich nun ganz auf ihre Familie konzentrieren. Auch wenn sie sich das noch nicht so vorgestellt hatte. Savchenko hatte noch die Gier auf den Wettbewerb, die unbändige Lust am Sport.

Goldkür von Pyeongchang als Karrierehighlight

Wenn die nur 1,53 m große Savchenko ausdrucksstark über das Eis glitt, schauten ihr die Fans fasziniert zu. Savchenko wusste das, Savchenko brauchte das. Doch das ist Vergangenheit. Dem Eiskunstlauf generell, aber vor allem der Deutschen Eislauf-Union (DEU) geht damit eine Attraktion verloren. Sportlicher Höhepunkt des Paares war der Triumph 2018 in Pyeongchang. Begonnen hatte die Mission Gold zunächst mit einem Fehlstart und Rang vier nach dem Kurzprogramm.

Massot war den Salchow nur zweifach statt dreifach gesprungen. Punktabzüge, Gold schien bereits unerreichbar. Doch in der Kür lief das Paar zur Höchstform auf. Mit der Weltrekordpunktzahl 159,31 fingen Savchenko/Massot die führenden Chinesen Sui Wenjing/Han Cong noch ab und triumphierten mit einem halben Punkt Vorsprung. Im Monat danach gewannen Savchenko/Massot auch bei der WM in Mailand Gold. Das Paar lief seit 2014 gemeinsam für Deutschland, bleiben wird für immer die Erinnerung an jenen 15. Februar 2018.

sid/dpa | Stand: 30.04.2021, 21:29

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