Das waren die Stars des Winters

Das waren die Stars des Winters

Die Wintersport-Saison ist vorbei. Zeit für einen Rückblick auf die, die fast täglich vom Treppchen gegrüßt haben. Diese Stars des Winters dominierten in ihrem Sport.

Mikaela Shiffrin

Ski alpin - "Wonder Woman" Mikaela Shiffrin hat in dieser Saison einmal mehr Skigeschichte geschrieben. Zum Beispiel mit ihrem 40. Slalomsieg im Weltcup. Die 24-jährige US-Amerikanerin setzte sich beim Saisonfinale in Soldeu/Andorra durch und stellte die Slalom-Bestmarke des großen Schweden Ingemar Stenmark ein. Bei der alpinen Ski-WM in Are (Schweden) schnappte sich Shiffrin drei Medaillen (Gold im Slalom und Super-G sowie Bronze im Riesenslalom).

Ski alpin - "Wonder Woman" Mikaela Shiffrin hat in dieser Saison einmal mehr Skigeschichte geschrieben. Zum Beispiel mit ihrem 40. Slalomsieg im Weltcup. Die 24-jährige US-Amerikanerin setzte sich beim Saisonfinale in Soldeu/Andorra durch und stellte die Slalom-Bestmarke des großen Schweden Ingemar Stenmark ein. Bei der alpinen Ski-WM in Are (Schweden) schnappte sich Shiffrin drei Medaillen (Gold im Slalom und Super-G sowie Bronze im Riesenslalom).

Ski alpin - Marcel Hirscher ist der Ski-Alpin-Star 2018/19. Bei Weltcuprennen stand der Österreicher nun schon insgesamt 67-mal ganz oben auf dem Treppchen - nur der Schwede Ingemar Stenmark war bei den Herren in dieser Statistik erfolgreicher als er. Ob Hirscher seine Karriere zeitnah beendet, ließ der 30-Jährige offen: "Ich bin jetzt zehn Jahre in dem ganzen Zirkus dabei, und dass man da früher oder später Federn lässt, ist ganz klar. Mal sehen, wie ich in den Sommer reinkomme."

Para-Ski-alpin - Mit zwei Gold- und drei Silbermedaillen ragte Monoskifahrerin Anna Schaffelhuber bei der Para-Alpin-WM in Kranjska Gora und Sella Nevea aus dem fünfköpfigen deutschen Team heraus. Im März richtet sich ihr Fokus auf den Uni-Abschluss. Acht Prüfungen stehen an. Dann will die Lehramtsstudentin das zweite Staatsexamen in der Tasche haben. Im Mai heiratet Schaffelhuber standesamtlich am Chiemsee, im August folgt die kirchliche Trauung.

Biathlon - Dorothea Wierer weiß, wie es geht. Die Italienerin siegt im Gesamtweltcup mit 22 Punkten Vorsprung vor ihrer Landsfrau Lisa Vittozzi. Im Einzel-Weltcup hat Vittozzi zwar die Nase vor, aber Wierer glänzt in den Disziplinen Verfolgung (Erste), Sprint (Zweite hinter Anastasiya Kuzmina) und Massenstart (Zweite hinter Hanna Öberg). Bei der WM in Östersund siegte Wierer im Massenstart. Mit Lukas Hofer gab es Silber im Single-Mixed. Zudem gehörte Wierer zur Mixed-Staffel, die Bronze gewann.

Biathlon - Überragender Biathlet war mal wieder Johannes Thingnes Bö, der seit dieser Saison Weltcup-Rekordhalter ist: 16 Siege in einer Saison gelangen zuvor keinem Skijäger. Bö gewinnt (fast) immer und sicherte sich neben der großen Kristallkugel auch die Siege in den Einzeldiszilpinen Sprint, Verfolgung, Einzel und Massenstart.

Biathlon - Aus deutscher Sicht ragte Arnd Peiffer mit drei WM-Medaillen und Platz fünf im Weltcup heraus. Aufsteigerin war zweifelsfrei Denise Herrmann. Die Ex-Langläuferin gewann bei der WM überraschend drei Medaillen - herausragend war dabei ihr Goldlauf in der Verfolgung.

