Diese Athleten verabschieden sich

Diese Athleten verabschieden sich

Noriaki Kasai (45) und Claudia Pechstein (46) werden wir auch kommenden Winter in Aktion sehen. Andere haben ihre Karriere nun beendet, darunter Österreichs Ski-Ass Michaela Kirchgasser und Biathletin Marie Dorin-Habert. Ein Überblick.

Kevin Kuske

Kevin Kuske (Bob): Er ist der erfolgreichste Bob-Sportler der Olympia-Geschichte. Vier Gold- und zwei Silbermedaillen hängen im Trophäenschrank des 39-jährigen Potsdamers. Der sprintstarke Anschieber beendete nach dem zweiten Platz im Viererbob in Pyeongchang seine Karriere, in der er André Lange, Maximilian Arndt, Thomas Florschütz und Nico Walther im Zweier- und Viererbob zu 13 WM- und 21 EM-Medaillen verhalf.

Kevin Kuske (Bob): Er ist der erfolgreichste Bob-Sportler der Olympia-Geschichte. Vier Gold- und zwei Silbermedaillen hängen im Trophäenschrank des 39-jährigen Potsdamers. Der sprintstarke Anschieber beendete nach dem zweiten Platz im Viererbob in Pyeongchang seine Karriere, in der er André Lange, Maximilian Arndt, Thomas Florschütz und Nico Walther im Zweier- und Viererbob zu 13 WM- und 21 EM-Medaillen verhalf.

Marie Dorin-Habert (Biathlon): Die Grande Dame des französischen Biathlons sagt "Au revoir". Die hochdekorierte Skijägerin hatte ihren Karrierehöhepunkt bei der WM 2016 in Oslo. Knapp eineinhalb Jahre nach der Geburt ihrer Tochter holte sie am legendären "Holmenkollen" sechs Mal Edelmetall (3x Gold, 2x Silber, 1x Bronze). Auch in dieser Saison lief es noch einmal prächtig für die 31-Jährige. Gold mit der Mixed-Staffel in Pyeongchang, dazu Bronze in der Damen-Staffel. Und im vorletzten Rennen ihrer Karriere stand sie ebenfalls ganz oben. Nun ist sie aber auch "froh, den harten Job zu beenden", wie sie mit einem Lächeln sagt.

Björn Kircheisen (Nordische Kombination): Frenetischer Jubel brandete am Wochenende in Schonach auf, als der 22. des letzten Saisonrennens ins Ziel kam. Es war der letzte von 281 Weltcup-Starts in der großen Karriere von Björn Kircheisen. "Ich habe das noch einmal richtig genossen. Tolles Wetter, tolles Publikum", sagte der 34-Jährige danach. 16 WM- und Olympiamedaillen kann er sein Eigen nennen, die letzte davon 2017 in Lathi im Teamwettbewerb war dabei seine einzig goldene im Erwachsenenbereich. Nach 17 Jahren als Aktiver steht nun ein Wechsel zu den Trainern im Raum.

Michaela Kirchgasser (Ski Alpin): Seit 2001 war die Österreicherin im Weltcup-Zirkus unterwegs. Dreimal krönte sich die 33-Jährige mit dem Team zur Weltmeisterin, zudem holte sie drei Einzelmedaillen bei ihren sechs WM-Teilnahmen. Nicht ganz so gut lief es bei den Olympischen Spielen. Dort ist ein fünfter Platz im Slalom in Turin 2006 ihr bestes Ergebnis. Ihr letztes Rennen fuhr die Salzburgerin ganz heimatverbunden im Dirndl.

Jakub Janda (Skispringen): Politik statt Schanze lautet nun das Motto von Jakub Janda. Der ehemalige Vierschanzentournee- und Gesamtweltcup-Sieger hat die Skier in die Ecke gestellt und sitzt nun im Anzug im tschechischen Parlament. Damit hatte der 39-Jährige eigentlich gar nicht gerechnet und sich auf eine "komplette Wintersaison mit dem Höhepunkt Olympische Spiele eingestellt". Nach der Wahl Mitte Oktober ging es für Janda aber noch einmal auf die Schanze. Beim Saison-Auftakt im polnischen Wisla stürzte er sich ein letztes Mal vom Bakken.

