Wann startet welche Wintersportart in die neue Saison?

Biathlon-WM in Hochfilzen, Massenstart

Wintersport

Wann startet welche Wintersportart in die neue Saison?

Der Weltcup auf dem Gletscher in Sölden markiert für die Skirennfahrer traditionell den Start in den Winter. Biathleten, Kombinierer und Co. haben noch etwas Zeit. Wann es dort los geht, erfahren Sie in unserem kleinen Überblick.

Ski Alpin

Als erstes sind traditionell die alpinen Skifahrer in den neunen Winter gestartet. Einen Saisonhöhepunkt wie eine Weltmeisterschaft und Olympia findet nicht statt. Trotzdem dürften für die Herren die Rennen in Kitzbühel (25. - 27. Januar) wieder etwas ganz Besonderes sein: vor allem für Josef Ferstl und Thomas Dreßen. Ferstl hat die letzte Auflage des Super-G am Hahnenkamm gewonnen, Dreßen war 2018 in der Abfahrt erfolgreich.

Biathlon

Für die Biathleten beginnt die Weltcup-Saison am 30. November mit der Single-Mixed-Staffel in Östersund. Denise Herrmann wird sich gerne an die schwedische Stadt zurückerinnern: Bei der WM im März diesen Jahres holte sie den Titel in der Verfolgung, Silber mit der Mixed-Staffel und Bronze im Massenstart. Höhepunkte sind die Heim-Weltcups in Oberhof (9. - 12. Januar) und Ruhpolding (15. - 19. Januar) und die Weltmeistschaft im italienischen Antholz (13. - 23. Februar).

Skispringen

Die Skipringer starten im polnischen Wisla in die Saison. Am 23. November steht dort ein Teamspringen bei Nacht auf dem Programm, einen Tag später folgt ein Einzel. Höhepunkt für die Skiadler ist wie jedes Jahr die Vierschanzentournee, die traditionell am 29. Dezember in Oberstdorf beginnt und am 6. Januar in Bischofshofen endet. Vielleicht gelingt dem Vorjahreszweiten und Doppel-Weltmeister Markus Eisenbichler wieder der Sprung auf das Podest. Im März findet die Skiflug-WM (19. - 22. März) im slowenischen Planica statt.

Ski Nordisch

Am letzten Wochenende im November sind Skispringer, Kombinierer und Langläufer allesamt im finnischen Ruka und kämpfen um die ersten Weltcup-Punkte. Eine Woche später sind Kombinierer und Langläufer erneut gemeinsam auf Tour, diesmal in Lillehammer. Die Tour de Ski in Lenzerheide, Toblach und Val di Fiemme ist Jahreshöhepunkt der Langläufer, das Finale steigt diesmal am 5. Januar. In einem Winter ohne WM und Olympia steht für die Kombinierer das Seefeld-Triple (31. Januar bis 2. Februar) besonders im Fokus.

Bob

Für Deutschlands Bob-Olympiasieger Mariama Jamanka und Francesco Friedrich startet die Weltcup-Saison nicht wie ursprünglich geplant in Park City (USA). Wegen technischer Probleme wurde der Auftakt rund 3.000 Kilometer nach Osten und nach Lake Placid verlegt. Statt Ende November wird der Saisonstart zudem erst am ersten Dezember-Wochenende 7./8.12. durch die Eisbahn gehen. Der erste Weltcup in Europa ist Anfang Januar in Winterberg. Im sächsischen Altenberg finden vom 17. Februar bis zum 1. März die Weltmeisterschaften statt. Dort peilt Rekord-Weltmeister Franceso Friedrich im Zweierbob seinen sechsten Sieg in Serie an.

Francesco Friedrich

Für die Bobfahrer geht es in Lake Placid los

Skeleton

Wie beim Bob sollten die Skeletonis um Weltmeisterin Tina Hermann und der Olympia-Zweiten Jacqueline Lölling ihre Weltcup-Saison mit der ersten von insgesamt zwei Übersee-Stationen in Park City starten. Doch auch die Kopf-voran-Artisten müssen ausweichen und absolvieren nun zeitgleich mit den Bobsportlern zwei Weltcups an der Ostküste der Vereinigten Staaten in Lake Placid. Der erste Weltcup in Europa ist dann Anfang Januar in Winterberg. Höhepunkte sind die Weltmeisterschaften im sächsischen Altenberg. Die Skeleton-Wettbewerbe finden in der zweiten WM-Woche ab dem 27. Februar statt.

Rodeln

Und wann geht es bei den Rodlern los? Der traditionelle Saisonauftakt steigt auch in diesem Winter im österreichischen Innsbruck (23./24. November). Die Weltmeisterschaften in Sotschi (14. - 16. Februar) finden diesmal ohne die neunmalige Weltmeisterin Nathalie Geisenberger statt: Die Bayerin erwartet ihr erstes Kind.

Eiskunstlauf

 Eiskunstläuferin Maria Bell

Mitte Oktober startet die Eiskunslauf-Saison

Die Weltelite des Eiskunstlaufs ist Mitte Oktober beim Grand Prix "Skate America" in Las Vegas in die Wettkampfsaison gestartet. Fünf weitere Grand Prix folgen. Die besten dieser Serie qualifizieren sich für das Grand-Prix-Finale vom 5. bis 8. Dezember in Turin. Vom 16. bis 22. März 2020 finden im kanadische Montreal die Weltmeisterschaften statt.

Eisschnelllauf

Zum Start am 8. bis 10. November geht es bei den deutschen Meisterschaften auf den Einzelstrecken in Inzell nicht nur um Titel, sondern vor allem um Startplätze für die eine Woche später in Minsk startende Weltcup-Saison. Dort soll nach medaillenloser Vorsaison endlich mal wieder ein Podestplatz her. Interessant wird sein, wer aus dem Nachwuchs die Lücke im Auswahlteam schließt. Der Saison-Höhepunkt ist vom 13. bis 16. Februar die Einzelstrecken-WM auf der Olympia-Bahn in Salt Lake City. Mehrkampf-WM und Sprint-WM wurden zusammengelegt und finden Ende Februar im Wikingerschiff von Hamar statt.

Shorttrack

Die Shorttracker starten ihre Weltcup-Saison in Übersee. An den ersten beiden November-Wochenenden geht es in die Olympia-Stadt Salt Lake City sowie nach Montreal. Für die deutschen Shorttracker sind die Chancen bei den Europameisterschaften in Debrecen (24.-26. Januar) erwartungsgemäß weit größer als bei den Welttitelkämpfen zum Saison-Abschluss in Seoul vom 13. bis 15. März.

Ski Freestyle

In Neuseeland fand Anfang September der erste Big Air statt, in Modena in Italien geht es am 6. November weiter. Die Skicrosser starten am 5. Dezember in Val Thorens in den Winter.

Snowboard

Die Freestyle-Snowboarder bereiten sich auf Modena Anfang November vor. Das alpine Snowboard-Team startet am 7./8. Dezember im russischen Bannoye in die Saison, die Boardercrosser sind vom 11. bis 13. Dezember im österreichischen Montafon an der Reihe.

dpa/dh | Stand: 02.11.2019, 10:57

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