Langlauf - Die Norwegerin Ingvild Flugstad Östberg hat erstmals in ihrer Karriere den Langlauf-Gesamtweltcup gewonnen. Dafür reichte der 28-Jährigen in Québec ein dritter Platz im Verfolgungsrennen. Ihre härteste Widersacherin war Natalia Neprajewa aus Russland. Bei der WM holte sie Silber im Skiathlon (Gold: Therese Johaug), über 30 Kilometer (Gold: Johaug) und in der Staffel (Gold: Schweden) sowie Bronze im Klassik-Rennen über 10 Kilometer und im Team-Sprint klassisch (mit Maiken Caspersen Falla).

Langlauf - Johannes Hoesflot Klaebo aus Norwegen behauptet sich im Gesamtweltcup-Ranking vor dem Russen Alexander Bolschunow. Mit Platz eins in der Verfolgung machte er am letzten Wettkampftag alles klar. In den Distanzrennen war er nur Neunter, aber in den Sprintrennen dominierte Klaebo den Winter 2018/19. Bei der Tour de Ski machte Klaebo keiner etwas vor. Bei der WM jubelte der Norweger über Gold im Sprint, im Team-Sprint klassisch und mit der Staffel.

Para-Ski-Nordisch - Bei der Para-Ski-Nordisch-WM im kanadischen Prince George hat Clara Klug mit ihrem Guide Martin Härtel überzeugt. Das Duo glänzte im Februar mit dreimal Gold im Biathlon und zweimal Bronze im Langlauf. Insgesamt hat die deutsche Mannschaft bei den Wettkämpfen in British Columbia 15 Medaillen gewonnen. Nur die Ukraine mit Ausnahmeathleten wie Taras Rad in der sitzenden Konkurrenz und Ludmilla Liaschenko in der stehenden Konkurrenz übertraf das mit 41 Medaillen.

Nordische Kombination - Nach der fünfjährigen Gesamtweltcup-Siegesserie von Eric Frenzel und Akito Watabes Hammer-Saison 2018/19 ist nun der Norweger Jarl Magnus Riiber der Star am NoKo-Himmel.Beim Finale in Schonach egalisierte er mit seinem zwölften Saisonsieg die bisherige Bestmarke des Finnen Hannu Manninen. Bei der WM in Seefeld sicherte sich Riiber zwei Goldmedaillen (Einzel Normalschanze, Team) und einmal Silber (Team-Sprint mit Jan Schmid). Bester Deutscher der Weltcup-Saison war Johannes Rydzek auf Rang vier.

Skispringen - Im russischen Nischni Tagil sichert sich Maren Lundby Mitte März vorzeitig den erneuten Triumph im Gesamtweltcup. Die Weltmeisterin aus Norwegen ist auch 2018/19 uneinholbar. Bei der Ski-WM in Seefeld verwies Lundby Katharina Althaus auf Rang zwei. Mit dem Team und dem Mixed-Team sicherte sich Lundby Bronze.

Skispringen - Ryoyu Kobayashi ist der Star auf den Schanzen, die die Welt bedeuten. Der Japaner setzte sich im Gesamtweltcup vor Stefan Kraft und Kamil Stoch durch. Zudem triumphierte er bei der Vierschanzentournee in Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen. Ihm gelang wie Sven Hannawald und Kamil Stoch der Grand Slam. Bei der WM in Seefeld verpasste Kobayashi eine Einzelmedaille, jubelte aber im Teamspringen über Bronze (hinter Sieger Deutschland und Vizeweltmeister Österreich).

Eisschnelllauf - Die Tschechin Martina Sablikova hat sich bei der Mehrkampf-WM der Eisschnellläuferinnen im kanadischen Calgary Gold gesichert. Mit einem Weltrekord im abschließenden 5.000-Meter-Rennen verdrängte die dreimalige Olympiasiegerin Sablikova die bis dahin führende Japanerin Miho Takagi noch auf den zweiten Platz. Einen Tag nach ihrer Bestmarke über 3.000 Meter lief Sablikova die 5.000 Meter in 6:42,01 Minuten und war damit 65 Hundertstelsekunden schneller als bei ihrem alten Weltrekord.

Eisschnelllauf - Bei den Männern setzte sich der Titelverteidiger Patrick Roest aus den Niederlanden vor dem Norweger Sverre Lund Pedersen durch. Bei der Mehrkampf-WM knackte Roest mit 145,561 Punkten den Vierkampf-Weltrekord, die älteste Bestmarke im Männer-Bereich. Sie war von Shani Davis (USA) 2006 ebenfalls in Calgary mit 145,742 Punkten aufgestellt worden.