Julia Mancuso (Ski Alpin): Gesundheitliche Probleme zwingen die US-Amerikanerin zum Karriereende. In ihrem letzten Rennen stahl die 33-Jährige, die häufig im Schatten von Superstar Lindsey Vonn stand, noch einmal allen die Show. Im Kostüm der Superheldin "Wonder Woman" begab sich die Superfrau auf ihre letzte Fahrt in Cortina d'Ampezzo. Es war ihr 399. Weltcup-Rennen und ein würdiger Abschied einer großen Karriere, die mit dem Olympiasieg 2006 im Riesenslalom gekrönt war.

Tom Hilde (Skispringen): Die norwegischen Skispringer sind aktuell so stark, dass kein Platz mehr für Tom Hilde ist. Und der 30-Jährige hat die Zeichen der Zeit erkannt. "Nach zwölf Jahren ist es an der Zeit, meine Karriere dort zu beenden, wo sie begonnen hat", ließ er über die sozialen Netzwerke wissen. Bei der Raw Air Tour in Lillehammer ging es für den Bronzemedaillen-Gewinner von Vancouver 2010 (Team) zum letzten Mal auf der großen Bühne von der Schanze.

Julia Dujmovits (Snowboard): Die Olympia-Siegerin des Riesenslaloms von Sotschi macht mit 30 Jahren Schluss. Zahlreiche Verletzungen prägten die Karriere der Österreicherin. Ihren größten Kampf musste sie doch auf einem anderen Feld führen: Sie verlor als 13-Jährige ihren gesamten Freundeskreis bei der Brandkatastrophe in der Gletscherbahn Kaprun im November 2000. Ihr Bruder überredete sie damals, die Gondel statt der Seilbahn zu nehmen. Eigentlich wollte sie niemals mehr Snowboard fahren. "Aber dann dachte ich mir: Wenn ich weiterfahre, hole ich Gold für meine Freunde", so Dujmovits.

Patrick Bussler (Snowboard): Mit Platz vier bei Olympia 2014 war er ganz knapp vor der Erfüllung seines großen Traums von der Olympia-Medaille. Aber es sollte nicht sein. 2018 scheiterte der Münchner bereits in der Qualifikation. Nach dem Karriereende steht für den 33-Jährigen nun ein duales Studium der Wirtschaftsinformatik auf dem Programm.

Veronika Velez-Zuzulova (Ski Alpin): Auch für die Slalom-Spezialistin ist nach diesem Winter Schluss. Die Slowakin konnte fünf Weltcup-Rennen gewinnen - natürlich alle in ihrer Spezialdisziplin. Wie Michaela Kirchgasser fuhr sie in Ofterschwang ihr letztes Rennen. Und wie Kirchgasser machte sie es in einer Tracht aus ihrer Heimat.

Lowell Bailey (Biathlon): Er war ein Großer auf und neben der Strecke. Der US-Amerikaner feierte seinen größten Erfolg als Einzel-Weltmeister bei der WM 2017 in Hochfilzen. Zudem war er jahrelang Athletensprecher und setzte sich für die Belange seiner Kollegen ein. Jetzt baut er ein Nachwuchsleistungszentrum in den USA auf und ist nebenbei Farmer.

Weronika Nowakowska-Ziemniak (Biathlon): Die polnische Skijägerin gewann 2015 bei der WM Silber im Sprint und sicherte sich in der Verfolgung noch die Bronze-Medaille. Mit nur 31 Jahren macht sie nun Schluss. In diesem Winter schaffte sie in der Verfolgung von Oberhof mit dem vierten Platz ihr bestes Saison-Ergebnis.

Patrick Thaler (Ski Alpin): Mit 40 Jahren ist nun auch mal bei Patrick Thaler Schluss. Der italienische Technikspezialist ging vor 20 Jahren erstmals im Weltcup an den Start. Dreimal stand er auf dem Podium, der Sprung ganz nach oben gelang ihm aber nicht.

Verena Stuffer (Ski Alpin): Zwölf Jahre war Verena Stuffer im alpinen Weltcup zuhause. Nun heißt es auch für die 33 Jahre alte Italienerin Abschied nehmen. Ein Weltcup-Podestplatz blieb ihr in ihrer Karriere verwehrt, sie schaffte es aber zehn Mal in die Top Ten.

Florian Eisath (Ski Alpin): 33 Jahre ist für einen Skirennfahrer eigentlich noch kein fortgeschrittenes Alter. Trotzdem beendet auch der Italiener Florian Eisath nun seine Karriere. Der einfache Grund: "Ich wollte aufhören, solange ich noch mithalten kann", sagte der Riesenslalom-Spezialist. Angesicht von zwei Top-10-Platzierungen in diesem Winter ist ihm das auf jeden Fall gelungen.

Stand: 16.03.2018, 13:40 Uhr

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