DSV-Athleten am Wochenende auf Medaillenjagd  

Markus Eisenbichler in Oberstdorf

DSV-Athleten am Wochenende auf Medaillenjagd  

Bei der Nordischen Ski-WM in Seefeld steht ein Superwochenende mit sieben Entscheidungen auf dem Programm. Auch die DSV-Athleten gehen auf Medaillenjagd. Dabei haben speziell die Skispringer und Kombinierer einige heiße Eisen im Feuer und peilen den Titel an.

Viel spricht für Eisenbichler

Mann des Wochenendes könnte Skispringer Markus Eisenbichler werden, der bereits im Training am Donnerstag (21.02.2019) am Bergisel glänzte und mit 125 Metern im ersten Durchgang die beste Weite erzielte. Den zweiten Sprung am Bergisel ließ Eisenbichler aus, der mit 132 Metern an seinen ärgsten Widersacher, den Japaner Ryoyu Kobayashi, ging. Am Samstag (23.02.2019) steigt dann das erste WM-Duell, in dem Eisenbichler gute Chancen auf Gold eingeräumt werden. "Im Einzel will jeder vorne angreifen. Ich weiß, dass ich da mitkämpfen kann", gab sich der Zweite der Vierschanzentournee optimistisch. Viermal war der 27-Jährige im Winter schon Zweiter, immer hinter Kobayashi. In Innsbruck will Eisenbichler endlich den Spieß umdrehen und die Nummer eins werden. "Wenn er einen guten Sprung macht, ist er der Allerbeste", stärkte Bundestrainer Werner Schuster seinem Schützling den Rücken. "Dann kann Markus auch den Kobayashi schlagen."

DSV-Adler im Team aufs Podest?

Markus Eisenbichler (l.) und Stephan Leyhe

Markus Eisenbichler (l.) und Stephan Leyhe

24 Stunden später geht es für Eisenbichler und Co. im Teamwettkampf (14.45 Uhr) erneut um Gold. "Da wollen wir auf das Podest, klar", sagte der Siegsdorfer. Die Voraussetzungen sind gut: Vier Mannschaftsspringen gab es in dieser Saison, immer reichte es mindestens zu Rang zwei. In Zakopane flogen die DSV-Adler sogar zum Sieg. Größter Konkurrent des deutschen Quartetts dürfte Titelverteidiger Polen mit Olympiasieger Kamil Stoch werden.

Kombinierer peilen Gold im Teamsprint an

Kombinierer Johannes Rydzek aus Deutschland im Training

Johannes Rydzek

Auch die Nordischen Kombinierer nehmen am Sonntag (24.02.2019) den Sprung aufs oberste Treppchen fest ins Visier (10.30 Springen/13.30 Langlauf). Im Teamsprint holte Deutschland sowohl bei der WM 2017 als auch bei den Olympischen Spielen 2018 in Pyeongchang Gold. Dennoch mahnte Johannes Rydzek zur Vorsicht: "Als Team müssen wir uns überhaupt nicht verstecken, haben aber insbesondere mit den Norwegern und den Österreichern enorm starke Gegner." Der noch relativ junge Wettbewerb, bei dem zwei Starter pro Nation antreten, gehört erst zum vierten Mal zum WM-Programm. Deutschland stand bislang immer auf dem Podest, holte bei der Premiere 2013 im italienischen Val di Fiemme Bronze, dann 2015 Silber in Falun (SWE) und 2017 in Lahti (FIN) schließlich die Goldmedaille. "Und jetzt wollen wir natürlich wieder aufs Stockerl", gab Bundestrainer Hermann Weinbuch die Devise aus.

Langlauf: Chancen für deutsches Duo

Victoria Carl

Victoria Carl

Gleich vier Entscheidungen stehen im Skilanglauf an. Während das DSV-Team am Samstag im Skiathlon sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen chancenlos sein dürften, lässt zumindest der Teamsprint am Sonntag (Finals ab 11.30 Uhr) hoffen. Victoria Carl geht nach ihrem starken fünften Platz im WM-Einzel an der Seite von Sandra Ringwald ins Rennen, ein Platz auf dem Podest wäre aber eine faustdicke Überraschung.

jmd/dpa | Stand: 22.02.2019, 12:25

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