Shorttrack - Anna Seidel ist erst 20 Jahre alt und doch schon seit Jahren die deutsche Hoffnungsträgerin im Shorttrack. Dieser Rolle wurde sie im nacholympischen Winter mehr als gerecht. Beim Weltcup in Salt Lake City gewann sie Silber über 1.000 Meter. In Sofia erzielte sie auf dieser Strecke als Siebte ihr bisher bestes WM-Ergebnis. Die Arbeit mit dem neuen Bundestrainer Stuart Horsepool zahlte sich aus. In der Breite fehlt den deutschen Shorttrackern aber weiter die internationale Qualität. Seidel bleibt eine Ausnahmeerscheinung.

Rodeln - Natalie Geisenberger sichert sich zum siebten Mal in Serie den Sieg im Gesamtklassement. Beim letzten klassischen Weltcup-Rennen ihrer Dauerrivalin Tatjana Hüfner raste die 31-Jährige in Sotschi zum Sieg. Mit einem breiten Grinsen stieg Geisenberger von ihrem Schlitten und zeigte mit beiden Händen die magische Zahl "7" in die Kamera. Bei den Männern siegte Semjon Pawlitschenko im Gesamtweltcup. Felix Loch wurde Dritter.

Rodeln - Im Doppel waren Toni Eggert und Sascha Benecken mal wieder einsame Spitze. Nach 2014/2015, 2016/2017 und 2017/2018 feierte das Duo seinen insgesamt vierten Triumph im Gesamtweltcup. Tobias Wendl/Tobias Arlt rodelten in dieser Wertung auf Platz drei.

Bob - Mariama Jamanka hat in diesem Winter alles abgeräumt. Vom deutschen Meistertitel über den ersten Weltcupsieg bis zur Kristallkugel im Gesamtweltcup. Nun vervollständigte sie ihre Trophäensammlung mit dem ersten WM-Titel. Die Thüringerin sagte nach dem Erfolg in Whistler: "Ich hatte nach Olympia gehofft, dass wir all die Titel so nach und nach abhaken, nun passierte alles in dieser Saison."

Bob - Francesco Friedrich war nicht zu schlagen - weder im Zweier-Bob noch im Vierer-Bob. Der Sachse gewinnt die Gesamtweltcups vor dem Letten Oskars Kibermanis. Zudem ist der 28-jähige Friedrich (im Foto rechts) seit nun drei Großereignissen in beiden Schlitten ungeschlagen. Er könnte den Sport noch auf Jahre dominieren. Ein Ende ist nicht abzusehen. Sein Dank geht an die Anschieber Candy Bauer, Martin Grothkopp und Thorsten Margis (li.).

Skeleton - Mit dem historischen Dreifach-Erfolg bei der WM in Whistler haben die deutschen Frauen um Weltmeisterin Tina Hermann alle Erwartungen übertroffen. Im Gesamtweltcup verwies allerdings die Russin Jelena Nikitina die 27-jährige Herrmann auf Rang zwei. Bei den Männern dominiert der Russe Alexander Tretiakow vor Sung Bin Yun (Korea) und Martins Dukurs (Lettland) die Weltcup-Saison.

Freestyle Skiing - Da hat in jeder Disziplin ein anderer die Nase vorn. Mac Forehand ist Slopestyle-König. Simon D'Artois hat es in der Halfpipe am besten drauf, Andri Ragettli beim Big Air. Xindi Wang glänzte bei den Aerials und Mikael Kingsbury auf der Buckelpiste, Bastien Midol beim Ski Cross. Bei den Frauen machten Sarah Höfflin (Slopestyle), Cassie Sharpe (Halfpipe), Elena Gaskell (Big Air), Mengtao Xu (Aerials), Perrine Laffont (Moguls) und Fanny Smith (Ski Cross) auf sich aufmerksam.

Snowboard - Stefan Baumeister, der für den SC Aising-Pang startet, sicherte sich die kleine Kristallkugel im Snowboard-Parallelslalom. Er sagte: "Es ist unglaublich. Das ist einfach das Größte, was man als Sportler erreichen kann." Der 25-Jährige erklärte: "Das ist mehr wert als eine WM-Medaille, weil es zeigt, dass man über das ganze Jahr hinweg konstant gefahren ist." Die große Kristallkugel gewannen der Österreicher Alessandro Hämmerle und die tschechische Olympiasiegerin Ester Ledecká.

Stand: 24.03.2019, 18:16 Uhr

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