Die Skilifte haben geöffnet - aber längst nicht überall

Skipiste Willingen (Archiv)

Freizeitsport

Die Skilifte haben geöffnet - aber längst nicht überall

In Hessen und Nordrhein-Westfalen haben die Skigebiete erstmals geöffnet. In anderen Skiregionen stehen dagegen die Lifte und Gondeln weiter still.

Die Skisaison startete spät in die Saison - und auch nicht überall. Den Auftakt machten am 8. März die Skilifte im hessischen Willingen im Hochsauerland. Das Skigebiet verläuft durch zwei Bundesländer. In Willingen öffneten die Lifte, im nur wenige Kilometer entfernten Winterberg (NRW) musste der Skibetrieb derweil weiter ruhen.

Maskenpflicht während der Liftfahrt

Der Druck auf die NRW-Landeregierung wurde größer, seit Dienstag (09.03.2021) dürfen nun auch in Winterberg – nach einer Änderung der entsprechenden Passage der Infektionsschutzverordnung - die Skiliftbetreiber ihre Anlagen öffnen.

Der Start in die späte Wintersaison erfolgt auf Grundlage eines umfassenden Hygienekonzepts. Demnach ist die Besucherzahl stark reduziert. Die Besucher müssen vorab ihre Tickets online kaufen und einen Termin buchen. Beim Anstehen und während der Liftfahrt herrscht Abstands- und Maskenpflicht.

Viele Skigebiete erklären Saison für beendet

In den anderen Bundesländern stehen die Skilifte weiter still. Im Skigebiet Fichtelberg in Sachsen wurden die Revisonsarbeiten vorgezogen. Die Betreiber hoffen auf eine Öffnung im Mai, wie sie auf ihrer Homepage mitteilen. Das Skigebiet rund um den Feldberg in Baden-Württemberg bleibt laut einer Twitter-Mitteilung bis 28. März geschlossen.

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In Garmisch-Partenkirchen wurde Ende Februar das Saison-Aus für das Skigebiet Garmisch Classic beschlossen. Für den Skibetrieb auf der Zugspitze soll Ende März eine Entscheidung fallen, wie Verena Altenhofen von der Bayerischen Zugspitz Bergbahn AG gegenüber Sportschau sagte. "Länger zu warten macht dann wirtschaftlich keinen Sinn."

Im Gegensatz zu Garmisch Classic mit deutlich mehr Pistenkilometern ist der Aufwand auf der Zugspitze, den Skibetrieb wieder aufzunehmen, deutlich geringer - daher das frühe Aus für die Bahnen an Hausberg, Kreuzeck und Alpspitz. Kommt da ein wenig Neid auf die Liftbetreiber in Hessen und NRW auf? "Nein, überhaupt nicht. Wir freuen uns für die Kollegen, dass sie aufmachen dürfen", sagt Altenhofen.

Groteske Corona-Regeln in Bezug auf Schlepplifte

Wie grotesk die Corona-Regel in den einzelnen Bundesländern sein können, zeigt folgendes Beispiel. Ein Allgäuer Liftbetreiber wollte seinen Schlepplift stundenweise an Familien vermieten, wie es in Baden-Württemberg erlaubt ist. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof lehnte einen entsprechenden Eilantrag jedoch ab. Grund: Der Schlepplift habe eine seilbahnrechtliche Erlaubnis. Deshalb habe man keinen Zweifel daran, dass der Lift die Kriterien einer Seilbahn erfülle. Und damit sei der Betrieb im Rahmen der in Bayern geltenden Infektionsschutzmaßnahmenverordnung verboten.

Im Gegensatz zu Bayern zählen Schlepplifte in Baden-Württemberg nicht zum Seilbahnbetrieb, sondern zu den Freiluft-Sportstätten und können unter den geltenden Kontaktbeschränkungen vermietet werden.

red | Stand: 09.03.2021, 15:28

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