Eiskönigin Savchenko "baggert" an Partner Massot

Paarlauf-Comeback?

Eiskönigin Savchenko "baggert" an Partner Massot

Mit ihrer Traum-Kür bei den Olympischen Spielen 2018 rührten die Paarläufer Aljona Savchenko und Bruno Massot Tausende zu Tränen. Danach legten beide eine Pause ein. Jetzt wird ein Comeback immer wahrscheinlicher.

Auf dem Eis kann Aljona Savchenko alles. Doch jetzt sind andere Qualitäten gefragt. Die 35-Jährige will zurück auf die Bühne, und versucht gerade ihren Paarlauf-Partner Bruno Massot zu einem Comeback zu überreden.

"Ich liebe es auf dem Eis zu stehen"

"Ich arbeite hart daran, dass sich Bruno, der sich inzwischen als Trainer profiliert hat, von einem Comeback überzeugen lässt", bestätigte Savchenko der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Die Paarlauf-Olympiasieger machen seit Ende 2018 Pause, einen endgültigen Schlussstrich unter ihrer Karriere zogen beide damals noch nicht. Sie hielten sich alle Optionen offen. Jetzt ist bei der gebürtigen Ukrainerin, die Anfang September erstmals Mutter geworden ist, das Feuer wieder ausgebrochen. "Ich liebe es einfach, auf dem Eis zu stehen und den Menschen zu zeigen, was mich an meinem Sport so fasziniert.Ich liebe den Wettkampf, ich liebe das Eis, es ist meins", sprudelte es aus der 35-Jährigen nur so heraus.

Stärker als beim Olympia-Gold

Eiskunstlaufpaar Aljona Savchenko und Bruno Massot während ihrer Kür und bei der Siegerehrung

Eiskunstlaufpaar Aljona Savchenko und Bruno Massot während ihrer Kür und bei der Siegerehrung bei den Winterspielen 2018.

Savchenko glaubt sogar mit ihrem Partner Bruno Massot noch stärker sein zu können, als beim Olympiasieg 2018. "Wir könnten unsere Olympia-Kür toppen", sagt sie überzeugt. In Pyeongchang hatten sich Savchenko/Massot mit einem Weltrekord den Olympiasieg gesichert. Die Medaille stach damals aus allen anderen deutschen Goldmedaillen heraus. Zum einen, weil es das erste Paarlauf-Gold für den deutschen Verband seit 66 Jahren - seitdem Ria Baran und Paul Falk 1952 in Oslo gewannen - war. Zum anderen, weil Savchenko/Massot nach dem Kurzprogramm nur auf dem vierten Platz gelegen hatten.

"Fühle mich wie 18"

Eine Rückkehr auf das Eis wäre eine Rückkehr ohne Druck. Keiner könne ihr den Olympiasieg mehr wegnehmen, sagt die ehgeizige Sportlerin. Dass sie knapp zwei Jahre nach ihrem Rückzug noch zu Höchstleistungen fähig ist, bezweifelt Savchenko nicht: "Ich bin zwar 35 Jahre alt, fühle mich manchmal aber, als wäre ich 18."

Ansporn für ein Comeback sei zudem, dass im internationalen Paarlauf die sportliche Entwicklung etwas stagniert hat. "Da ist die Zeit irgendwie stehen geblieben", meinte Savchenko. Es gebe einige gute Paare wie die russischen Aufsteiger Boikowa/Koslowski oder die chinesischen Weltmeister Sui/Han, "aber programmatisch nichts Neues. Es fehlt derzeit das Außergewöhnliche, bei dem ich sagen würde: Wow!"

Thema in: MDR Aktuell - das Nachrichtenradio, 07.01.2020, 10.40 Uhr

sst/dpa | Stand: 07.01.2020, 08:52

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