Schott enttäuscht bei Eiskunstlauf-EM - Kostornaia holt Gold

Eiskunstlauf-EM - die Kür von Nicole Schott Sportschau 25.01.2020 07:37 Min. Verfügbar bis 25.01.2021 Das Erste

Kür der Frauen bei der Eiskunstlauf-EM

Schott enttäuscht bei Eiskunstlauf-EM - Kostornaia holt Gold

Die beste deutsche Eiskunstläuferin hat ihre selbstgesteckten EM-Ziele deutlich verpasst. Bei einem russischen Dreifachsieg wurde Nicole Schott am Samstagabend in Graz nur 13. Die neue Europameisterin ist eine 16-jährige Russin.

Nicole Schott hat bei der Eiskunstlauf-Europameisterschaft in Graz in der Kür enttäuscht. Die Essenerin wurde nach Rang 14 im Kurzprogramm nach der Kür 13. - und lief dabei zum zweitschlechtesten EM-Ergebnis ihrer Karriere. Der EM-Titel ging erstmals an die Russin Alena Kostornaia, die sich gegen ihre Landsfrauen Anna Tscherbakowa und Alexandra Trusowa durchsetzte.

Nervöse und instabile Vorstellung

Eiskunstläuferin Nicole Schott

Enttäuschung im Gesicht von Nicole Schott.

Nicole Schott, einzige deutsche Starterin im Feld der 37 Starterinnen, verpasste mit 104,20 Kür-Punkten und 162,26 Gesamt-Punkten ihre selbstgesteckten Ziele neuer persönlicher Bestmarken deutlich. In der Kür lief Schott in dieser Saison bereits zu 120,93 und Gesamt bereits zu 182,71 Zählern. "Einfach zum Vergessen. Das war mein schwächster Wettbewerb - und ausgerechnet bei der EM", ärgerte sich deutsche Meisterin unter Tränen nach dem Wettkampf.

Eiskunstläuferin Nicole Schott

Schott zeigte wie schon im Kurzprogramm eine nervöse und instabile Vorstellung. Immer wieder konnte sie Sprünge nicht stehen oder verkürzte Elemente wie den dreifachen Axel zum zweifachen Sprung. Nach einem durchwachsenen Auftritt war Schott die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Nie kam sie an die Form heran, mit der sie in internationalen Wettkämpfen in diesem Winter bereits zweimal auf den dritten Rang gelaufen war – und wegen der sie es in die Nominierten-Liste des neu geschaffenen Welt-Eislauf-Verbands-Awards geschafft hatte.

Direkt nach ihrer Kür musste die fünffache deutschen Meisterin befürchten, dass sie wie im Vorjahr nur EM-16. werden würde. Weil nach ihr weitere Läuferinnen wie die Französin Lea Serna oder die Georgierin Alina Urashadze aber ebenfalls patzten, kam Schott noch auf Rang 13.

Russin Alena Kostornaia neue Europameisterin

Alena Kostornaia (Mitte), Anna Shcherbakova /  Tscherbakowa (li.), Alexandra Trusowa (re.) bei der Eiskunstlauf-EM

Das EM-Podest: Kostornaia (Mitte), Tscherbakowa (li.) und Trusowa (re.)

In einem Sprungfestival um den Titel holte sich die 16-jährige Russin Alena Kostornaia EM-Gold. Die Grand-Prix-Siegerin und Zweitplatzierte der Junioren-EM 2018 setzte sich mit insgesamt 240,81 Punkten gegen ihre Landsfrauen Anna Tscherbakowa (237,76 Punkte) und Alexandra Trusowa (225,34 Punkte) durch. Das Trio hatte bereits nach dem Kurzprogramm vorn gelegen.

Kostornaia sowie die beiden erst 15-jährigen Tscherbakowa und Trusowa zeigten viele hochklassige Elemente. Tscherbakowa und Trusowa hatten dabei drei sowie fünf Vierfachsprünge im Programm, konnten aber nicht alle Elemente sicher stehen und mussten sich so hinter Kostornaia einreihen.

Eiskunstlauf-EM - die Kür der Damen Sportschau 25.01.2020 04:07:13 Std. Verfügbar bis 25.01.2021 Das Erste

Eiskunstlauf-EM - Die Sieger und Siegerinnen
KategorieSieger/SiegerinDeutsche Starter (Platzierung)
MännerDimitri Alijew (Russland)Paul Fentz (8.)
PaarlaufAlexandra Boikowa/Dimitri KoslowskiMinerva Fabienne Hase/Nolan Seegert (5.)
Annika Hocke/Robert Kunkel (7.)
EistanzenVictoria Sinizina/Nikita KazalapowKatharina Müller/Tim Dieck (13.)
FrauenAlena Kostornaia (Russland)Nicole Schott (13.)
SchaulaufenSonntag, 26.01., ab 14.30 Uhr im Livestream

dh | Stand: 25.01.2020, 22:26

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